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Univ.-Prof. Dr.phil. Elisabeth List

Bürgerin der Stadt Graz

Gemeinderatsbeschluss am 19. April 2012, Festsitzung am 10. Mai 2012

Zur Person

Univ.-Prof. Dr.phil. Elisabeth List © Stadt Graz/Fischer
Univ.-Prof. Dr.phil. Elisabeth List© Stadt Graz/Fischer

Univ.-Prof.in Dr.in phil. Elisabeth List wurde am 4. Jänner 1946 in St. Veit an der Glan, Kärnten geboren. Nach dem Studium der Philosophie, Geschichte und Soziologie in Graz, Konstanz und Berlin promovierte sie im Jahre 1971 an der Karl-Franzens-Universität in Graz. Im selben Jahr wurde sie Universitätsassistentin am Institut für Philosophie der Universität Graz, Habilitation 1981 ebenda. Seit dem Jahre 1996 ist sie außerordentliche Professorin. Sie ist eine der führenden Wissenschafterinnen in Österreich auf dem Gebiet der Geschlechterdemokratie und Geschlechterforschung. Der Einsatz des Feminismus ist für Univ.-Prof.in Dr.in Elisabeth List eine Frage der Logik. Dies begründet sie folgendermaßen: „Wenn man wahrnimmt, dass Frauen in der Öffentlichkeit nicht präsent sind, so ergibt es sich von selbst, nach den Gründen zu fragen. Voraussetzung dafür ist aber ein Standpunkt der Fairness. Der Feminismus ist aus der Mode gekommen. Wir befinden uns in der Phase des Postfeminismus." Als wichtige eigene Werke in diesem Zusammenhang bezeichnet sie den Sammelband „Denkverhältnisse" und „Die Präsenz des Anderen".

Seit 1995 leitet sie die Arbeitsgruppe „Theorie, Kultur und Kritik" - Theorie der Kulturwissenschaften unter Berücksichtigung der interdisziplinären Kulturforschung am Institut für Philosophie. Seit 1998 ist sie die Leiterin der Arbeitsgruppe „Kulturwissenschaften der Geisteswissenschaftlichen Fakultät an der Karl-Franzens Universität Graz. Seit dem Jahre 1999 ist sie Vorstandsmitglied der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland. Gastprofessuren erfolgten in Bergen, Norwegen, Klagenfurt und Innsbruck.

Arbeitsschwerpunkte der Grazer Philosophin waren die Wissenschaftstheorie und Gesellschaftstheorie, Feministische Theorie und Wissenschaftskritik, Theorien des Körpers im kulturellen Kontext sowie Theorien des Lebendigen.
Ausgangspunkt ihrer Arbeit sei - nach eigenen Angaben - die Kritik an der Tradition der Wissenschaften, die Frauen ausgeschlossen hat als Thema und als Subjekte. Verstärkt widmet sie sich der Thematik des Körpers und der Rolle des Lebendigen in einer immer mehr von Technik bestimmten Welt.

Im Jahre 2011 wurde Univ.-Prof.in Dr.in Elisabeth List der Frauenpreis für ihr Lebenswerk verliehen.
 

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