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Baustellen für bessere Infrastruktur

29.01.2021

Im Dienste der Erhaltung und Verbesserung der Infrastruktur wird es auch heuer über 4000 Baustellen geben, von denen 2.500 mit Aufrgrabungen verbunden sind. In 400 Fällen sind verkehrliche Maßnahmen nötig.


Stadträtin Elke Kahr und DI Thomas Fischer  © Stadt Graz/Fischer
Stadträtin Elke Kahr und DI Thomas Fischer © Stadt Graz/Fischer

Fürs Erste sind sie mit Unannehmlichkeiten verbunden - Baustellen bedeuten Lärm, Behinderungen und Umleitungen. Doch sie sind unverzichtbare Maßnahmen, um die Infrastruktureinrichtungen zu erhalten und zu verbessern. „Bei all diesen Baustellen steckt viel Arbeit für die Allgemeinheit dahinter, das sollte uns bewusst sein. Baustellen sind ja nicht Selbstzweck, sondern sorgen dafür, dass Wasser aus der Leitung kommt, Fernwärme geliefert werden kann und Abwasser entsorgt wird", resümiert Stadträtin Elke Kahr. Andere Baustellen dienen wiederum dazu, die Verkehrsinfrastruktur in Schuss zu halten bzw. auszubauen. „Generell wird versucht, notwendige Sanierungen mit Maßnahmen für die Sicherheit von FußgängerInnen und RadfahrerInnen sowie der Gestaltung mit Grünraum zu verbinden", hält DI Thomas Fischer, Leiter des Straßenamtes, fest.   

Abstimmung ist Trumpf

Wichtig ist die zeitgerechte Abstimmung von Bauvorhaben und Grabungen unter den städtischen Abteilungen, den Sparten der Holding und den Bau- und Leitungsträgern. Diesem Prozess hinterlegt ist die digitale Langfristplanung „Let´s plan together" der Holding. Seitens des Straßenamtes wird auch überwacht, dass es durch parallel angesuchte Baustellen oder sich überschneidende Umleitungsrouten nicht zu Beeinträchtigungen des Verkehrsgeschehens über Gebühr kommt.

Seitens der Holding erfolgt die Information über eine 3 x im Jahr erscheinende Baustellen Info-Broschüre (die nächste Ausgabe ist vor der Karwoche geplant) sowie online über die Homepage graz.at, wo die aktuellen Baustellen mit Zeitplan sowie das das geplante Jahresprogramm abrufbar sind.

Baustellen mit größerer Verkehrsrelevanz

Schild Achtung Baustelle © KK
Schild Achtung Baustelle© KK
  • Exerzierplatzstraße - Bahnunterführung
    Erneuerung Brückentragwerk
    Totalsperre ab Anfang März
  • Mariatroster Straße (Schienentrasse)
    Schienentausch und zweigleisiger Ausbau zwischen den Haltestellen Kroisbach und St. Johann
    Schienenersatzverkehr
    April bis Schulbeginn
  • Eggenbergerstraße - Eggenberger Allee im Bereich Kreuzung alte-Post-Straße: Schienenneuverlegung (Gleisbogen), Kreuzungsumbau
    Sperre in Fahrtrichtung stadteinwärts; Umleitung über Eckertstraße - Köflacher Gasse
    Mai bis Schulbeginn
  • Münzgrabenstraße, Moserhofgasse bis Münzgrabengürtel
    Schienen- und Leitungserneuerungen; Neubau Haltestelle und Umbau des Straßenraumes
    Totalsperre (ausgenommen Zufahrt für Anrainerverkehr); Umleitung in beide Fahrtrichtungen über Fröhlichgasse - C.-v.-Hötzendorfstraße - Steyrergasse
    Beginn Hauptferien bis voraussichtlich Ende Oktober
  • Karlauerstraße Bereich Betlehemgasse bis Köstenbaumgasse Anlage einer Busspur, Umgestaltung Straßenraum
    Termin noch offen
  • Georgigasse im Bereich Baiernstraße
    Schienenerneuerung
    Einfahrt von der Baiernstraße gesperrt, lokale Umfahrung
    nach Schulschluss im Juli

  • Waagner-Biro-Straße
    Schienenbau Smart City
    bis November

FAQs - häufig gestellte Fragen

Wieso wird auf Baustellen, die mit Verkehrsbeeinträchtigungen oder -sperren verbunden sind, nicht immer gearbeitet?
Das hat oft technische Gründe. Die Betonaushärtung z.B. im Zuge einer Fernwärmegrabung nimmt gewisse Zeit in Anspruch, Wasserrohre müssen vor Fertigstellung der Baustelle keimfrei gemacht werden. Derartige Arbeiten können 3 Tage oder auch 2 Wochen in Anspruch nehmen.

Warum wird eine Straße nach kurzer Zeit wieder aufgegraben oder neuerlich asphaltiert?
Eine Straße ist erst dann fertig, wenn auch der Frostkoffer erneuert wird. So kann es in Hochleistungsstraßen durchaus vorkommen, das in einem Jahr die Wasserleitung neu verlegt wird, im nächsten Jahr die in versetzter Lage befindliche Fernwärmeleitung. Würde man beides gleichzeitig machen, wäre eine Totalsperre notwendig.
Bei Grabungen, die nach Beendigung der Arbeiten mit Asphalt zugemacht werden, ist nach einer Setzungphase etwa im folgenden Frühjahr die Aufbringung des Feinasphalts notwendig.
Darüber hinaus gibt es mitunter unvorhersehbare Gebrechen oder Anschlusswünsche von Privaten, denen verpflichtend nachzukommen ist.

Warum muss in der Nacht gegraben werden?
An Hauptverkehrsrouten sind Nachtarbeiten unerlässlich, weil Sperren untertags schwerwiegende Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen hätten.


Wolfgang Wehap

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