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Equal Pension Day

Volle Erwerbstätigkeit schützt vor Altersarmut

Der Equal Pension Day fällt in Österreich im Jahr 2026 auf den 9. August. Das ist der Tag, an dem Männer bereits so viel Pension bekommen, wie Frauen noch bis zum Jahresende erhalten werden. Der Gender Pension Gap beträgt 39,4 Prozent (2025: 39,75 Prozent) oder 144 Tage weniger Pension. 2015 lag der Equal Pension Day in Österreich am 25. Juli mit einem Gender Pension Gap von über 43 Prozent. Der Tag hat sich in 12 Jahren insgesamt sehr wenig, lediglich um 13 Tage, nach hinten verschoben. 

In der Steiermark bekommen Männer 2026 bereits am 2. August so viel Pension, wie Frauen bis zum Jahresende bekamen. Hier beträgt der monatliche Pensionsbezug von Männern im Schnitt 2.599 Euro, der von Frauen lediglich 1.527 Euro. (Quelle: Pensionsversicherungs-Jahresstatistik, Berechnung: MA 23 - Wirtschaft, Arbeit und Statistik der Stadt Wien). Konkret bedeutet das: Frauen bekommen in der Steiermark um rund 41,2 Prozent oder 150 Tage weniger Pension als Männer! 

Es gilt noch viel aufzuholen: Eine Gleichheit der Pensionen würde bedeuten, dass der Tag am 31. Dezember liegt.

Gender Pension Gap im Bundesländervergleich

Vorarlberg 46,4 % 14. Juli 2026
Oberösterreich 44,8 % 20. Juli 2026
Tirol 43,4 % 25. Juli 2026
Steiermark 41,2 % 2. August 2026
Salzburg 40,5 % 5. August 2026
Burgenland 40,0 % 7. August 2026
Niederösterreich 39,6 % 8. August 2026
Österreich 39,4 % 9. August 2026
Kärnten 38,8 % 11. August 2026
Wien 27,4 % 21. September 2026

Der Frauenausschuss des Österreichischen Städtebunds macht 2026 mit einem Video auf den Equal Pension Day aufmerksam: Equal Pension Day am 9. August 2026

Was ist der Equal Pension Day?

Hier zum Nachsehen: Das Video des Referats Frauen & Gleichstellung aus 2021. Leider hat sich nicht viel verbessert.

Österreichweiter Aktionstag

Der Equal Pension Day ist ein Missstand, auf den der Frauenausschuss des Österreichischen Städtebunds sowie alle österreichischen Landeshauptstädte, darunter natürlich auch Graz, aufmerksam machen.

Die Karten zum Equal Pension Day werden in Graz bei den Aktionstagen von "Lastenrad FRiTZi bringt's" im August verteilt.

Gründe für die Armutsgefahr

Das österreichische Pensionssystem ist orientiert an lebenslanger Vollzeitbeschäftigung ohne Erwerbsunterbrechungen. Weil Frauen den Großteil der Betreuungsarbeit und den Haushalt verrichten, oft lange in Karenz gehen und in Teilzeit arbeiten, können sie armutsgefährdet sein.

Bei der Pension wirken sämtliche Nachteile für Frauen am Arbeitsmarkt zusammen. Frauen:

  • arbeiten häufiger in Teilzeit.
  • erhalten geringere Stundenlöhne.
  • haben schlechtere Aufstiegschancen.
  • nehmen Karenzzeiten in Anspruch oder widmen sich der Pflege von Angehörigen.

So haben Frauen durchschnittlich 10 Beitragsjahre weniger als Männer! Das führt zu niedrigen Einkommen und Lücken im Arbeitsleben, die wiederum geringe Pensionen verursachen.

Klar muss auch sein: Wenn Kinderbetreuung nicht mehr finanziert werden kann, droht ein frauenpolitischer Backlash. Der Österreichische Städtebund dazu: "Die Gemeindefinanzprognose hat gezeigt, dass öffentliche Dienstleistungen wie die Kinderbetreuung in Städten finanziell immer mehr unter Druck kommen. Das heißt in Folge, wenn Familien für ihre Kinder keinen Kindergartenplatz mehr bekommen, werden vor allem Frauen vermehrt Teilzeit arbeiten oder können ihrem Beruf gar nicht mehr nachgehen". Noch immer leisten Frauen einen Großteil der unbezahlten Arbeit und übernehmen oft Kinderbetreuung und Co. Die Einkommensschere setzt sich im Alter weiter fort. Das wirkt sich auf Einkommen und Pension aus. Der österreichweite Equal Pension Day zeigt diese ungerechte Verteilung auf. Wir wollen die Pensionslücke schließen! Das Ziel ist: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

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