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Altbischof Kapellari zum Ehrenbürger ernannt

Höchste Auszeichnung der Stadt für emeritierten Bischof Dr. Egon Kapellari

02.07.2021

Livestream des Festaktes zum Nachsehen

Auf Einladung von Bürgermeister Siegfried Nagl und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer nahm der emeritierte Bischof Dr. Egon Kapellari heute im Rahmen eines großen Festaktes in der Alten Universität die Urkunde zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft entgegen.

In diesem besonderen Jahr 2021 feiert Altbischof Kapellari neben seinem 85. Geburtstag auch sein 60-jähriges Priester- und 40-jähriges Bischofsjubiläum. Der 33 Jahre lang zuerst als Kärntner - von 1981 bis 2001 -, danach bis 2015 als steirischer Diözesanbischof wirkende Jubilar gilt als Brückenbauer zwischen Kirche, Kunst und sozialem Engagement. Nun reihte er sich zwischen vier Persönlichkeiten, von denen Bürgermeister a.D. Alfred Stingl und Landeshauptmann a. D. Waltraud Klasnic an der Feier teilnahmen, in die aktuelle Riege der EhrenbürgerInnen ein.

Worte des Geehrten:
"Das Wort Jubelfest wäre für diese besonderen Wegmarken auf meinem Lebens- und Glaubensweg gerade in einer Zeit großer Umbrüche in Gesellschaft und Kirche überzogen. Im Rückblick gilt mein Dank als Mensch und Christ über alles hinaus Gott und unzähligen Menschen, denen ich im Laufe von Jahrzehnten auf besondere Weise begegnen konnte. Als Bewohner der Stadt Graz bin ich ein Bürger der sehr lebendigen und dynamischen zweitgrößten Stadt Österreichs, die sich als herausragende europäische Adresse erwiesen hat. Graz war und bleibt mein wichtigster Lebensort. Ich nehme die Ehrenbürgerschaft dankend und anerkennend an."

Impressionen des Festaktes

Überreichung der Urkunde zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Stadt Graz: Bürgermeister Siegfried Nagl, Bischof em. Dr. Egon Kapellari und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. (v.l.)Ehrenbürger Bürgermeister a.D. Alfred Stingl, Bürgermeister Siegfried Nagl, Ehrenbürgerin Landeshauptmann a. D. Waltraud Klasnic, Ehrenbürger Bischof em. Egon Kapellari und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. (v.l.)Eintrag des neuen Ehrenbürgers der Stadt.Der Festakt wurde musikalisch umrahmt von Friedrich Kleinhapl am Violoncello.Der Geehrte nimmt die Ehrenbürgerschaft dankend und anerkennend an.

Dank und Anerkennung

Bürgermeister Siegfried Nagl, auf dessen Initiative die Ernennung im Gemeinderat beschlossen wurde, betont die maßgeblichen Verdienste, die Kapellari als Bischof, Seelsorger und Brückenbauer leistete: Bischof Kapellari steht für ein kirchliches Selbstverständnis, das sich in spiritueller Tiefe und gebunden an die Tradition, an sozialem Engagement und kultureller Offenheit orientiert. Diese unsere höchste Auszeichnung bleibt Persönlichkeiten vorbehalten, die im besten Sinn des Wortes schon zu Lebzeiten Geschichte schreiben, die nicht nur Spuren hinterlassen, sondern maßgebliche Weichen gestellt haben. Zu den vier aktuellen Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger darf ich heute mit großer Freude eine weitere Persönlichkeit in diesen Kreis dankbar und mit großem Respekt aufnehmen: Bischof emeritus DDr. Egon Kapellari!"

Der Tradition folgend wird nach der Verleihung ein Portrait des Bischof emeritus im Grazer Rathaus zu sehen sein, das der Künstler Gottfried Pengg-Auheim gemalt hat.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer: In den vergangenen Jahrzehnten bewegte Egon Kapellari durch sein umfassendes Schaffen sowohl Kirche als auch Gesellschaft. Ein Bischof hört nie auf Bischof zu sein. So ist Egon Kapellari nach wie vor in Bewegung, oder viel mehr noch: Er schafft durch sein vielseitiges Tun und kritisches Denken immer neue Bewegung. Ein Diözesanbischof europäischen Formates, dessen Wirken stets von großem Respekt vor dem Amt geprägt war. Das zeichnet ihn nicht zuletzt als eine herausragende Persönlichkeit des österreichischen Katholizismus aus. Ich freue mich, dass ihm als Anerkennung für sein Wirken heute die Ehrenbürgerschaft der steirischen Landeshauptstadt verliehen wird."

Dr. Wilhelm Krautwaschl zur Ehrung seines Vorgängers: „Als 57. Bischof der Diözese Graz-Seckau hat Egon Kapellari stets versucht, Schritte zur Mitte, zu setzen - hin zu Jesus Christus. Diese Mitte ist für ihn kein bequemer Ort, sondern ein Platz des Ringens von Denken, Fühlen und Wollen, ein Platz von spiritueller Tiefe und Weite. Diese Mitte ist auch jener Ort, an dem Verletzbare und Verletzte Zuflucht finden. Dieser Ort ist Kirche schlechthin. Wenn Bischof Egon nun Ehrenbürger der Stadt Graz wird, ist das eine schöne Anerkennung für seine 33 Bischofsjahre und ein Zeichen dafür, dass diese christliche Mitte in unserer Gesellschaft weiter wichtig ist."

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Ihre Kommentare (1)

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  • anonym, 28.06.2021,

    2.MAI 2021?