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Initiative zur Kriminalprävention

Bauernmärkte als Unterstützung wenn es um die Sicherheit geht

10.07.2020
Gemeinsam für mehr Sicherheit in  Graz: LK-Stmk.-Präsidentin Maria Pein, Bürgermeister Siegfried Nagl, Polizeidirektor Gerald Ortner und Vizebürgermeister Mario Eustacchio (v. l.). © Stadt Graz/Fischer
Gemeinsam für mehr Sicherheit in Graz: LK-Stmk.-Präsidentin Maria Pein, Bürgermeister Siegfried Nagl, Polizeidirektor Gerald Ortner und Vizebürgermeister Mario Eustacchio (v. l.).© Stadt Graz/Fischer

An einem brennheißen Tag ging es um ein brandheißes Thema: Kriminalprävention. Der Verein "Sicher leben in Graz" hat dazu schon mit zahlreichen Initiativen aufhorchen lassen und konnte durch diese einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit in der Landeshauptstadt leisten. Die Stadt Graz, Bürgermeister Siegfried Nagl und Vizebürgermeister Mario Eustacchio sowie Magistratsdirektor Martin Haidvogl und die Exekutive unterstützen die Tätigkeit des Vereins gemeinsam mit zahlreichen weiteren Partnern von Anfang an.

So waren bei der heutigen Präsentation einer neuen Aktion am Bauernmarkt Lendplatz auch zahlreiche VertreterInnen anwesend. Unter dem Titel "Landwirt schaf(f)t Sicherheit" hat man gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Steiermark und den MarktbeschickerInnen die Sensibilisierung der Bevölkerung hinsichtlich Kriminalität im Auge. Vor allem soll die ältere Bevölkerung angesprochen werden, die leider zu oft Opfer von Trickbetrug wird.

Gemeinsame Sache in Sachen Sicherheit machen

Um auf die diversen Formen der Kriminalität aufmerksam zu machen, wurden Papiersäcke mit wichtigen Informationen bedruckt. Diese werden nun von den Markt-StandlerInnen (rund 400) an die KundInnen ausgegeben. Insgesamt hat man 210.000 Stück verteilt. Drei Schwerpunkte sind es, die präventiv behandelt werden:

  • Gewalt gegen Frauen & Kinder
  • Formen des Trickbetrugs an älteren Personen
  • Cybercrime - Prävention für Alltags-UserInnen

"Wir haben unseren Verein für die Bevölkerung gegründet. Bei dieser Aktion handelt es sich wieder um einen Schritt hin zu mehr Sicherheit und Schutz vor Kriminalität", erklärte Klaus Gstirner, Obmann des Vereins. Geschäftsführer Werner Miedl präzisierte: "Wir haben gemeinsam vereinbart, dass wir die Bauernmärkte nutzen, um unsere Botschaften an die Grazerinnen und Grazer zu bringen."

Die Präsidentin der Landwirtschaftskammer Steiermark, Maria Pein freute sich darüber, dass der Verein an sie herangetreten war und man nun gemeinsame Sache in Sachen Sicherheit macht: "Unsere heimischen Produzentinnen und Produzenten versorgen uns auch in Krisenzeiten mit Nahrungsmitteln. Sie sind prädestiniert auch beim Thema Krisenprävention mitzuhelfen."

Sicherheit braucht Zusammenarbeit

Seitens des Bundeskriminalamts kam Isabell Pötschner, Leiterin der Kriminalprävention extra nach Graz, um bei der Präsentation zu unterstreichen: "Die Zeiten sind für uns alle herausfordernder geworden. Wir arbeiten daran, die Menschen zu sensibilisieren. Denn es sind oft die einfachen Dinge, die bereits große Wirkung erzielen, wie die Verwendung von komplexen Passwörtern etwa."

Auf den Punkt brachte es schließlich Bürgermeister Siegfried Nagl: "Prävention kann nur funktionieren, wenn alle zusammenhalten und jeder und jede von uns etwas mehr tut als das, wofür man bezahlt wird." In diesem Satz verpackt war auch schon der Dank des Stadtoberhaupts an alle Beteiligten und die Bitte an die Bäuerinnen und Bauern: "Werden Sie Botschafter der Sicherheit, ein ordentliches Sackerl für Ihre Köstlichkeiten bekommen Sie gleich dazu."

Vizebürgermeister Mario Eustacchio betonte: "Sicherheit ist ein Grundbedürfnis. Unser Ziel ist es, mehr dafür zu tun und die Märkte zu beleben. Gerade auf diesen herrscht meist ein ziemliches Gedränge, die Geldbörserln sind gezückt, da haben Langfinger oft ein leichtes Spiel. Und genau darauf wollen wir aufmerksam machen."

Auf die Gefahren aufmerksam zu machen, achtsam zu sein, Zivilcourage zu beweisen etc. würde die Arbeit der Polizei in Graz wesentlich erleichtern.

Zum Thema "Landwirt schaf(f)t Sicherheit" gibt es auch eine kostenlose Broschüre. Erhältlich u. a. im Sicherheitsinformationszentrum "Sinfo" am Lendplatz und beim Verein "Gemeinsam sicher in Graz".

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