• Seite vorlesen
  • Feedback an Autor
  • Seite drucken

Mag. Luise Kloos

Bürgerin der Stadt Graz

Gemeinderatsbeschluss am 12. Februar 2026, Festsitzung am 23. April 2026

Zur Person

Mag. Luise Kloos
Mag. Luise Kloos© Stadt Graz/Fischer

Luise Kloos wurde am 1. Juni 1955 in Judenburg geboren. Nach ihrem Studium der Pädagogik, Psychologie und Soziologie an der Karl-Franzens-Universität Graz und weiteren künstlerischen Studien an der Technischen Universität Graz sowie der Akademie der bildenden Künste in Wien begab sie sich schon früh auf einen künstlerischen Weg, der von Neugier, Offenheit und großer Vielseitigkeit geprägt war. Graz wurde rasch zu ihrem Lebensmittelpunkt und entwickelte sich zu jenem Ort, an dem sie künstlerisch wachsen, wirken und ein kulturelles Netzwerk formen konnte, das weit über die Stadt hinausstrahlt.

Die Stadt Graz ist in besonderer Weise mit ihrem Lebensweg verbunden. Hier begann Luise Kloos zu lehren, Workshops zu leiten und Menschen aller Generationen neue Zugänge zu Wahrnehmung, Zeichnung und Gestaltung zu eröffnen. 1995 gründete sie den Kunstverein „next", der seither internationale Projekte realisiert und Künstler:innen aus vielen Ländern miteinander vernetzt. Graz wurde für Kloos zu einem starken Ausgangspunkt weltweiter Dialoge und zugleich zu einem Ort, an den Impulse und Erfahrungen sie kontinuierlich zurückführten.

Luise Kloos zählt zu den vielseitigsten Künstler:innen des Landes - ihr Spektrum reicht von der Malerei und Zeichnung über Fotografie, Grafik, Installation und Performance bis hin zur Ausstellungsgestaltung. Ihre Werke entstehen häufig aus architektonischen Räumen, poetischen Strukturen oder alltäglichen Bewegungen. Ihr künstlerischer Leitgedanke lautet: Kunst heißt, den Menschen die Augen zu öffnen für die Welt, die sie umgibt.

Ihre Installationen, darunter jene im Yeshiva University Museum in New York und im Meštrović-Pavillon in Zagreb, zeugen von internationaler Anerkennung. Umfangreiche Studienreisen in die USA, nach Indien und Myanmar erweiterten ihre künstlerische Sprache und bereicherten zugleich die Grazer Kunstszene.

Von großer Bedeutung für Graz war auch ihr langjähriges kulturpolitisches Engagement. Als Präsidentin der Grazer „Gruppe 77" wirkte sie von 2011 bis 2014 und prägte diese Künstler:innenvereinigung entscheidend, förderte den Austausch innerhalb der lokalen Kunstszene und setzte Akzente für die Sichtbarkeit zeitgenössischer Positionen. Von 2004 bis 2012 gehörte sie dem Kulturbeirat der Stadt Graz an und brachte ihre umfassende Expertise ein. Zudem stand sie von 2009 bis 2022 dem Aufsichtsrat des Grazer Kindermuseums vor und trug maßgeblich zur Weiterentwicklung der kulturellen Bildungsarbeit bei.

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).

Zuständige Dienststelle