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Ein Fest für Reininghaus: Alte Poststraße ganz neu

17.12.2019
Die beteiligten VertreterInnen aus Politik, Verwaltung, Architektur und der bauausführenden Firma freuten sich beim symbolischen Durchschneiden des Bandes über das gelungene Werk. © Stadt Graz/Fischer
Die beteiligten VertreterInnen aus Politik, Verwaltung, Architektur und der bauausführenden Firma freuten sich beim symbolischen Durchschneiden des Bandes über das gelungene Werk.© Stadt Graz/Fischer

Alt ist sie nur dem Namen nach: Die völlig neugestaltete Alte Poststraße im Grazer Reininghaus-Areal wird morgen Mittwoch für den Verkehr freigegeben.

Seit September des Vorjahres wurde im Bereich der Alten Poststraße im Reininghaus-Areal auf Hochtouren gearbeitet - schließlich wurde der 800 Meter lange Abschnitt zwischen Reininghausstraße und Wetzelsdorfer Straße ebenso wie die östliche Kratkystraße neugestaltet, um den Verkehr im künftigen neuen Stadtteil aufnehmen zu können. Nur 15 Monate später präsentiert sich das fertiggestellte Projekt für alle Verkehrsarten einladend - und damit nicht genug: Auch für ökologisch und klimatologisch wertvolle Flächen wurde gesorgt.

Straße und Grünraum gestaltet

Für einen ökologischen Ausgleich sorgen zahlreiche Bäume und Sickerflächen. © Stadt Graz/Fischer
Für einen ökologischen Ausgleich sorgen zahlreiche Bäume und Sickerflächen.© Stadt Graz/Fischer

In das Bauprojekt Alte Poststraße/Kratkystraße investierte die Stadt Graz rund 12 Millionen Euro. Zahlreiche Maßnahmen zur Grünraumgestaltung und eine hochwertige Ausführung von Oberflächen und Bepflanzungen verleihen dem Bereich hohen technischen Nutzen und stadtklimatische Bedeutung. Im Straßenquerschnitt sind mehr als 60 Prozent der Flächen fürs Radfahren, Zu-Fuß-Gehen und für den Grünraum reserviert. Damit das Kanalsystem nicht belastet wird, sorgen Sickermulden für die Entwässerung der Straße und die Ableitung von Regenwasser. Nebenbei dienen sie auch als Gestaltungsflächen und ökologische Räume für Pflanzen und Tiere. Nicht weniger als 160 Bäume - Amberbäume, Platanen, Roteschen und Gladitschien - wurden gepflanzt, auf 4.500 Quadratmetern Wiesen- und Muldenflächen wurden Stauden und Zwiebelpflanzen angesetzt.

Abwärme der Marienhütte fürs Heizen genutzt

Selbstverständlich wurden vor dem Bau der Straße auch sämtliche notwendigen Leitungen verlegt. Neben der Gas- und Energieversorgung, der Wasserver- und Abwasserentsorgung und der Telekommunikation wurde auch an die Behaglichkeit der „Neo-Reininghauser" gedacht: Ein neues Fernwärmenetz sorgt dafür, dass die künftigen BewohnerInnen ihre Unterkünfte und Arbeitsplätze mit der Abwärme aus der nahen Marienhütte heizen können.

Festgäste begeistert vom gelungenen Werk

Gute Gründe für neue Wege - die Reininghaus-Geschenke zeigen, wo es lang geht. © Stadt Graz/Fischer
Gute Gründe für neue Wege - die Reininghaus-Geschenke zeigen, wo es lang geht.© Stadt Graz/Fischer

Kein Wunder, das sich die Festgäste heute Vormittag bei der Feier für die morgige Verkehrsfreigabe über das gelungene Werk freuten. Verkehrs- und Finanzlandesreferent LH-Stv. Anton Lang - wegen der gleichzeitig angesetzten Angelobung der neuen Landesregierung heute nicht selbst vor Ort - unterstrich die Bedeutung von Reininghaus weit über die Grazer Stadtgrenzen hinaus. Das Land werde im Rahmen seiner zugesagten Förderung auch den Radweg finanziell unterstützen. Der Grazer Bürgermeister-Stellvertreter Mag. (FH) Mario Eustacchio bezeichnete das Projekt als Musterbeispiel dafür, dass ein gelungener Stadtteil auch alle Arten von Verkehr ermöglichen müsse: Wenngleich der Sanften Mobilität Vorrang eingeräumt werde, würden Autos nicht verbannt. Für Verkehrsstadträtin Elke Kahr ist es wichtig, dass in der Verkehrslösung zusätzlich zum Öffentlichen Verkehr auch für jene, die zu Fuß gehen oder mit Fahrrad unterwegs sind, eine sichere und zeitgemäße Infrastruktur zur Verfügung steht. Landesbaudirektor DI Andreas Tropper sieht im gesamten Reininghaus-Projekt ein Musterbeispiel, wie man einen neuen Grazer Stadtteil von der Größe einer steirischen Bezirkshauptstadt ganzheitlich qualitätsvoll planen und umsetzen könnte. Stadtbaudirektor DI Mag. Bertram Werle wiederum hob die ökologischen Begleitmaßnahmen mit insgesamt 160 neuen Bäumen und begrünten Sickerflächen hervor: „Das ist nicht nur Lebensraum für Pflanzen und Tiere, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz, der wichtiger als je zuvor ist!" Und der Geschäftsführer der bauausführenden Klöcher Baugesellschaft, Ing. Gerhard Horn, freute sich darüber, dass sein Team das Projekt zeitgerecht und unfallfrei umsetzen konnte.

Wolfgang Maget

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