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Missbrauch von Kindern verhindern

Sicherheit für Ihr Kind

15.09.2020

Tipps der Kriminalprävention

Aus aktuellem Anlass gibt die Polizei Präventionstipps, wie Sie Ihr Kind vor sexuellem Missbrauch schützen können. Kinder werden zwar oft vor dem „fremden Mann" gewarnt, allerdings finden sexuelle Übergriffe auf Kinder überwiegend innerhalb von Familien bzw. im engeren Bekanntenkreis statt. Derartige Handlungen durch fremde Personen sind eher die Ausnahme. Wichtig ist es, das Selbstbewusstsein von Kindern zu stärken. Worüber Erwachsene bezugnehmend auf solche Fälle jedenfalls mit ihren Kindern sprechen sollten:  

  • Vermitteln Sie Ihrem Kind bereits in frühen Kindesjahren, dass es selbst über den eigenen Körper entscheiden darf und Berührungen selbstbestimmt zulassen oder abweisen kann. Dies muss gegenüber jedermann - auch gegenüber Familienangehörigen - gelten!

  • "Laut sein" ist gut - Erklären Sie Ihrem Kind, sich in bedrohten Situationen durch Rufe oder lautes Schreien auf sich aufmerksam zu machen!

  • In Kindergärten, Schulen oder Betreuungseinrichtungen empfiehlt es sich, ein "Codewort" zu vereinbaren, um anwesende Eltern oder Betreuer auf eine unangenehme oder bedrohliche Situation aufmerksam zu machen.

  • Selbst - Bewusst - Sein! Stärken Sie das Selbstvertrauen Ihres Kindes in sich selbst. Vermitteln Sie dem Kind, sich in Notsituation an andere Personen zu wenden und um Hilfe zu fragen.

  • Wegstrecken, die vom Kind ohne Begleitung einer Aufsichtsperson unternommen werden (z.B. Schulweg), sollten im Idealfall gemeinsam mit anderen Kindern zurückgelegt werden!

  • Üben Sie mit Ihrem Kind diese Wegstrecken. Vereinbaren Sie "Rettungsinseln" auf diesen Wegen (Geschäfte, Lokale, Menschen), die das Kind im Notfall aufsuchen und um Hilfe bitten kann.

  • Schutz und Höflichkeit! Wenn Ihr Kind fremde Personen "siezt", nimmt die Umgebung wahr, dass das Kind die kontaktsuchende Person nicht kennt.

  • Erklären Sie Ihrem Kind, keine Geschenke oder Süßwaren von fremden Personen anzunehmen oder sich versprechen zu lassen.

  • Vermitteln Sie Ihrem Kind, die Wohnungstüre niemanden zu öffnen, der sich nicht im Vorfeld bereits angekündigt hat - informieren Sie Ihr Kind außerdem, wenn Sie Besuch erwarten.

Stärken Sie das Selbstvertrauen Ihres Kindes!

Wer lernt, auf seine Gefühle zu hören, seine Standpunkte zu vertreten und mit diesen auch wahrgenommen zu werden wächst zu einem selbstbewussten Menschen heran, der sich selbst durch seine Handlungen oftmals selbst gegen Einflüsse von außen zur Wehr setzen kann!

Quelle: LPD Steiermark

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