• Seite vorlesen
  • Feedback an Autor
  • Auf Twitter teilen
  • Auf Facebook teilen

Neue Spielebox für Familien

12.11.2020
Familienstadtrat Kurt Hohensinner, Katrin Windischbacher (Familienreferat der Diözese) und Markus Schabler (Amt für Jugend und Familie) präsentieren die neue Spielebox. © Stadt Graz
Familienstadtrat Kurt Hohensinner, Katrin Windischbacher (Familienreferat der Diözese) und Markus Schabler (Amt für Jugend und Familie) präsentieren die neue Spielebox.© Stadt Graz

Was hat ein Handyschlafsack mit einer Spielebox zu tun? Wieso regt der Artikel 31 der UN-Kinderrechtekonvention ebenso zum Weglegen des Handys an? Und was spielen Zaubersilvie und Piratentobi am liebsten? Neugierig geworden?

Handy rein, Spiele raus! So lautet das Motto der neuen Familien-Spielebox, entwickelt vom Amt für Jugend und Familie und dem Familienreferat der Diözese Graz-Seckau. „Spielen ist unglaublich wichtig für unsere Kinder. Es ist nicht nur Zeitvertreib, sondern hilft die Welt zu entdecken, Kreativität zu entfalten und auch motorische, seelische und geistige Fähigkeiten zu entwickeln. Das gemeinsame Spielen unter Freunden oder in der Familie ist besonders wertvoll", weiß Bildungs-, Jugend- und Familienstadtrat Kurt Hohensinner, „mit dieser Spielebox wollen wir Kinder für das Spielen begeistern. Gerade in einer Zeit des Social Distancing und der gesellschaftlichen Einschränkungen wollen wir unseren Kleinsten einen Mehrwert bieten. Die Box gibt es kostenlos bei unseren Ausgabestellen, gleichzeitig wird sie auch in unseren schulischen Nachmittagsbetreuungen und Horten verwendet. Und das Besondere: Wenn ein Kind besonders Gefallen gefunden hat, bekommt es eine eigene Spielebox mit nach Hause und kann die ganze Familie für das gemeinsame Spiel begeistern."

Mit Zaubersilvie und Piratentobi auf Schatzsuche

Gemeinsam mit Zaubersilvie und Piratentobi gehen Kinder und Erwachsene auf Schatzsuche und können dabei neue oder bereits bekannte Spiele entdecken und ausprobieren. Spiele für drinnen und draußen, wenn die Sonne lacht oder auch bei Wolkenwetter, für jede Wetterlage ist etwas dabei. „Gerade in Zeiten der Pandemie sind die Familien mit all ihren Belastungen und Einschränkungen ganz besonders gefordert. Und deshalb freue ich mich sehr, dass es in Zusammenarbeit mit der Stadt Graz und dem Familienreferat der Diözese Graz Seckau gelungen ist, diese Spielebox zu entwickeln und Familien zur Verfügung stellen zu können", freut sich Katrin Windischbacher, Leiterin des Familienreferates der Diözese Graz-Seckau. Und während Kinder und Erwachsene sich auf diese Familienbox einlassen, hat das Handy Pause und darf, ja das gibt es tatsächlich in dieser Box, in einem „Handy- Schlafsack" ausrasten. „Eine tolle Box, die zur Begegnung einlädt - im Miteinander - im Spiel - eine Zeit, ganz ohne digitale Medien. Wir waren sofort begeistert von der Idee einer Spielebox und des „Handy-Schlafsacks". Das Ergebnis ist sehr ansprechend und das ein oder andere Spiel versetzt einen selbst in die eigene Kindheit und die Zeit am Pausenhof zurück", ist auch Markus Schabler vom Amt für Jugend und Familie überzeugt.

Recht auf Spiel und Freizeit

Spielen und Zeit miteinander verbringen ist für gute Beziehungen in Familie, Freundeskreis und Schule unverzichtbar - und auch überall dort, wo Menschen Freizeit oder Spielzeit gestalten wollen. Gemeinsames Spiel lässt Kinder wachsen, kreativ sein, sich selbst erfahren und ausprobieren und stärkt nicht zuletzt die soziale Kompetenz. Das „Recht auf Spiel und Freizeit" ist sogar im ersten Absatz des Artikels 31 der UN-Kinderrechtekonvention beschrieben. Und das kann auch bedeuten, dass das Handy der Erwachsenen und der Kinder einfach einmal weggelegt wird. Neben zahlreichen Spielideen in der Broschüre für drinnen und draußen regen Fächerkarten in der Box Kinder und Erwachsene zum Fragen, zum Reden und zum Philosophieren an. Die Idee für diese Box stammt von kreativen Köpfen aus dem Familienreferat der Diözese Graz-Seckau. Die Stadt Graz ließ sich für diese Idee so sehr begeistern, und übernahm die Hälfte der Kosten. Über den Innovationstopf der Diözese wurde ebenfalls ein Teil der Projektkosten zur Verfügung gestellt.

Im Lockdown: Zustellung per Rad nach Hause

Nachdem eine Abholung vor Ort im Moment aufgrund der Ausgangsbeschränkungen nicht möglich ist, hat sich das Amt für Jugend und Familie für die Zeit des Lockdowns etwas Besonderes überlegt. Mit nur einem Mail gibt es die Spielebox bequem per Fahrraddienst nach Hause. Einfach ein Mail mit Betreff "Spielebox" an feedback-freizeithits@stadt.graz.at schreiben. Inhalt muss Name, Telefonnummer, Anschrift sowie ein paar Zeilen sein, warum man die Spielebox gerne haben möchte. Diese besondere Form der Zustellung läuft ab sofort bis zum 3. Dezember. Die Zustellung dauert dann in der Regel 2-3 Tage. "Gerade jetzt in der Zeit des Lockdowns braucht es das familiäre Miteinander und Spielen besonders. Deshalb war es uns sehr wichtig eine Aktion zu starten, wie die Boxen gerade jetzt an die Familien kommen. Besonders freuen wir uns auch über Fotos, die uns Familien vom gemeinsamen Spielen zukommen lassen", so Hohensinner abschließend.

Michael Wildling

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).