• Seite vorlesen
  • Feedback an Autor
  • Auf Twitter teilen
  • Auf Facebook teilen

Museum ist wieder Programm

Das GrazMuseum öffnet nach dem Lockdown seine Tore

02.07.2020
Eröffneten das GrazMuseum nach dem Corona-Lockdown: Stadtrat Günter Riegler, Fotograf Branko Lenart sowie Vizedirektorin Sibylle Dienesch und Direktor Otto Hochreiter vom GrazMuseum (v. l.). © Stadt Graz/FischerDirektor Hochreiter führt Stadtrat Riegler durch die "Making of"-Ausstellung zum Graz Museum Schlossberg. © Stadt Graz/Fischer"Making of"-Ausstellung © GrazMuseum"Making of"-Ausstellung © GrazMuseumBitte eintreten heißt es zur neuen Ausstellung "Stadt sucht Berg - 150 Jahre Alpenverein Sektion Graz. © GrazMuseumImpressionen vom Alpenverein in der Gotischen Halle. © Stadt Graz/FischerVorschau auf die Ausstellung "Ungebautes Graz". © studio-itzoVorschau auf Branko Lenarts Fotoausstellung "Schlossberg 1982". © Branko LenartEin neues reich bebildertes Buch widmet sich dem Inhalt der erfolgreichen GrazMuseums-Ausstellung "360 GRAZ". © Stadt Graz/Fischer

„Mit heutigem Tag hat man endlich die Gelegenheit, die Alpenvereinsausstellung in der Gotischen Halle, die außer dem Team des GrazMuseums noch nie jemand physisch betrachtet hat, zu besuchen", freute sich Kulturstadtrat Günter Riegler, der am heutige 2. Juli gemeinsam mit Direktor Otto Hochreiter sowie Vizedirektorin und Prokuristin Sibylle Dienesch nach dem Corona-Lockdown offiziell die Tore zum GrazMuseum wieder öffnete. Doch die Ausstellung "Stadt sucht Berg - 150 Jahre Alpenverein Sektion Graz", die bis 31. Jänner 2021 zu sehen sein wird, ist längst nicht alles. So wird ab 18. Juli unter dem Titel "Ungebautes Graz" eine Auswahl nicht realisierter Architektur des 20. Jahrhunderts zu sehen sein, darunter das Kunsthaus im Schloßberg, das Warenhochhaus Scheiner am Jakominiplatz und die Gartenstadt Marienwiese. Ab 1. August hat man die Möglichkeit, mit "Schlossberg 1982" in das umfangreichste fotografische Werk des 20. und 21. Jahrhunderts zum Grazer Hausberg vom slowenisch-österreichischen Fotografen Branko Lenart einzutauchen. Am 7. November eröffnet schließlich die österreichweit erste Einzelausstellung mit Werken von Syd Mead, dem Visionär utopischer Filmwelten und futuristischer Designs, und Anfang März 2021 wird im gesamten GrazMuseum „Die Stadt als Datenfeld" abgebildet.

Graz Museum Schlossberg

Absoluter Höhepunkt ist aber sicher die Eröffnung des "Graz Museums Schlossberg" bei der Kanonenbastei, die vom Muttertag dieses Jahres auf das Wochenende vom 12./13. September verschoben werden musste. Ganzjährig geöffnet und zum Teil als Freilichtmuseum soll es auf die Bedürfnisse eines flanierenden Publikums eingehen und zur Entschleunigung im Grünraum einladen, es wird ein Ort zum Ankommen und zum Verweilen sein. Eines der Highlights ist ein gläsernes Modell, das erstmals das Innere des Berges sichtbar macht und in der für das Publikum geöffneten Kasematte aufgestellt wird. Auch der Eintrittspreis mit zwei Euro pro Person (Kinder bis sechs Jahre zahlen nichts) ist mehr als attraktiv.

Ausblicke und Einblicke

„Wir geben bereits jetzt im Sommer einen Ausblick darauf, was die Besucher im Graz Museum Schlossberg im September erwarten werden“, zeigt sich Hochreiter hocherfreut darüber, mit einem „Making of“ im Erdgeschoß des GrazMuseums erste Einblicke in die inhaltliche und architektonisch-gestalterische Grundkonzeption der neuen Expositur geben zu können. „Das gesamte Museum ist barrierefrei – vom Lift bis zur Kasematte. Wir lassen also niemanden zurück“, so Hochreiter weiter, der neben der Wiedereröffnung des GrazMuseums gleich doppelten Grund zum Feiern hat. Schließlich führt er dieses als Direktor seit nunmehr 15 Jahren – und das äußerst erfolgreich, wie Stadtrat Riegler betont.

Corona-Sammelaufruf

„Der heurige 11. März war ein Schock. Wir haben niemals gedacht, dass alle Museen und Kultureinrichtungen schließen müssten. Die Wochen danach waren geprägt von Anpassungsprozessen und der veränderten wirtschaftlichen Situation“, berichtete Dienesch über die Zeit des Lockdowns im GrazMuseum. Um die Kommunikation mit dem Publikum nicht zu verlieren, sei das Angebot an Digitalprodukten wesentlich gewesen. Zudem habe man am Programm gearbeitet, das seinen Schwerpunkt nun im Herbst und im Frühjahr 2021 haben wird. Und: „Ein wesentlicher Auftrag eines Museums ist das Sammeln. Was passiert in einer historisch so außergewöhnlichen Zeit wie der jetzigen? Deshalb haben wir einen Corona-Sammelaufruf an die Grazerinnen und Grazer gemacht. Derzeit wird das Material gerade gesichtet, es wird jedenfalls in eine neue Ausstellung einfließen."

Last but not least hat das GrazMuseum neue Publikationen herausgebracht. So ist nun das Format „360 GRAZ“ als hochwertige Printausgabe verfügbar und das Historische Jahrbuch der Stadt Graz, Band 49/50, widmet sich – no na – dem Grazer Schloßberg.

Eröffnungs-Wochenenden

Um den BesucherInnenansturm zu reduzieren, gibt es im GrazMuseum bis auf Weiteres „Eröffnungswochenenden“, an denen die Ausstellungen jeweils samstags und sonntags frei zugänglich sind. Das GrazMuseum hat täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Mehr zum Thema

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).