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Der Countdown läuft! Online-Radumfrage endet bald

20.05.2021

Graz will's wissen

Die Radoffensive sorgt für Bewegung – durch die Online-Umfrage können alle GrazerInnen mitreden.
Die Radoffensive sorgt für Bewegung – durch die Online-Umfrage können alle GrazerInnen mitreden.© Mathias Kniepeiss/Radmobil Steiermark

Stadt und Land rufen die BürgerInnen zur großen Radfahr-Umfrage auf. Welche Infrastruktur braucht's? Wo gibt es Bedarf? Welche Lösungen werden bevorzugt? Reden Sie mit!

Bis dato haben rund 7.000 Personen bei der aktuellen Grazer Radfahrumfrage mitgemacht, ihre Vorstellungen, Wünsche und Ideen eingebracht. Nur noch bis 23. Mai kann man mitmachen, Ergebnisse gibt es dann im Juni.

Das Land Steiermark und die Stadt Graz setzen mit der „Radoffensive 2030" ganz gezielt auf das umweltschonende und flotte Fortbewegungsmittel Fahrrad. Immerhin werden dafür im Großraum Graz in den kommenden Jahren 100 Millionen Euro investiert. Die Radoffensive steht unter dem Motto, den „Groove" wieder zurück auf die Straßen zu bringen. Aktive Bewegung und mehr Lebensqualität in der Stadt stehen dabei im Mittelpunkt. Dies funktioniert nur im Miteinander.

Damit das gelingt und sich möglichst viele gemeinsam auf einen guten Weg machen, sind alle Menschen gefragt, die in Graz unterwegs sind. Seit Anfang Mai kann jede/r Interessierte online an der groß angelegten Umfrage teilnehmen und bis 23. Mai 2021 neben demografischen auch 20 konkrete Fragen zu Wünschen und Mobilitätsverhalten beantworten:
Umfrage zum Radfahren in Graz

Die Umfrage dauert maximal 10 Minuten und beinhaltet Fragen wie:

  • Welche Radfahrmaßnahmen wünschen Sie sich?
  • Wie bewerten Sie die Radinfrastruktur?
  • Wo wünschen Sie sich Abstellanlagen?

Zudem gibt es unter „Was Sie uns sagen wollen" genügend Platz für eigene Vorschläge und Wünsche an die künftige europäische Fahrradhauptstadt.

Im Juni werden die Ergebnisse der m(Research-Umfrage erwartet, die als Grundlagen für weitere Planungen herangezogen werden. Zudem werden Maßnahmen „abgeklopft", die sich die Menschen in puncto Aufenthaltsqualität für Graz in der Zukunft erwarten.

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Ihre Kommentare (26)

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  • Marica Bodružic, 02.06.2021,
    Fahrrad Weg

    Es wäre super wenn sie Georgie Gasse bis Beiernstraße Fahrradweg verbinden, und Fahrradweg von Puntigam mit dem Fahrradweg Rosegger Straße verbinden, es fällt nur ein kleines Stück.
  • Hannes, 29.05.2021,
    Einfache Maßnahmen zuerst

    Die Stadt zeigt Leadership: der Bürgermeister fährt mit gutem Beispiel voran!
  • Hannes, 29.05.2021,
    Einfache Maßnahmen zuerste

    Liebe Stadt, wir wüssten da was:
    Wie wärs mit vernünftigen Radwegen zwischen den 4 Unis??? Und zwar mit Vorrang, ohne Umwege, Straßenbahnschienen und Dooring-Gefahr? 57 000 Studierende würden es euch danken! Also, #MoVeIt, wir brauchen endlich #mehrplatz und #mehrplan und eine #platzFAIRteilung…🚴‍♀️🚴🚴‍♂️
  • anonym, 27.05.2021,
    Radfahrer

    "Europäische Fahrradhauptstadt" ist eine schöne Bezeichnung, trifft aber leider nicht zu.
    Ich würde gerne einmal unseren Herrn Bürgermeister S. Nagl und die verantwortlichen Stadtpolitiker für den Verkehr, mit dem Fahrrad quer durch Graz radeln sehen, denn die Praxis zeigt die traurige Wirklichkeit.
    Wie ist z.B. die "Smart City" von der Innenstadt aus mit dem Fahrrad sicher erreichbar? Kommt man von der Kalvarienbrücke (Murradweg) zum UKH ? Wer einmal die Peter-Tunner-Gasse durch die Bahnunterführung durchfahren hat, weiß um die Gefährlichkeit dieser Strecke!! In der Lastenstraße endet der 50m lange "Radweg" nach Grabungsarbeiten über eine neu gelegte Gehsteigkante!
    Hoffentlich wurde beim Ausbau der Waagner-Biro-Straße auch an die hoffentlich zahlreichen Radfahrer in der Smart City gedacht.
    Leider wird das Radfahren bei uns immer gefährlicher und für Schulkinder nicht empfehlenswert!!
  • anonym, 25.05.2021,
    Radfahrer

    man möge mit einem Fahrrad die Conrad von Hötzendorf Straße vom Station bis Grazbachgasse fahren. Dann noch den Murradweg einmal von Süden nach Norden. Alles zur durchschnittlichen Stoßzeit.

    Wenn man dann noch nicht verstanden hat woran es mangelt, dann hilft eine Umfrage vermutlich auch nicht mehr.
  • Anonym, 20.05.2021,
    Potential Radwege

    1. Welche Radfahrmaßnahmen wünschen Sie sich?
    - Besserstellung der Radfahren bei Ampelschaltungen gegenüber Autoverkehr. Wenn man wirklich Radhauptstadt Europas werden will muss man Radfahrer bevorzugen. Die Wartezeiten bei manchen Ampeln sind einfach für Autos besser. (z.B. Kepplerstraße Höhe Neubaugasse)
    - Radfahrwege erweitern: Vorallem in der Innenstadt eine gute Lösung die nicht "Zick-Zack" durch kleine Gassen erfordert und zwischen Entgegenkommenden udn parkenden Autos zu eng sind. Auch Am linken Murufer der Radweg zwischen Kepplerbrücke und Hauptplatz ist viel zu eng. Hier ist dringend Handlungsbedarf. Augarten als einer der HAUPTRADROUTEN wurde für Radfahren viel gefährlicher
    - Kontrolle der Autofahrer auf SEITENABSTAND: Mir passiert es am Berufsweg täglich, viel zu knapp von Autofahrer überholt zu werden, dass macht Radfahren einfach gefährlich.
    2. Wie bewerten Sie die Radinfrastruktur?
    Schlecht, wenn man bedenkt der Südgürtel wurde für >100 mio € gebaut, auch die Anbindung Reinighaus (>100 mio €) wollte man diskussionslos durchboxen, ist das Verhältnis zu neuen Radwegen einfach lächerlich.
    3. Wo wünschen Sie sich Abstellanlagen?
    Bedenkt man den Raumbedarf Auto/Fahrrad und wie viele Autoparkplätze es gibt, muss man sich eher Fragen, wieso gibt es nicht VIEL MEHR Fahrradabstellplätze. Auf dem Platz von einem Auto haben ohne Probleme 10 Räder platz.
  • Martin Hagmüller, 20.05.2021,
    Reine PR

    Diese "Umfrage" ist reine PR, damit die Stadt sagen kann, dass sie ja eh was tut. Um den Radverkehr in Graz zu verbessern braucht es keine neue Umfrage. Es gibt genug Studien, Vorschläge, Vorbilder von anderen europäischen Städten. Z.B. die Niederlande und Dänemark zeigen was möglich ist wenn man will.
    Nur ein Beispiel:
    Warum ist die Situation am Kai immer noch so katastrophal, obwohl das offensichtlich ist? Ah Autos brauchen einfach bis zu 6 Spuren, da kann man nichts machen. Warum brauchen wir für Autos eine Schnellverbindung mit Tunnel von Reininghaus in die Innenstadt Innenstadt? Könnte auch eine Radschnellverbindung sein.
    Ich befürchte mit dieser Stadtregierung wird sich die Situation 2030 nicht signifikant zum besseren entwickelt haben.
  • HHW, 19.05.2021,
    keine Radwege - keine Radfahrer

    Es liegen ausreichend und gute Fahrrad/Verkehrs-Konzepte seit geraumer Zeit auf dem Tisch.
    Die Stadt-Politik versucht mit PR und Anzeigen alles zu verschleppen und Mini-Lösungen anzubieten. Das bringt nichts! Kinder und besonders ältere und ungeübte Personen haben Angst beim Radfahren.
  • Wolfgang Dokonal, 19.05.2021,
    Fehlendes NETZ

    Das Hauptproblem sind die fehlenden Radwege - NETZE.
    Überall wo es schwierig wird und der Platz fehlt hat das Auto den Vorrang und der Radfahrer muss entweder Umwege fahren oder sich im dichten Verkehr gefährden - großes Problem für Kinder und ältere Radfahrer.
    Es müsste in jedem Widmungs und Bauverfahren in der Stadt geprüft werden welche Auswirkungen bzw. Potentiale für das Rad das Vorhaben hat.
    Und wenn in einigen Fällen wirklich nicht genug Platz ist darf der Radfahrer nicht einfach mit einem Schild "Ende des Radweges" oder komplizierten Umwegen im Regen stehen gelassen werden, sondern es muss das Netz mit kombinierten Rad-Fußwegen oder kombinierten Fahrspuren für Autos und Rad (mit Einzeichnen von Fahrradspuren auf der Fahrbahn wie in Holland) zu einem durchgängigen Netz ausgebaut werden.
    Dann kann das Rad seine Vorteile erst so richtig ausspielen.
  • Franz Wenzl, 19.05.2021,
    Verkehrsflächenaufteilung

    Ich möchte mich hier nicht beim Suchen von Schuldigen beteiligen, sondern, konstruktiv einbringen.
    Für den Fahrradverkehr gibt es sehr oft keine durchgehenden, breiten und damit sicheren Radwege. Deshalb wird das Auto nicht nur aus Bequemlichkeit, sondern auch aus Sicherheitsgründen gegenüber dem Fahrrad verwendet. Mein Vorschlag wäre, die vorhandene Verkehrsfläche in Graz im Verhältnis der Verkehrsteilnehmer aufzuteilen. Damit würde vermutlich der Radverkehr mehr Platz erhalten. Womit wahrscheinlich derzeitige sicherheitsdenkende Autofahrer auf Rad umsteigen würden. Da das Fahrrad sowohl deutlich weniger Platz für das Fahren als auch für das Parken benötigt, hätte beide Verkehrsteilnehmer mit der vorhandenen Verkehrsfläche mehr Platz. Wäre das nicht eine Win-win-Situation. Es gebe wahrscheinlich damit keine guten oder bösen Radfahrer bzw. keine guten oder bösen Autofahrer die sich gegenseitig Platz wegnehmen.
    Würde mich über eine Stellungnahme sehr freuen.
    Mit radfahrfreundlichen Grüßen
    Verkehrsflächenaufteilung
  • Ben Hemmens, 19.05.2021,
    Konsultationsmüde

    Ich bin der vielen, teilweise zeiträubenden Möglichkeiten der "Partizipation" müde und nach 10 Jahren absoluten verkehrspolitischen Stillstands ist mein Frust gigantisch. Zur Unterhaltung wird eine Sau nach der anderen durchs Dorf getrieben – Murgondel, U-Bahn, Tiefgaragen in der FuZo, zwischendurch ein paar Verbote (Alkohol, Betteln, Skater, Handy in der Bim) aber Politik fehlt, Strategie fehlt, Vision fehlt – scheinbar komplett. Man muss sich fragen, wozu die führenden Persönlichkeiten in der Stadtregierung da sind, weil sie keine Politik machen.

    Zum Radverkehr spezifisch: man ist oft nach der Zeit Edeggers nostalgisch. Das ist überholt. Damals haben wir die Stufe erreicht, dass Radfahren eine nette Ergänzung zu den sonstigen Verkehrsarten ist. Seit mindestens 20 Jahren geht es aber um einen ganz anderen Schritt: Wird der Radverkehr als strategisch wichtigen Teil des gesamten Verkehrssystems gesehen? Bisher regiert noch immer überwiegend das Residualprinzip. Das müsste überwunden werden. Graz hat das Potenzial, dass 40% oder mehr der Personen-Wege und mittlerweile dank e-cargo-Bikes auch einen großen Anteil des lokalen Warentransports per Rad stattfinden. Aber nur, wenn dafür Straßen konsequent und strategisch in Anspruch genommen und umgestaltet werden – ja, unter Verdrängung anderer Nutzungen, hautsächlich Beparken und befahren mit Kfz. Mit einem Bruchteil der Kosten für die U-Bahn könnte die ganze Stadt mit einem integrierten Netz aus aktiver Mobilität und ÖV ausgestattet werden, wäre gesünder, lebenswerter und effizienter, und könnte das Bevölkerungswachstum bewältigen.
    Wer. geht. das. endlich. an.
  • DI Gottfried Zechner, 19.05.2021,
    Umfrage zum Radfahren in Graz

    Graz hat angeblich einen Fahrradbeauftragten. Was sind seine Aufgaben und was sind seine Kompetenzen? Gibt es eine E-Mail-Adresse?
  • Stadtbaudirektion, 19.05.2021,

    Lieber Herr DI Zechner!
    Anbei der Link zum Radverkehrsbeauftragten, dort finden Sie auch seine Kontaktdaten:
    https://www.graz.at/cms/beitrag/10294280/7759964/Radverkehr.html

    Liebe Grüße, Verena Schleich aus der Stadtbaudirektion
  • mf, 18.05.2021,
    Politik möchte nichts ändern!

    Diese Umfragen sind das selbe wie Arbeitskreise...man vermittelt den Eindruck von Veränderung dabei möchte man nichts ändern.
    Wollte man wirklich ein neues Verkehrskonzept, hätte man es längst gemacht. Bgm. NAGL hatte viele Jahre zeit etwas, abseits von völlig absurden Ideen wie der Murgondel oder U-Bahnen umzusetzen, aber dafür fehlt der Wille. Stattdessen will man Freunderl bedienen oder warum sonst wird soviel über recht teure Maßnahmen diskutiert anstatt über wirkungsvolle? Farbe auf Straßen oder eine optimiertere Ampelschaltung kostet kaum etwas , eine Maut würde sogar Geld bringen, aber lieber weiter wurschteln und uns allen mit der schlechten Luft LEBENSZEIT nehmen. Es ist doch absurd was in Graz abgeht, Planlosigkeit überall. Die Ampelsprints sorgen auch nicht für bessere Luft, so etwas wie Anzeigetafeln "grüne Welle bei 35km/h" hingegen schon. Das funktioniert in anderen STädten hervoragend, nur in Graz nicht.

    Wer wirklich etwas ändert wird -wie die KPÖ- abgezogen, damit sie sich nicht neben der ÖVP profilieren kann. Solange wir weiterhin diese Art von MACHTPolitik anstatt Sachpolitik wählen und uns von gut gemachter Werbung einlullen lassen, wird sich nichts ändern.
  • CHB (die mich kennen, wissen schon, wer), 11.05.2021,
    Österreich ist heute in den 70er Jahren

    Diese Umfrage dient vermutlich der Beschwichtigung, nicht einer Änderung. Ich weiß nicht, ob Graz das je aufholen kann. Meine Aktivitäten bei der Radlobby habe ich aus Hoffnungslosigkeit eingestellt. Es gibt in Graz den politischen Willen nicht, Radler/innen eine menschenwürdige Existenz zu ermöglichen.

    Was ich aber an der Kommentarseite mitgeben möchte: Man KANN ein MITeinander erreichen. Man sollte niemals ein Verkehrsmittel fördern, indem man andere verbietet oder mit verbietenden Einschränkungen versieht. Dutrch Förderung des Gewollten (hier in ganz Österreich: das Auto) erreicht man, dass andere Verkehrsmittel automatisch zurückgehen. Reagiert man mit Verboten, treibt man einen Keil zwischen die Verkehrsteilnehmer. Ein Gegeneinander im Straßenverkehr geht für wen am besten aus? Richtig. Für den STÄRKSTEN. Das sollte man unbedingt bedenken.
  • Stephan Weißenbäck, 10.05.2021,
    Leben und Leben lassen

    Es brauch nur Menschen die sich an die existierenden Verkehrsregeln halten. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer wer auch immer, einfach jeder...
    Radfahrer die über Zebrastreifen und Gehsteige abkürzen und dabei ihr eigenes Leben riskieren, und oder Autofahrer die zu knapp überholen und Wege verstellen. Alles nicht gut, jeder soll sich an die Regeln halten dann gibt es auch keine Probleme, dann brauch wir auch keine Lösungen dafür... Mir persönlich sind Rennradfahrer der größte Dorn im Auge (für mich sind sie die Asozialsten Verkehrsteilnehmer, ich weiß nicht jeder aber leider die meisten!) da die zum Großteil überall fahren wo sie gerade wollen, zu schnell fahren, auf Straßen fahren obwohl es Radwege gibt, mitten auf der Straße fahren also nicht am Rand, auf Landstraßen wo die Autos mit 80 oder mehr dran vorbei müssen, die versteh ich beim besten willen nicht, ob die ein recht dazu haben oder nicht, ich persönlich möchte mich nicht von einem LKW auf der Landstraße überholen lassen, und wenn ein Radreifen mit einem Kieselstein nicht zurecht kommt da man sonst stürzen würde (oft gehörte ausrede), naja dann ist das Fahrrad ganz schlicht und einfach nicht straßentauglich!
  • anonym, 09.05.2021,

    Sind die Ergebnisse dieser Umfrage in irgendeiner Form bindend, oder steht die beschwichtigende Funktion im Fordergrund?
    Es wird nicht ausreichen so zu tun, als ob man das Bedürfnis nach einer Verkehrswende ernstnimmt.
  • anonym, 09.05.2021,

    Es ist leider dasselbe wie überall, als Radfahrer ist man massiv benachteiligt und kann froh sein, wenn einem nichts passiert. Obwohl man am wenigsten Platz braucht, wird man diskriminiert. Radwege enden im Nichts, das muss man sich mal bei Autostraßen vorstellen. Die Autofahrer benehmen sich als hätten sie noch nie einen Radfahrer gesehen, überholen knapp und gefährden einen fortlaufend. Man kann schon beinahe froh sein, wenn sie "nur" am Radweg parken oder ihn verstellen.
  • Anonym, 09.05.2021,
    Kritik der derzeitigen autofreundlichen 60er-Jahre-Verkehrspolitik

    Neben dem Lärm-, Abgas-, CO2- und Sicherheitsproblem herrscht auf den Grazer Straßen vor allem massive Platznot, die aus der zu großen Anzahl von Autos mit viel zu wenigen Passagieren resultiert.
    Nun kann man hier in der Lösung dieses Platzproblems ein sehr einfaches ethisches Prinzip anwenden: Jene, die der Allgemeinheit schaden, also viel Platz brauchen, sollen in ihrem Komfort eingeschränkt werden bzw. diesen sehr teuer bezahlen, also „bestraft“ werden. Dies sind ganz klar die Autofahrer. Jene, die der Allgemeinheit durch Platzsparen das Leben leichter machen, also Fußgänger, Radfahrer und Öffi-Nutzer, sollen dafür belohnt werden.
    Die „Belohnung“ für die Platzsparer:
    •Gratis-Öffis für alle
    •Bevorrangung und Beschleunigung von Öffis und der Radfahrer und Fußgänger (zB immergrüne Fußgänger- / Radfahrerinnen - Ampeln, die nur für den Fall, dass Autos queren wollen, für diese zwischenzeitlich auf Durchfahrt schalten – also Umkehrung des Prinzips)
    •Ein ordentliches geschlossenes Netz von breiten Radwegen und Radhighways
    •Mehr sichere Rad-Abstellplätze

    Die „Bestrafung“ für die Platzverbraucher:
    •Flächendeckend im Stadtgebiet Kurzparkzonen (max. 2h) mit extrem hohen Parkgebühren (mind. 10€/h)
    •Verlangsamung des MIV zugunsten der Öffis. Beispiel: In der Kärntnerstraße und allen anderen großen Einfallsstraßen breite Busspuren und Radwege in beide Richtungen; es verbleibt somit für die Autos nurmehr EINE Spur, die beide Fahrtrichtungen aufnehmen muss. Also kann mittels Ampelregelung immer nur ein Einbahnverkehr in eine Richtung stattfinden, und man wartet im Auto 10 Minuten aufs Fahren. Der Bus hingegen ist in der Zwischenzeit schon am Ziel.

    Es ist nur mit schmerzhaften Maßnahmen möglich, den Lärm- und Verkehrskollaps in Graz zu beheben. Das heißt, Autofahren soll nicht unmöglich gemacht werden, aber eben viel langsamer, komplizierter und teurer, denn die Leute gehen immer den Weg des geringsten Widerstandes. Zusätzlich brauchen wir dringend eine U-Bahn!
  • Karl Reiter, 08.05.2021,
    Reduktion der Kfz-Privilegien

    Umfragen zum Thema machen ist löblich.
    Aber viel wichtiger wäre es endlich was für den Radverkehr zu tun. Das bedeutet, dass Radverkehrsanlagen da errichtet werden sollen, wo sie gebraucht werden und nicht nur da wo sie den Kfz-Verkehr nicht stören. Es ist Zeit endlich die Flächenprivilegien des Kfz-Verkehrs zu reduzieren.
  • anonym, 08.05.2021,
    Abstrafen

    Es kommt leider sehr häufig vor, dass Radwege von überproportionierten Autos versperrt werden. Da hilfts auch nicht die Radfahrer zu bestrafen die auf den Gehweg oder die Fahrbahn ausweichen müssen.
    Ein alternatives Transportmittel wie zB Skateboards zu nutzen ist nicht für jede Person möglich und inzwischen teilweise auch verboten
  • anonym, 07.05.2021,

    die kommentare sind ja der burner! zu 100% personen die ihre gestählten 100 Kilo Luxuskörper in einem 1,5 Tonnen Stahl SUV für 5 Minuten zum Hoferparkplatz steuern und sich dann aufregen warum die bösen Radfahrer besser aussehen, fitter & glücklicher sind.
    Herrlich!
  • Matthias Aberer, 07.05.2021,
    Konzepte

    Ich habe die Umfrage ausgefüllt und mir ist es definitiv ein Anliegen, dass die Fahrradinfrastruktur in Graz ausgebaut wird. Vor allem, weil ich mir meine Verkehrswege eben nicht mehr mit Fuß- und Spaziergängern teilen will.

    Allerdings frage ich mich, wieso das hier mit einer weiteren Umfrage behandelt wird? Die Stadt Graz, hat doch schon mehrere solcher Erhebungen gemacht und ich denke, dass Verkehrskonzepte wohl eher von Verkehrsexperten, und nicht von Meinungsexperten erstellt werden sollten. (Und das schreibe ich als ausgebildeter Soziologe.) Bitte setzen sie endlich Konzepte um, die von vielen Advokaten schon vorgeschlagen werden, als uns mit einer weiteren Umfrage zu vertrösten... Danke!
  • Franz Leskey, 07.05.2021,
    Radfahrer

    Rücksichtslosigkeit der Radfahrer was auf Gehsteige fahren. Wenn man nicht ausweicht wird man beschimpft. Auch solche was mit Kopfhörer fahren und nicht einmal eine Hube hören. Die Strafen sind viel zu gering und es wird Zuwenig überwacht.
  • André Menrath, 07.05.2021,
    @Peter Czylok

    Zu den Kopfhörern: Ich kenne selbst zwei Personen die Kopfhörer beim Fahrradfahren tragen, mit aktiver Geräuschunterdrückung. Sie hören dabei keine Musik, sondern reduzieren den Lärm der Autos, und hören dabei trotzdem noch alle Gefahrenquellen ausreichend. Mit dem Fahrrad am Glacis entlang fahren ist wirklich Ohrenbetäubend, viele Autos und LKWs rasen dort mit 70 Sachen auf vier Spuren an einem vorbei.
  • Peter Czylok, 07.05.2021,
    Radwege

    Es wäre wünschenswert wenn man die "Wahnsinnigen" (viel zu hohe Geschwindigkeit , Kopfhörer, freihändig fahren usw.) abstrafen sollte - zB durch häufiges Befahren der Radwege durch die Ordnungswache (diese sollte dementsprechend aufgestockt werden)