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Erste Erfolgsbilanz der Grazer Rehkitzdrohne

30 Rehkitze konnten gerettet werden.

21.07.2021

Ende Mai bis Anfang Juni ist „Setzzeit": Rehkitze werden geboren und liegen während der ersten drei Lebenswochen, den Großteil der Zeit, alleine im hohen Gras. Ihre Mütter entfernen sich bewusst von ihren Jungen um keine potentiellen Feinde anzulocken und besuchen sie immer nur kurz um sie zu säugen.

Gleichzeitig beginnen Bauern das erste Mal ihre Wiesen zu mähen. Für die jungen Rehkitze eine tödliche Gefahr: Im hohen Gras sind die Tiere für Bauern nicht zu sehen. Selbständig flüchten können die Kitze noch nicht. Bei Mäharbeiten kommen deswegen immer wieder zahlreiche Rehkitze ums Leben. Schätzungen zufolge sterben in Österreich jährlich 25.000 Rehkitze den Mähtod.

Tierschutzstadtrat Mario Eustacchio mit Tierarzt Dr. Klaus HejnyEin gerettetes Rehkitz.Ein gerettetes Rehkitz.Ein gerettetes Rehkitz.Ein gerettetes Rehkitz.Eines der geretteten Rehkitze.

Um genau hier entgegenwirken zu können, hat Tierschutzstadtrat und Vizebürgermeister Mario Eustacchio gemeinsam mit Amtstierarzt Klaus Hejny und dem Veterinärmanagement eine Rehkitzdrohnenservice eingerichtet. Landwirte können die Drohne kostenlos anfordern. Die Wiese wird dann vor den Mäharbeiten mit einem Drohnenflug abgesucht. Beim Fund eines Jungtiers anhand der Wärmebildkamera, greift die „Tierschutzstreife" ein und legt das Tier an einem sicheren Ort wieder ab.

Eine erste Erfolgsbilanz

Zu Ende der Mähsaison ist es endlich an der Zeit eine Bilanz Erfolgsbilanz zu ziehen.

Bei etwa 82 km, die die Drohne dieses Jahr schon zurückgelegt hat, wurden insgesamt 30 Rehkitze gerettet. Die Drohne war dabei bei 101 Flügen 35 Flugstunden lang im Einsatz.
Bei jedem Flug waren immer 2 Beamte der Tierschutzstreife an der Seite. Zusätzlichen waren auch noch 9 hilfsbereite freiwillige Helfer an Bord, mit denen die Rettungsaktionen einen reibungslosen Ablauf hatten.