• Seite vorlesen
  • Feedback an Autor
  • Auf Twitter teilen
  • Auf Facebook teilen

Menschenrechtsbericht wird vor den Vorhang geholt

Im kommenden Gemeinderat wird der Menschenrechtsbericht vorgestellt

07.12.2022
Menschenrechte
© AdobeStock/song_about_summer

Der Menschenrechtsbericht der Stadt wird auf die politische Bühne geholt und in den Bezirken vorgestellt. Im Bericht 2022 - offizielle Präsentation ist am 15.12. im Gemeinderat - wird noch einmal der Fokus auf angemessenes Wohnen gelegt und erste Bilanz über neu eingeleitete Maßnahmen gezogen. Außerdem werden das vergangene Kultur- und das Sportjahr der Stadt Graz näher beleuchtet.

Menschenrechte müssen gelebt werden

„Wichtig ist, dass in der Menschrechtsstadt die Menschenrechte auch gelebt werden. Oft abstrakte Themen werden im Menschenrechtsbericht konkret benannt und bearbeitet, und darüber soll auch breit informiert und diskutiert werden", erklärt Bürgermeisterin Elke Kahr diesen wichtigen Beitrag der Stadt Graz im Vorfeld des „Tages der Menschenrechte" am 10. Dezember. Der Menschenrechtsbericht 2022 wird im Gemeinderat inhaltlich präsentiert, und zwar von der Vorsitzenden des Menschenrechtsbeirates, Angelika Vauti, und vom Leiter der Geschäftsstelle des Beirates, Klaus Starl. Davor wird er noch im entsprechenden Ausschuss vorgestellt und diskutiert.

Angemessenes Wohnen

Der Bericht 2022 greift noch einmal das Schwerpunktthema von 2021 „angemessenes Wohnen" auf. Die im Vorjahr erarbeiteten Empfehlungen sind die Grundlage für die nun gestellte Frage, inwieweit Politik und Institutionen der Stadt diese bereits umgesetzt haben. „Abgesehen vom städtischen Gebührenstopp für 2022 wurde der Zugang zu Gemeindewohnungen niederschwelliger gestaltet, die Möglichkeiten, die Wohnanfangskosten abzumildern, wurden verbessert und Unterstützungen wie durch den Sozialfonds `Graz hilft´ ausgebaut", resümiert die Bürgermeisterin. Außerdem wurde der BezieherInnenkreis für die „Sozialcard" verbessert, was einen „Türöffner" für Menschen bedeutet, denen es finanziell - auch trotz Erwerbstätigkeit - nicht so gut geht.

Der Menschenrechtsbericht 2022 ist wie gewohnt auch in einer Kurzversion in einfach verständlicher Sprache verfügbar. Zudem gibt es diese Kurzversion auch auf Englisch.

Sport, Kultur und Inklusion

Nachgehakt wurde im Bericht auch, wie das Sport- und Kulturjahr aus menschenrechtlicher Perspektive über die Bühne ging. Tatsächlich ist es gelungen, über das Sportjahr 2021 den Breitensport zu fördern und damit Bewegung stärker in den Alltag zu bringen. Dazu gehört auch, dass Kindern von Sozialcard-BesitzerInnen die Mitgliedschaft bei Sportvereinen finanziert wird, weil der Mitgliedsbeitrag kein Hindernis für eine sportliche Betätigung sein soll. Graz ist inzwischen auch Partnerstadt im „Global Active City"-Netzwerk, wo es um den gesellschaftlichen Mehrwert von Sport geht. Ein Schwerpunkt bei beiden Jahren war die Inklusion: So wurden in Graz im Rahmen des Sportjahres 2021 die ersten Tanzmeisterschaften ausgetragen, die sehr gut angekommen sind. Zudem wurde der generationenübergreifende Gedanke verfolgt, etwa bei der Bespielung von Bezirkssportplätzen. Das Thema Inklusion war auch im Kulturjahr 2020/21 im Blickpunkt. Es wurde einerseits geschaut, wie „offen" der Zugang zu Kulturstätten ist. Andererseits wurde die Frage nach der Inklusion auch gesellschaftlich gestellt: Wie gelingt es, möglichst viele Menschen unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft sowie Gruppen für Kunst und Kultur zu interessieren und einzubinden?

Nutzung des öffentlichen Raums

Durch die Corona-Pandemie wurde mehr Bedarf nach sozialen Orten im öffentlichen Raum angemeldet für Nutzungen im sportlichen wie auch im kulturellen Sinn. Der öffentliche Raum und seine Verwendung rückte stärker ins Bewusstsein, betreffend Parkanlagen, Platz- und Grünraumgestaltungen bis hin zu Begegnungszonen und Verkehrslösungen, die eine höhere Aufenthaltsqualität für BewohnerInnen und BesucherInnen mitberücksichtigen. „Es ist gut, zwischendurch Bilanz zu ziehen, und man sieht, dass schon vieles passiert ist - trotz schwieriger Bedingungen", fasst die Bürgermeisterin zusammen. „Unser Ziel ist es, die Stabilität des Gemeinwesens zu fördern und für die Verlässlichkeit von Einrichtungen und Angeboten der Kommune zu sorgen. Denn niemand soll in der Entwicklung unserer Stadt zurückgelassen werden."

Zum Bericht

In den kommenden Wochen und Monaten soll der Menschenrechtsbericht 2022 durch die Mitglieder des Menschenrechtsbeirates in die Bezirke getragen werden.

Der Menschenrechtsbericht 2022 ist in der Printausgabe über das ETC, Elisabethstraße 50B, kostenlos zu beziehen. Zum Downloaden gibt es den Bericht hier.

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).