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Helm darf beim Rodeln nicht fehlen!

Thema des Monats - Februar 2020

01.02.2020
Risiko Wintersport © KFV, VVO
Risiko Wintersport© KFV, VVO

Jahr für Jahr zieht es viele begeisterte Wintersportler nicht nur auf die Skipisten, sondern auch auf die Rodelbahnen. Der weitverbreitete Eindruck, dass das Wintersportgerät Rodel für jedermann einfach zu handhaben sei, trügt jedoch, wie eindeutige Zahlen belegen:  Insgesamt verletzten sich im Zeitraum 2014 - 2018 rund 8.200 Personen beim Rodeln und Bobfahren so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten - rund 2.200 davon alleine im Jahr 2018. Jeder vierte Verletzte (25 Prozent) musste stationär aufgenommen werden. Allzu oft sind Kinder betroffen: 35 Prozent der verletzten Rodler sind unter 15 Jahre alt.

Die häufigsten Verletzungsarten beim Rodeln sind Knochenbrüche sowie Sehnen- und Muskelverletzungen. Auch Kopfverletzungen kommen immer wieder vor - ihre Schwere hängt maßgeblich davon ab, ob ein Helm getragen wird oder nicht. Das KFV rät daher, auch beim Rodeln niemals auf das Tragen eines Helms zu verzichten.

Richtig Rodeln will gelernt sein

Vor dem Rodelausflug sollte man sich jedoch nicht nur mit den wichtigsten Sicherheitsregeln rund um den Rodelsport, sondern auch mit der richtigen Lenk- und Bremstechnik vertraut machen. Zusätzlich sind für einen sicheren Rodelspaß eine rücksichtsvolle Fahrweise und eine vollständige Ausrüstung wesentlich. Diese besteht neben einer technisch einwandfrei funktionierenden Rodel aus winterfester Kleidung, festem Schuhwerk, Handschuhen und einem Helm mit Skibrille. Wer abends oder in der Dämmerung rodeln geht sollte zudem eine Stirnlampe mitnehmen und gut sichtbare, reflektierende Kleidung wählen.

KFV-Tipps zum sicheren Rodeln

 © KFV
© KFV
  • Achten Sie auf gute Ausrüstung: Winterfeste Kleidung, festes Schuhwerk, Handschuhe, Helm, Skibrille und bei Bedarf Stirnlampe sollten beim Rodelausflug nicht fehlen.
  • Vor der Benutzung die Rodel auf eventuelle Schäden überprüfen.
  • Sowohl beim Aufstieg als auch beim Rodeln selbst muss stets Rücksicht auf Andere genommen werden.
  • Der Auf- und Abstieg sollte am Rand der Rodelbahn erfolgen und die Rodelbahn möglichst freigehalten werden.
  • Niemals mit dem Kopf voran rodeln. Wird zu zweit gerodelt, sollte die schwerere/kräftigere Person vorne sitzen.
  • Rodeln gehen sollte nur, wer bei guter körperlicher Verfassung ist. Der Konsum von Alkohol vor oder beim Rodeln ist tabu.
  • Die Geschwindigkeit sollte dem eigenen Können und den Gegebenheiten vor Ort angepasst werden.
  • Nicht mit den Fersen bremsen. Um richtig zu bremsen, sollte der Fuß im Sitzen mit der kompletten Fußsohle dicht neben den Kufen auf die Rodelbahn aufgesetzt werden.

Zur Erinnerung: Tipps für ein sicheres Schivergnügen

  • Ausdauer, Kraft und Gleichgewicht sind die Basis für ein gelungenes Skivergnügen. Diese Fähigkeiten sollten bereits vor der Skisaison trainiert werden.
  • Wenn Sie Anfänger sind, sich unsicher fühlen oder einfach nur Ihre Fahrtechnik auffrischen wollen: Besuchen Sie einen Skikurs oder nehmen Sie Einzelstunden!
  • Besondere Vorsicht bei eisigen Verhältnissen: die Sturzgefahr ist erhöht und der harte Aufprall führt häufiger zu schwereren Verletzungen.
  • Runter vom Gas - besonders, wenn andere Skifahrer auf der Piste unterwegs sind.
  • Das richtige Material: - Ein Helm sollte selbstverständlich sein. Für Kinder gilt in den meisten Bundesländern bis zum vollendeten 15. Lebensjahr die Helmpflicht. - Jährliches Skiservice und Bindungsüberprüfung. - Beim Verleih sollte ein Ski gewählt werden, der zum eigenen Können passt: für viele Skifahrer ist ein Race Carver nicht die beste Wahl.
  • Im Notfall den Alpin-Notruf 140 oder die Euro-Notrufnummer 112 wählen. Unfallgeschehen und -ort möglichst genau schildern. Ruhe bewahren, den Anweisungen folgen und am Unfallort warten, bis Hilfe eintrifft. Wenn Sie keinen Empfang haben und der Notruf nicht verbunden wurde: Handy aus- und wieder einschalten. Statt dem PIN-Code die Nummer 112 eingeben. Das Mobiltelefon sucht automatisch das Mobilfunknetz mit dem besten Empfang und stellt die Verbindung zur nächsten Sicherheitszentrale her.
  • Beachten Sie unbedingt aktuelle Wetter- und Lawinenwarnungen! •
  • Bleiben Sie im gesicherten Skiraum. Alles, was nicht als Skipiste oder Skiroute gewidmet ist, ist freier Skiraum. Er ist weder markiert noch präpariert, nicht kontrolliert und birgt Risiken.

(Quelle: KFV, VVO)

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