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Ausgezeichnetes Design hat seinen (Staats-)Preis

Vielfalt der eingereichten Projekte im designforum Steiermark zu sehen

11.09.2020
Eröffneten die Ausstellung "Staatspreis Design 2019" im designforum Steiermark: Thomas Kohlert (Bundesministerium), CIS-GF Eberhard Schrempf, Bgm. Siegfried Nagl und Thomas Feichtner, Studiengangsleiter des Lehrgangs Industrial Design der FH Joanneum (v. l.). Das Vello-Bike im Hintergrund ist eine der Hauptattraktionen der Ausstellung. © Stadt Graz/FischerDie innovative Warnleuchte "iWarn" macht am Eingang des designforums Steiermark auf die Wichtigkeit der Kreativwirtschaft auf merksam. © Stadt Graz/FischerEin spannender Produktmix wartet auf die BesucherInnen. © Stadt Graz/FischerLanglaufschuhe mal anders: Mit den "Urban Sport"-Sneakers von "Consumer Goods Distinction" kann man auch problemlos Autofahren oder Spazierengehen. © Stadt Graz/Fischer

Wegweisende Fortschrittlichkeit, gesellschaftliche Relevanz und Nachhaltigkeit als wesentliche Themen unserer Zeit standen im Fokus der Verleihung des Staatspreises Design 2019, der am 25. September des Vorjahres in Wien über die Bühne ging. 27 Beiträge schafften es souverän auf die Shortlist, auch der steirische Anteil kann sich sehen lassen. Dieses „Best of" der heimischen Kreativwirtschaft wird nun bis 3. Oktober im designforum Steiermark zur Schau gestellt.

"Design ist einer der wenigen Augenblicke, in denen man noch zum Staunen kommen kann", zeigt sich Bürgermeister Siegfried Nagl, der gemeinsam mit Thomas Kohlert vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, dem GF Creative Industries Styria, Eberhard Schrempf, und Thomas Feichtner, Studiengangsleiter Industrial Design der FH Joanneum Graz und Vorstandsmitglied von designaustria, die Ausstellung am gestrigen 10. September eröffnete, von der gezeigten Fülle an Kreativität begeistert. In der City of Design Graz werde die Förderung einer nachhaltigen und menschengerechten Stadtentwicklung mit dem Treibmittel der Kreativität tatkräftig hochgehalten. Jene 27 Produkte, die im designforum ausgestellt würden, seien hervorragende Beispiele für kreative Lösungsansätze. Und an die anwesenden DesignerInnen und Studierenden der FH Joanneum gewandt: "Wir brauchen Menschen, die Innovationen generieren und uns in die Zukunft führen!"

Design vor den Vorhang

"Design ist der Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung, ein Lebensgefühl, das den Blick nach vorne richtet. Das ist vor allem in Zeiten wie diesen von großer Bedeutung", betonte auch Kohlert, in dessen Verantwortungsbreich die Auslobung des Staatspreises Design fällt. Es sei viel mehr als eine oberflächliche Behübschung, nämlich Motor für eine hohe Lebensqualität und Antrieb für eine positive Wirtschaftsentwicklung. Durch die Ausstellung, deren Bundesländer-Tournee auf eine Initiative der Stadt Graz zurückgehe, würden die Innovationen sichtbar und erlebbar gemacht. In diese Kerbe schlägt auch CIS-GF Schrempf: "Kreativität muss als jener Rohstoff begriffen werden, den unsere Gesellschaft braucht. Deshalb ist es umso wichtiger, Designinitiativen so stark wie möglich zu präsentieren, denn diese sehen nicht nur toll aus, sondern haben auch einen praktischen Nutzen und verbessern so unseren Alltag."

Für Feichtner, der selbst Jurymitglied war, ist "der Staatspreis Design ein wichtiger Antrieb für alle Industriedesigner, mitzumachen". Alle ausgestellten Produkte seien bereits in Produktion: "Das ist wirkliches Industriedesign, das unser Land hervorbringt. Es ist wahnsinnig spannend, was hinter den Produkten steht. Man sieht erst oft auf den dritten Blick, was sich dahinter verbirgt." Als Erfolgsbeispiele nannte er etwa das "Vello Bike + Titan" von Valentin Vodev, das leichteste Elektro-Fahrrad der Welt. Die Produktionsstraße befinde sich in Wien, hier werde alle drei Minuten ein Rad gefertigt. "EET SolMate" der FH-Joanneum-Absolventen Chris Götze und Winfried Werthmann wiederum sei als Mini-Photovoltaik-Anlage für den Balkon konzipiert und bei der "iWarn"-Anlage des gleichnamigen Grazer Start-ups handle es sich um eine topmoderne, einfach zu bedienende Warnleuchte, die mit 21 Hochleistungs-LEDs bei einem Unfall kilometerweit sichtbar sei. Weitere Highlights: ein ultramoderner Plattenspieler, ein multifunktionales Bedienterminal, ein etwas anderer Bienenstock und vieles andere mehr.

Die ausgestellten Designinnovationen sind bis 3. Oktober im designforum Steiermark, Andreas-Hofer-Platz 17, jeweils von Dienstag bis Samstag, 13 bis 18 Uhr, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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