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Equal Pension Day

Volle Erwerbstätigkeit schützt vor Altersarmut

Der Equal Pension Day fällt in Österreich im Jahr 2022 auf den 3. August. Es ist der Tag, an dem Männer bereits so viel Pension bekommen haben, wie Frauen noch bis zum Jahresende bekommen werden. Im Vergleich zu 2015 ist das eine österreichweite "Verbesserung" um acht Tage.

In der Steiermark haben Männer 2022 bereits am 27. Juli so viel Pension bekommen, wie Frauen bis zum Jahresende bekommen werden. Hier beträgt der Pensionsbezug von Männern im Schnitt 28.510 Euro, der von Frauen lediglich 16.303 Euro. (Quelle: MA 23 - Wirtschaft, Arbeit und Statistik der Stadt Wien). Konkret bedeutet das: Frauen bekommen um rund 42,8 Prozent weniger Pension als Männer! Vor sechs Jahren war der Equal Pension Day in der Steiermark mit dem 21. Juli datiert. 2022 ist es der 25. Juli.

Der Frauenausschuss des österreichischen Städtebundes macht 2022 mit einem Video auf den Equal Pension Day aufmerksam.

Was ist der Equal Pension Day?

Hier zum Nachsehen: Das Video des Referats Frauen & Gleichstellung aus 2021. Leider hat sich nicht viel verbessert.

Österreichweiter Aktionstag

Der Equal Pension Day ist ein Missstand, auf den der Frauenausschuss des österreichischen Städtebunds sowie alle österreichischen Landeshauptstädte, darunter natürlich auch Graz, im Juli aufmerksam machen.

Gründe für die Armutsgefahr

Bei der Pension wirken sämtliche Nachteile für Frauen am Arbeitsmarkt zusammen. Frauen:

  • arbeiten häufiger in Teilzeit.
  • erhalten geringere Stundenlöhne.
  • haben schlechtere Aufstiegschancen.
  • nehmen Karenzzeiten in Anspruch oder widmen sich der Pflege von Angehörigen.

So haben Frauen durchschnittlich 10 Beitragsjahre weniger als Männer! Das führt zu niedrigen Einkommen und Lücken im Arbeitsleben, die wiederum geringe Pensionen verursachen.

Denn: Das österreichische Pensionssystem ist orientiert an lebenslanger Vollzeitbeschäftigung ohne Erwerbsunterbrechungen. Weil Frauen den Großteil der Betreuungsarbeit und den Haushalt verrichten, oft lange in Karenz gehen und in Teilzeit arbeiten, können sie armutsgefährdet sein.

Zuständige Dienststelle