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Zur Erinnerung: Feuerwerke sind in Graz verboten!

28.12.2021

Silvester ohne Krach und Rauch ist zwar fast undenkbar, trotzdem darf das Sicherheitsmanagement der Stadt Graz daran erinnern: Laut Pyrotechnikgesetz ist die Verwendung pyrotechnischer Gegenstände ab der Kategorie F2 im Ortsgebiet verboten - also auch in Graz. Zur Kategorie F2 gehören zum Beispiel: Raketen, Batteriefeuerwerke, Feuertöpfe, Knallkörper, Doppelschläge, Blitzknallkörper, Knallfrösche, Sprungräder. 

Die Landespolizeidirektion Steiermark hat angekündigt, streng auf die Einhaltung des Pyrotechnikgesetzes 2010 zu achten. Bei Zuwiderhandlung gegen die Bestimmungen wird mit Anzeigen und Beschlagnahme der pyrotechnischen Gegenstände vorgegangen. Es drohen empfindliche Geldstrafen bis zu 10.000 Euro oder Freiheitsstrafe bis zu sechs Wochen. Doch darüber hinaus gibt es viele gute Gründe, um auf ein Feuerwerk zu verzichten: Denn neben der Gefahr schwerer Verletzungen und dem persönlichen Leid von Mensch und Tier durch übermäßigen Lärm, schont ein Verzicht auf ein Feuerwerk nicht nur Geldbörse und Umwelt, sondern auch unsere Gesundheit. Die Krankenanstalten und das Gesundheitspersonal sind aufgrund der Corona-Situation ohnehin am Limit und sollten nicht durch leichtsinniges und vermeidbares Verletzungsgeschehen zusätzlich belastet werden.

Feuerwerkskörper der Kategorie F1 unterliegen keiner Beschränkung hinsichtlich Besitzes und Verwendung; die Personen müssen aber das 12. Lebensjahr vollendet haben. Allerdings dürfen diese Feuerwerkskörper nicht innerhalb bzw. in unmittelbarer Nähe größerer Menschenansammlungen, sowie in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenanstalten, Gotteshäusern, Alters- und Erholungsheimen sowie Tierheimen und Tiergärten verwendet werden. 

Einige Supermärkte und Baumärkte sind bereits mit gutem Beispiel vorangegangen und haben Feuerwerks-Artikel aus dem Sortiment genommen. Damit steigt allerdings das Risiko, dass Personen illegale oder gar selbst gebastelte Pyrotechnik verwenden und sich damit schwer verletzen, warnt das Kuratorium für Verkehrssicherheit KFV. 

Im letzten Jahr gab es in Österreich trotz weitreichender Verbote mehrere Schwerverletzte durch Knallkörper oder Raketen. Neben unsachgemäßer und leichtsinniger Verwendung gelten illegal im Ausland erworbene Pyrotechnikartikel oder Selbstlaborate dabei als besonders häufige Ursache. Auch dazu informiert die Landespolizeidirektion: Besitz und Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen, die keine Bezeichnung, Kategorien- bzw. Klassenzugehörigkeit, keine Gebrauchsanweisung in deutscher Sprache und keine Abgabenbeschränkungen (Alter) enthalten, sind verboten. Der Eigenimport von Feuerwerkskörpern ist also nicht nur illegal, sondern birgt aufgrund möglicher Verarbeitungsmängel auch ein unkalkulierbares Risiko. 

Das Sicherheitsmanagement der Stadt Graz wünscht Ihnen einen guten und vor allem sicheren Rutsch und ein glückliches, gesundes Jahr 2022!

 

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