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Gerti Pall

Bürgerin der Stadt Graz

Ernennung zur Bürgerin der Stadt Graz am 12. Mai 2016

Zur Person

Kammerschauspielerin Gerti Pall © Stadt Graz/Fischer
Kammerschauspielerin Gerti Pall© Stadt Graz/Fischer

Gerti Pall wurde am 13. März 1932 in Graz geboren. Hier verbrachte sie ihre Schulzeit, die sie mit der Matura an der Handelsakademie abschloss. Ihr sehnlichster Wunsch war es jedoch Schauspielerin zu werden, da in ihrem Elternhaus Sänger und Schauspieler ständig präsent waren. Schon im Kindesalter lernte sie Texte und die Theaterluft kennen, um für ihre ältere Schwester, die in der berühmten Schauspielschule Neuber-Gaudernak lernte, einspringen zu können und verblieb beim Theater. Die erste Rolle hatte sie als Baby inne. Sie war das Jesuskind in der Krippe. Erwin Gaudernak hat der Vierjährigen mit „Krampus und Krampulinus“ bereits eine Rolle auf den Leib geschrieben.

Nach dem Besuch der Schauspielschule bekam sie Ihr erstes Engagement  im Schauspielhaus Graz als Lieschen in Raimunds „Alpenkönig und Menschenfeind“. Weitere Verpflichtungen führten sie nach Stuttgart und Frankfurt, sowie an das Staatstheater Hannover. Auch die Wiener Festwochen konnten Gerti Pall für viele eindrucksvolle Theaterabende verpflichten. Seit dem Jahre 1972 endgültig nach Graz zurückgekehrt, gehörte sie dem Ensemble des Grazer Schauspielhauses an, dessen Stütze sie immer war.

Ihr Repertoire reicht vom klassischen Schauspiel bis hin zur Moderne. In zahllosen markanten Frauenrollen, war es ihrem großen künstlerischen Talent immer wieder gegeben, das anspruchsvolle Publikum durch ihre schauspielerischen Leistungen hinzureißen und unvergessliche Theaterabende zu bescheren. Egal in welches Kleid sie schlüpfte - ob als Herzogin von Olivarez in „Don Carlos, als Concièrge in der deutschsprachigen Erstaufführung von „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs, oder wie in der Spielzeit 2013/2014 als Avdotja Nasarovna in „Ivanov“ - verzückte sie das Grazer Publikum. Sie spielt jede Rolle mit unwahrscheinlicher Leidenschaft und Herzblut. Auch die bösen Rollen fallen ihr nicht schwer. “Bös´ ist ja auch viel schöner zu spielen“, meint sie. Ihre Texte lernte sie noch immer leicht an der frischen Luft. Sie liebte und liebt ihren Beruf, die Zusammenarbeit mit den jungen Kollegen und freut sich immer auf neue Herausforderungen. Im März 2015 war sie in Georg Büchners Woyzek zu sehen.

Als Anerkennung für ihre großartige künstlerische Spannweite erhielt sie 2002 das Goldene Ehrenzeichen der Landeshauptstadt Graz.

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