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Helfen, wo Hilfe gebraucht wird

Kroatischer Botschafter nahm Scheck der Stadt Graz für Erdbebenopfer entgegen

17.02.2021

Der kroatische Botschafter Daniel Glunčić (3. v. r.) nahm dankbar den Scheck der Stadt Graz für die Erdbebenopfer in Kroatien entgegen. Am Bild v. l.: Fahrschulbesitzerin Brigitte Dubovsky, Stadtrat Kurt Hohensinner, Honorarkonsul Nikolaus Hermann, Vizebgm. Mario Eustacchio und Ivica Marijanovic, Mitinitiator der Spendenaktion. © Stadt Graz/Fischer

Als am 29. Dezember südlich von Zagreb die Erde bebte, war rasche Hilfe gefragt. Diese erhielt der kroatische Nachbar umgehend von der Stadt Graz, die sich mit der kroatischen Botschaft in Verbindung setzte und sich unterstützend einbrachte. So wurde etwa der Fahrschule Dubovszky und Ivica Marijanovic, Initiatoren der Spendenaktion, organisationstechnisch unter die Arme gegriffen. "Die Leute stellten sich in Zweierreihen an", zeigte sich Brigitte Dubovsky begeistert von der Hilfsbereitschaft der GrazerInnen. Innerhalb kürzester Zeit kamen somit Sachspenden im Gesamtwert von rund 300.000 Euro zusammen, die in vier Konvois ins Katastrophengebiet geschafft wurden - von Kinder- und Krankenbetten über Hygieneartikel und Lebensmittel bis hin zu Kleidung, Decken und Kinderspielzeug.

Die Stadt selbst spendete einen Scheck über 15.000 Euro, der am 16. Februar dem kroatischen Botschafter Daniel Glunčić übergeben wurde. "Es war wunderbar zu sehen, wie viele Menschen den Spendenaufrufen gefolgt sind", freute sich Stadtrat Kurt Hohensinner, der gemeinsam mit Vizebürgermeister Mario Eustacchio den Scheck überreichte. "Es ist ein schönes Zeichen dafür, dass man nicht nur auf Urlaub nach Kroatien fährt, sondern dass auch rasch und selbstverständlich geholfen wird, wenn es unseren Nachbarn schlecht geht!" Und Eustacchio ergänzte: "Die kulturelle Vergangenheit hat unsere beiden Länder so eng zusammengeschweißt. In dieser Katastrophe wurden die freundschaftlichen Bande stark sichtbar."

Gemeinschaft stärken

Der kroatische Botschafter beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt, flankiert von StR Hohensinner (l.) und Vize-Bgm. Eustacchio. © Stadt Graz/Fischer
Der kroatische Botschafter beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt, flankiert von StR Hohensinner (l.) und Vize-Bgm. Eustacchio.© Stadt Graz/Fischer

Dem konnte sich der kroatische Botschafter nur anschließen: "Die räumliche Nähe und die Verbundenheit von Kroatien und Österreich machen es möglich, dass es im akuten Katastrophenfall keine PR braucht, um Hilfe zu bekommen und füreinander da zu sein. Das ist es, was unsere beiden Länder auszeichnet." Er hofft auch in Zukunft gemeinsam Möglichkeiten zu finden, wie man sich gegenseitig ergänzen kann - sei es in der Jugendarbeit, beim Sportjahr oder im Rahmen der EuroSkills, die ja im Herbst in Graz über die Bühne gehen werden.

Zum Abschluss seines Besuches trug sich Glunčić noch ins Goldene Buch der Stadt Graz mit diesen Worten ein: "Es ist für mich eine große Ehre, hier in dieser Stadt zu sein. Graz, der Stadt mit Herz! Danke den Bürgern und Kollegen im Rathaus!"

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