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"Love Scam": Polizei warnt vor Betrügern

18.01.2020

Eine 58-jährige Steirerin zeigte bei der Polizei an, von einem unbekannten Täter betrogen und finanziell geschädigt worden zu sein. Sie lernte den bislang Unbekannten, der sich als amerikanischer Offizier ausgab, via Social-Media-Plattform kennen. Der Mann gewann das Vertrauen der Frau und spielte ihr die „große Liebe" vor. Er gab an, nach Österreich kommen zu wollen, um mit der 58-Jährigen zusammen zu ziehen. Mit dem Vorwand, dass persönliche Gegenstände beim Zoll hängen geblieben seien und er für die Herausgabe Geld benötigen würde, lockte der Unbekannte der Steirerin schließlich mehr als 40.000 Euro an Geld heraus. Vom angeblichen „Liebhaber" fehlt bislang jede Spur. 

Beim „Love Scam" handelt es sich um einen Partnervermittlungsbetrug, bei dem die späteren Opfer in eine Affäre verwickelt und in der Folge finanziell ausgebeutet werden. Die Kontaktaufnahme erfolgt oft auf diversen Social-Media-Portalen. Meist täuschen die in Wirklichkeit nicht existierenden „Liebhaber" eine Notsituation vor (zB Raubüberfall, schwer erkrankter Angehöriger etc.), um schließlich um finanzielle Unterstützung zu ersuchen. Nach oftmals kriminalpolizeilich nicht nachvollziehbaren Geldtransfers, erfolgt in der Folge die nächste Hiobsbotschaft und ein weiterer Schicksalsschlag erfordert neuerliche Überweisungen. Durch die meist emotionale Bindung zu den perfekt getarnten Betrügern entsteht den Opfer oftmals einer hoher finanzieller Schaden.

Tipps von der Polizei: So schützen Sie sich vor Betrügern

So verhalten Sie sich richtig:

  • Schützen Sie im Netz Ihre eigene Identität. Sämtliche von Ihnen bekannt gegebenen persönlichen Daten erleichtern dem Täter sein Vorhaben.
  • Vermeiden Sie es unbedingt, persönliche Fotos und Videoaufnahmen mit dem Täter auszutauschen. Dies erleichtert dem Täter die spätere Umsetzung der Tat, indem er Sie möglicherweise mit der Veröffentlichung derartiger Bilder unter Druck setzt.
  • Einem ersten persönlichen Treffen sollten immer Telefonate vorausgehen.
  • Erste Treffen sollten immer an öffentlichen und/oder gut besuchten Orten stattfinden.
  • Scheuen Sie sich nicht eine Anzeige zu erstatten! Wir alle wissen: „Liebe macht blind!" Das ist auch der Grund, warum Täter die Gefühlswelt des späteren Opfers ausnutzen, um so an deren Geld zu gelangen.

Quelle: LPD Steiermark

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