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KIRAS-Projekt B.PREPARED gestartet

15.02.2022

Unfälle mit Gefahrstoffen stellen Behörden und Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Mit verbesserten Entscheidungshilfe- und Notfallplanungsprozessen und darauf abgestimmten Werkzeugen will B.PREPARED einen Meilenstein in der Lagebeurteilung und Einsatzplanung setzen.

Entscheidungshilfesystem für Unfälle mit Gefahrstoffen

Die rechtzeitige Verfügbarkeit von auf aktuellen Informationen beruhenden und sorgfältig aufbereiteten Entscheidungsgrundlagen ist ein wesentlicher Faktor zur Beherrschbarkeit der Lage mit dem Ziel, die Beeinträchtigung der Gesundheit der Bevölkerung sowie Schäden an der Umwelt zu begrenzen.

B.PREPARED setzt sich zum Ziel, für die Entscheidungsträger:innen der Behörden ein Notfallplanungs- und Entscheidungshilfesystem für Unfälle mit Gefahrstoffen zu konzipieren, das durch vorbereitende Datenerhebung, laufende Aktualisierung des Bedrohungsbildes anhand von Referenzszenarien, Informationsaustausch mit Kräften vor Ort und über Modellrechnungen erstellte Gefährdungsprognosen dem jeweils aktuellen Informationsstand entsprechende Entscheidungsgrundlagen verfügbar macht.

Grundlage dafür ist die Gestaltung von Prozessen, die aus Referenzszenarien abgeleitet werden und alle an der Situationsbewältigung beteiligten Bedarfsträger einbinden, von geeigneten Verfahren für die Quelltermbestimmung sowie der situationsangepasste Einsatz von Modellrechnungen für die Gefährdungsprognose auch unter Berücksichtigung von relevanten Einflussfaktoren für verbautes Gebiet. Größter Wert wird darauf gelegt, Prozesse so anzulegen, dass ihre Akzeptanz bei den Akteur:innen gewährleistet ist, und die aus der Prognoseerstellung resultierenden Unsicherheiten in geeigneter Weise bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden können. In Form einer laborprototypischen Realisierung eines Portals in Zusammenwirken mit einem Stabs- und Lageführungssystem wird die Tauglichkeit der erarbeiteten Referenz-Prozesse für das Zusammenwirken von Behörden und Einsatzkräften erprobt.

Das von der DIGITAL Forschungsgruppe Cyber Security and Defence der JOANNEUM RESEARCH geführte Konsortium umfasst weiters die Forschungseinrichtungen DCNA und ZAMG, die Unternehmen Hexagon und IRIS, das Bundesministerium für Landesverteidigung, den Oberösterreichischen Landesfeuerwehrverband, die Magistratsdirektion der Stadt Graz, die Berufsfeuerwehren Wien und Graz, sowie die Betriebsfeuerwehr Chemiepark Linz.

Das mit einer Laufzeit von 2 Jahren geplante Projekt wurde mit einem Online-Kick-Off Meeting am 24. Jänner 2022 gestartet. Es wird innerhalb des Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) gefördert.

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