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T30-Überwachung wurde engmaschiger

11.09.2020
Babenbergerstraße © Stadt Graz/Wehap
Babenbergerstraße© Stadt Graz/Wehap

Vor einem Jahr hat die Landespolizeidirektion Steiermark in Zusammenarbeit mit der Stadt Graz die Tempoüberwachung im T30-Netz intensiviert. Konkret wurde die mobile Radargruppe personell aufgestockt und stationäre Messgeräte mit Mitteln der Stadt angeschafft und in Betrieb genommen. An sechs Standorten kamen und kommen alternierend 3 Kameras stationär zum Einsatz. Binnen Jahresfrist blitzte es fast 57.000mal.

Stationäres Radar © Stadt Graz/Wehap
Stationäres Radar© Stadt Graz/Wehap

„Tempolimits sind ja kein Selbstzweck. Sie sollen für ein möglichst verträgliches Miteinander auf der Straße sorgen und deren Einhaltung ist wichtig für ein sicheres Vorankommen besonders der ungeschützten VerkehrsteilnehmerInnen und die Lebensqualität der Anwohnenden", erklärt Stadträtin Elke Kahr.

Das Grazer Straßennetz umfasst rund 1.200 km, wovon auf rund 80 Prozent Tempo 30 gilt.  Seit 2010 werden von der Stadt Graz der Polizei Bedienstete für Radarmessungen im niederrangigen Straßennetz dienstzugeteilt.
Die mobile Überwachung wird seit Sommer 2019 ergänzt durch 3 stationäre Messgeräte, die an 6 Standorten zum Einsatz kommen.

Zahlen und Standorte

Die Anzahl der Anzeigen aufgrund von mobilen Messungen ist 2019 leicht zurückgegangen, und zwar von 44.000 (2018) auf 36.990. Im ersten Halbjahr 2020 wurden 17.850 Geschwindigkeitsübertretungen zur Anzeige gebracht. Allerdings werden nun einige „Hotspots" stationär überwacht. Von diesen stationären Lasergeräten wurden von September bis Ende Juli 53.903 Übertretungen durch das Strafreferat der Polizei bearbeitet (Anm.: Daten August ausständig, hochgeschätzt über das Jahr inkl. Aug. knapp 57.000). An folgenden Standorten wurde - alternierend - gemessen, hier gereiht nach der Zahl der Anzeigen:

Schubertstraße
Babenbergerstraße
Rudersdorfer Straße
Sternäckerweg
Krottendorfer Straße
Schwarzer Weg

Tendenz und Ausblick

Was die Tempodisziplin betrifft, bestätigt Thomas Fischer, Leiter des Straßenamtes, anhand der mobilen Messungen einen leicht positiven Trend: „Das Überschreitungsniveau hat in den vergangenen Jahren von 12,6 auf aktuell 10,5 Prozent abgenommen. Das ist positiv und zeigt, dass Überwachung wirkt."
Heuer im Herbst erfolgt die Evaluierung sowohl der stationären als auch der mobilen Ergebnisse, sodass für 2021 in Abstimmung mit der Polizei eine neue „Roadmap" für die künftigen Messeinsätze erstellt werden kann. So ist es auch möglich, stationäre Standorte zu wechseln bzw. zusätzliche einzurichten. 

Wolfgang Wehap


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