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Erster Platz für Reininghaus

04.02.2021
Reininghaus wächst: Viel Grün auf dem neuen und zentralen Platz in Reininghaus sieht der Wettbewerbssieger studio boden vor. © studio bodenAuf einer Fläche von rund 10.000 m2 hat Vieles Platz. © studio bodenDer Platz ist mit der Architektur in gutem Einklang. © studio boden

Zentrum im Westen

Auf mehr als einem Hektar wird der zentrale Platz in Reininghaus zum urbanen Treffpunkt mit viel Grün, einem Wasserelement, Freizeit- und Veranstaltungsmöglichkeiten. Nach den Plänen des Wettbewerbssiegers, dem studio boden aus Graz.

Insgesamt 22 Planungsbüros aus ganz Österreich, Deutschland und der Schweiz hatten beim EU-weiten, offenen, einstufigen und anonymen Realisierungswettbewerb für den neuen Reininghausplatz Pläne und Ideen abgeliefert. Der erste Platz ging an einen Entwurf aus Graz. Das studio boden überzeugte das Preisgericht mit einem Projekt, das nach weiteren Detailplanungen und kleineren Adaptierungen zum urbanen Zentrum des knapp 100 Hektar großen Reininghausareals werden soll.

Platzreife für Reininghaus

Bürgermeister Siegfried Nagl © Stadt Graz/Fischer
Bürgermeister Siegfried Nagl© Stadt Graz/Fischer

Für den Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl entsteht mit dem Platz ein Herzstück des ständig wachsenden und jungen Stadtteils Reininghaus: „Hier werden nicht nur 10.000 Menschen leben und Tausende Menschen arbeiten, auch an die Tausend Schülerinnen und Schüler queren dann Tag für Tag diesen Platz. Er ist also ein perfekter Dreh-, Angel- und Treffpunkt und wird vielen Ansprüchen gerecht. Ich kann ihn mir gut als urbanes Freiluftwohnzimmer vorstellen: Bankerlsitzen unterm Blätterdach der Bäume, Abkühlen bei der Wasserfläche, Schach-, Tischtennis- oder Boulespielen, Gustieren und Einkaufen bei einem Markt sowie das Besuchen einer öffentlichen Veranstaltung sollen und können dort möglich sein. Hier ist aber auch Platz für einkalkulierte Veränderung. Der Platz ist nicht statisch. Hier entsteht Neues, hier wird das Leben pulsieren und hier zeigen wir, wie aus einer einstigen Utopie ein Platz für viele weitere Generationen wird."

Von der Utopie zum zentralen Platz

Hans-Peter Weiss © Wolfgang Zlodej
Hans-Peter Weiss© Wolfgang Zlodej

Der öffentliche Raum mit seinen vielen Funktionen und Ansprüchen bekommt nun auch in Reininghaus ein modernes Gesicht. „Mit dem Quartier 12 entwickelt und errichtet die ARE neben Gebäuden zum Leben, Lernen und Arbeiten auch das Herzstück des neuen Stadtteils, den Reininghausplatz. Der großzügig angelegte Platz führt zu wichtigen öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Gastronomie und Nahversorgern, dient als Treffpunkt und lädt zum Verweilen ein. Das Siegerprojekt von studio boden überzeugt durch die offene Gestaltung und eine vielfältig nutzbare Fläche mit einer starken Verbindung zur Natur.", so Hans-Peter Weiss, CEO der ARE Austrian Real Estate. Mit dem neuen Platz soll ein breites Angebot für ein abwechslungsreiches städtisches Leben geschaffen werden. Der Quartiersplatz bildet mit der gewerblich bespielten Sockelzone das urbane Pendant zum üppig begrünten Reininghauspark.

Lebendige Mitte für lebendigen Stadtteil

Stadtbaudirektor Bertram Werle © Stadt Graz/Fischer
Stadtbaudirektor Bertram Werle© Stadt Graz/Fischer

Nicht nur als Treffpunkt, sondern auch klimatisch spielt der Reininghausplatz eine wichtige Rolle, „Begrünung und Beschattung sind wesentliche Bestandteile. In die Planungen flossen deshalb Daten einer Klimaanalyse, von Windströmungen und von Beschattungen durch andere Gebäude mit hinein", erklärt Stadtbaudirektor Bertram Werle. „Der Platz deckt aufgrund seiner Größe aber auch das Bedürfnis nach Veranstaltungen und Märkten ab. Gemeinsam mit dem drei Hektar großen Park schaffen wir hier urbane Optik und Lebensgefühl, die dem neuen Zentrum im Westen gerecht werden."

Guter Einklang mit Architektur

Stadtplanungschef Bernhard Inninger © Stadt Graz/Fischer
Stadtplanungschef Bernhard Inninger© Stadt Graz/Fischer

Für Stadtplanungschef Bernhard Inninger ergibt sich der Reiz des neuen Bereichs, dessen Planung durchaus anspruchsvoll war, daraus, „dass die Funktionen, die der Platz abdeckt auch in gutem Einklang mit der Architektur der Umgebung stehen. Hier schaffen wir aber vor allem einen Platz für die Menschen und für das vielfältige Leben."

Platz für Vieles

Platz nehmen wird der neue zentrale Bereich, der rund 10.000 Quadratmeter misst, im Quartier 12, dem so genannten Schulquartier von Reininghaus, das die Allgemeinbildende höhere Schule, die städtische Volksschule aber auch, Wohnungen, Gewerbe und Gastronomie beherbergen wird. Die ARE Austrian Real Estate (ARE) lobte gemeinsam mit der Stadtbaudirektion/Stadtplanung einen freiraumplanerischen Wettbewerb aus, für den insgesamt 22 Teams gültige Entwürfe einreichten. Das Ergebnis brachte einen Grazer Sieg: Hinter dem studio boden rund um Andreas Boden landeten Landschaftsarchitektur Franz Reschke aus Berlin und 3:0 Landschaftsarchitektur Gachowetz Luger Zimmermann aus Wien auf den Plätzen.

Das Preisgericht unter Vorsitz von Architekt Clemens Kirsch begründet seinen Entschluss: „Der Entwurf vereint die erwünschte urbane Platzbildung mit einer reichen, locker gesetzten Durchgrünung. Es bildet großzügige Räume und zeichnet sich durch eine Entwicklungsoffenheit aus, die einen erst im Entstehen begriffenen Stadtteil bereichern kann". (Auszug aus dem Juryprotokoll)

Zum Reininghausplatz

  • Aufgabe des Wettbewerbes war die Gestaltung des neuen und künftig öffentlichen Stadtteilplatzes von Graz-Reininghaus.
  • Ausloberin des Wettbewerbes ist die ARE Austrian Real Estate in Kooperation mit der Stadt Graz
  • Fläche des neuen Platzes: rd. 10.000 m2
  • Schlichter, eleganter Platz mit zentralem Wasserelement
  • Der neue Stadtteilplatz wird wichtige Funktionen des öffentlichen Lebens ermöglichen und gleichzeitig den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen sein
  • Raum für Veranstaltungen, Märkte, Kunst und Freizeitaktivitäten
  • Mischung aus offener Platzfläche und kleinstrukturierten Bereichen mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten
  • Aufgelöstes Baumraster mit Blätterdach über Sitzbereichen; Insgesamt rund 60 Baumpflanzungen

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