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Ein Zeichen jüdischen Lebens in Graz

Ein mobiles Gebetshaus wurde am Hauptplatz eröffnet.

06.07.2021
Sichtbares Zeichen der jüdischen Gemeinde in Graz: Ein mobiles Gebetshaus befindet sich nun am Grazer Hauptplatz - zeitlich begrenzt.
Sichtbares Zeichen der jüdischen Gemeinde in Graz: Ein mobiles Gebetshaus befindet sich nun am Grazer Hauptplatz - zeitlich begrenzt.© Stadt Graz/Fischer

Was ist das? Viele Menschen bleiben seit gestern am Hauptplatz stehen und betrachten ein sternförmiges Objekt. In den Abendstunden wurde das "Geheimnis" gelüftet und das mobile Gebetshaus offiziell eröffnet. Es handelt sich dabei um ein Kunstwerk von Oskar Stocker und Luis Rivera, ein Projekt des Kulturjahres 2020. Im Rahmen einer Feierstunde wurde dieses in Anwesenheit von Bürgermeister Siegfried Nagl, zahlreichen VertreterInnen der Stadt- und Landespolitik sowie des Präsidenten der Jüdischen Gemeinde Graz, Elie Rosen, seiner temporären Bestimmung übergeben.

Mahnmal, Erinnerung und Versöhnung

Eröffnung des mobilen Gebetshauses in Anwesenheit zahlreicher Prominenz.
Eröffnung des mobilen Gebetshauses in Anwesenheit zahlreicher Prominenz.© Stadt Graz/Fischer

Eine begehbare Skulptur mit dem Grundriss eines Davidsterns, die sich mit Monitoren versehen der Stadt als Mahnmal zuwendet. Doch das Bethaus ist viel mehr, es ist auch ein deutlich sichtbares Zeichen des jüdischen Lebens in Graz. Die Künstler erklärten den Unterschied zur Synagoge in Gries: "Wir wollten auf Zeit direkt im Herzen der Stadt präsent sein, und in dieser findet auch keine andere Veranstaltung vor Ort statt."

Präsident Rosen, der das Kunstprojekt mitinitiiert hatte, verriet bei der Eröffnung, wohin dessen Reise nach der Station Graz-Hauptplatz gehen soll: "Ljubljana steht auf der Route und anschließend alle weiteren Partnerstädte von Graz."

Bürgermeister Nagl zeigte sich von der Notwendigkeit "sprechender" Kunst überzeugt: "Kunst muss wachrütteln, mahnen sowie erinnern und versöhnen. Ich freue mich über dieses Projekt ganz besonders. Etwas Vergleichbares gab es am Hauptplatz wohl noch nie."

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