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Ein sicherer Schulweg für Ihr Kind, Teil 3

Gefahr durch Fremde

11.09.2020

Der größte Albtraum für Eltern ist es, wenn ihr Kind Opfer einer (sexuellen) Gewalttat werden würde. Dagegen gibt es keinen totalen Schutz. Eltern können aber erheblich dazu beitragen, dass ihr Kind nicht zum Opfer einer solchen Straftat wird.  

Ängste oder Panik davor sind weder angebracht noch hilfreich. Nicht jeder, der Ihr Kind anspricht, hat Böses im Sinn. Vermeiden Sie deshalb die Verbreitung von Gerüchten und die Entstehung einer Hysterie. 

Mutige, starke und selbstbewusste Kinder sind am wirksamsten geschützt. Kinder sollten im Alltag Respekt erfahren und Selbstvertrauen entwickeln. Die Erfahrung zeigt, dass Täter bevorzugt unsicher und unselbständig wirkende Kinder ansprechen.

Deshalb:

  • Machen Sie Ihrem Kind bewusst, dass es eine eigene Persönlichkeit ist mit Grenzen, die kein Mensch - weder ein Fremder, noch ein Bekannter - überschreiten darf.  

  • Kinder müssen lernen, auch fremden Erwachsenen gegenüber "nein" zu sagen. Sie sind nicht verpflichtet, mit Fremden zu reden oder Auskünfte zu geben.  

  • Ängstigen Sie Ihr Kind nicht, aber sagen Sie ihm immer wieder, dass es ohne Ihre Genehmigung weder mit Fremden mitgehen noch in deren Autos einsteigen darf.  

  • Ihr Kind sollte Ihnen darüber berichten, wenn es zum Mitgehen oder Mitfahren aufgefordert worden ist oder dies trotz Ihres Verbotes getan hat. 

  • Schauen Sie sich mit Ihrem Kind auf dem Schulweg und in der näheren Umgebung sogenannte "Rettungsinseln" an. Ein Geschäft, in dem es die Kassiererin ansprechen kann, eine Straße, in der viele Menschen sind, oder ein Haus, wo es klingeln kann. Besprechen Sie diese Möglichkeiten auch bei Elternabenden. 

  • Üben Sie mit Ihrem Kind, wie es sich in bedrohlichen Lagen verhalten soll, damit es im Notfall richtig reagieren kann. So sollte es frühzeitig andere Erwachsene ansprechen oder auch laut um Hilfe schreien. Versucht der Täter, Ihr Kind anzufassen, dann sollte es dorthin laufen, wo Menschen sind. 

  • Verständigen Sie nicht nur bei vollendeten, sondern auch bei versuchten Tathandlungen sofort die Polizei und warten Sie nicht zu. Dadurch können auch andere Kinder geschützt werden. 

Über Notruf 133 erreichen Sie die Polizei zu jeder Tages- und Nachtzeit! 

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