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MEMOR: Digitales Gedenkbuch und Denkmal der Grazer NS-Opfer

MEMOR ist ein digitales Gedenkbuch und Denkmal für die Grazer Opfer des Nationalsozialismus, entstanden aus jahrelanger akribischer Recherchearbeit. Es dokumentiert die Biografien der Opfer zwischen 1938 und 1945 und verzeichnet sie an ihren letzten freiwilligen Wohnadressen in Graz.

Auf der Plattform ns-opfer-graz.at führt eine digitale Karte zu diesen Wohnorten, über eine Biografieübersicht gelangt man zu den einzelnen Personen.

Zu MEMOR

MEMOR: Digitales Gedenkbuch der Grazer NS-Opfer
MEMOR: Digitales Gedenkbuch der Grazer NS-Opfer© Stadt Graz/Fischer

Die Daten von MEMOR stützen sich auf umfangreiche Recherchen in Archiven, Opfer-Datenbanken und Publikationen etwa aus dem Steiermärkischen Landesarchiv, dem Stadtarchiv Graz, aber auch aus dem Bundesarchiv Berlin oder der National Library of Israel. 

MEMOR soll sowohl als historisches Archiv als auch als Bildungsinstrument dienen und eine interaktive Plattform sein, die individuelle Opfergeschichten würdigt und außerdem breitere Verfolgungsmuster sichtbar macht. Durch die Digitalisierung der Geschichte der Opfer und durch die lokale Verortung der einzelnen Verfolgungsgeschichten im Grazer Stadtraum ist es jederzeit möglich, mehr über einzelne Personen, Personengruppen aber auch einzelne Bezirke oder Straßen zu erfahren.

Aktuell werden recherchierte NS-Opfer, die zum Zeitpunkt der NS-Machtübernahme im Jahr 1938 im Grazer Stadtgebiet ihren Lebensmittelpunkt hatten, in MEMOR dokumentiert und vorgestellt. Sie werden entsprechend den Gründen ihrer Verfolgung vorgestellt.

Ziel ist es, den Grazer NS-Opfern ihre Geschichte wiederzugeben, sie aber auch sichtbar zu machen. Um das zu erreichen, wird auch an die Bevölkerung appeliert: Wer weiterführende Informationen zu den verzeichneten Opfern oder bislang nicht bekannten Opfern hat, kann mit dem MEMOR-Team Kontakt aufnehmen unter memor.graz@uni-graz.at.

Neben Heimo Halbrainer, CLIO Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit, waren an dem Projekt unter anderem auch Gerald Lamprecht und Paul Ulrich, Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz und Heribert Macher-Kroisenbrunner, Universalmuseum Joanneum, beteiligt.

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