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Alkohol - Infos für die Gastronomie

Gesetzliche Regelungen

  • Keine Abgabe von alkoholischen Getränken an Jugendliche unter 16 Jahren.
  • Keine Abgabe von Getränken mit gebranntem Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren. Dies gilt auch für spirituosen­hältigen Mischgetränke, wie etwa Alkopops oder Aperol Spritz.
  • Übrigens: Auch Tabak­ und verwandte Erzeugnisse - wie zum Beispiel Zigaretten, E­-Zigaretten, Shishas - dürfen nicht an unter 18-­jährige abgegeben werden. Für sie ist das Rauchen verboten.

Alkohol ist nicht harmlos ...

... deshalb Jugendschutz

Kinder und Jugendliche reagieren auf Alkohol empfindlicher als Erwachsene. Rauschtrinken führt in jungen Jahren schneller zu einer Alkoholvergiftung. Zudem reichen bereits geringe Mengen Alkohol, um das Unfallrisiko zu erhöhen - ebenso die Neigung zu unkontrolliertem Verhalten und Aggression.

... deshalb Jugendgesetz

Es gilt, Kinder und Jugendliche zu schützen: Einerseits durch Gesetze, andererseits durch verantwortungsvolles Handeln. Die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen ist im Interesse aller. Denn Jugendschutz geht alle an und braucht das Engagement von allen Beteiligten: Jugendlichen, Erziehungs­berechtigten, Gewerbetreibenden und deren Angestellten. In der Gastronomie können Zuwiderhandlungen zu hohen Geld­strafen, bis hin zum Entzug der Gewerbeberechtigung, führen.

Reden Sie mit Ihrem Personal

Schulen Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im richtigen Umgang mit jugendlichen Gästen. Suchen Sie das Gespräch und achten Sie darauf, dass folgende Punkte vermittelt und verstanden wurden:

  • Inhalt und Sinn des Jugendgesetztes und drohende Strafen bei dessen Missachtung.
  • Regeln im Umgang mit Jugendlichen und Alkohol: Alterskontrolle, Alkoholausschank, Anbieten von alkoholfreien Getränken, ...

Folgende Sätze sind dabei hilfreich:

  • "Sorry, aber hier gilt das Jugendgesetz."
  • "Wir bekommen Ärger, wenn wir uns nicht an den Jugendschutz halten."

Schaffen Sie klare Verhältnisse

Ersparen Sie sich Diskussionen mit Jugendlichen. Machen Sie sie auf den Jugendschutz aufmerksam. Dabei gilt:

  • Knapp und sachlich formulieren: Je klarer die Botschaft, desto eher wird sie verstanden.
  • Möglichst früh informieren: Hinweisschilder bereits an den Eingangstüren gut sichtbar anbringen.
  • Alterslimits in der Getränkekarte gut sichtbar ausweisen.

Überprüfen Sie das Alter

Verlangen Sie einen Lichtbildausweis - denn ohne Altersnachweis gibt es keinen Alkohol.

Akzeptieren Sie nur amtliche Lichtbildausweise, wie zum Beispiel Reisepass, Personalausweis oder die speziellen Jugendkarten der Länder. Für die Steiermark gibt es die „checkit.card". SchülerInnen-­ und Fahrausweise gelten nicht. Bei der Kontrolle sind folgende Sätze hilfreich:

  • "Wenn du nicht nach­weisen kannst, wie alt du bist, darf ich dir keinen Alkohol verkaufen."
  • "Dieser Ausweis scheint gefälscht zu sein - bitte zeige mir einen anderen. Übrigens: Es ist straf­bar, Ausweise - auch SchülerInnenausweise - zu fälschen."

Achten Sie auf Aufenthaltsverbote und Ausgehzeiten

  • Unter 18 Jahren dürfen Jugendliche sich nicht in Lokalen auf­halten, die ausschließlich Getränke mit gebranntem Alkohol ausschenken.
  • Sie dürfen sich auch nicht in Lokalen aufhalten, solange dort folgende Aktionen stattfinden:
  • Alkohol wird um mehr als 50 Prozent verbilligt angeboten - zum Beispiel: 1-­Euro­-Partys, Freibieraktionen.
  • Alkohol ist zu einem einmalig zu bezahlenden Pauschalpreis ohne Mengenbegrenzung erhältlich - zum Beispiel: Flatrate-­Partys.


Ausgehzeiten ohne Begleitung einer Aufsichtsperson:

  • bis zum vollendeten 14. Lebensjahr: bis 23 Uhr
  • vom vollendeten 14. bis zum vollendeten 16. Lebensjahr: bis 1 Uhr
  • ab dem vollendeten 16. Lebensjahr: unbeschränkt

Klare Worte

Darf´s was anderes sein?

Es muss nicht immer Alkohol sein, bieten Sie attraktive, alkoholfreie Alternativen an. Diese Getränke sollen vom Namen her, wie auch visuell, preislich und geschmacklich für Jugendliche ansprechend sein. Bieten Sie auch Wasser an.

Leider nein

Jugendliche werden kreativ, wenn es darum geht, Alkohol zu bekommen. Sie bitten andere Personen, für sie zu bestellen oder bringen Alkohol mit, den sie zum Beispiel vor dem Lokal konsumieren.

Sie können folgendes tun:

  • Ansprechen: Informieren Sie Jugendliche über ihr Fehlver­halten und machen Sie sie auf Konsequenzen aufmerksam.
  • Rucksack-­Check: Verweigern Sie Jugendlichen den Zutritt zu Ihrem Lokal, falls diese Alkohol im Rucksack mitbringen.
  • Lokalverbot: Verweisen Sie Jugendliche des Lokals, wenn diese andere mit mitgebrachtem Alkohol versorgen.

Grundsätzlich gilt: Jugendliche dürfen durch den erlaubten Alkoholkonsum nicht wesentlich beein­trächtigt sein - zum Beispiel: Lallen, schwankender Gang.

Daher gilt:

  • Kein Alkohol an offensichtlich Betrunkene.
  • Kein Eintritt für betrunkene Jugendliche.
  • Betrunkene Jugendliche müssen das Lokal verlassen.


Wer hat´s bestellt?

Wenn ältere Personen die Jüngeren versorgen wollen, weisen Sie diese darauf hin, dass sie gegen das Jugendgesetz verstoßen. Dieses Verhalten ist strafbar. Es kommt auch vor, dass Jugendliche für Ältere alkoholische Getränke bestellen. Auch das dürfen Sie nicht zulassen.

Folgende Sätze schaffen Klarheit:

  • "Ich darf dir keinen Alko­hol geben - auch wenn er nicht für dich ist. Du bist noch zu jung."
  • "Sag ihnen, sie müssen den Alkohol selbst bestellen."

Fordern Sie Ihre Broschüre an!

Diese und weitere Informationen finden Sie in der Broschüre "Was darf´s zu trinken sein?"

Möchten Sie eine Druckvariante des Folders? Dann wenden Sie sich bitte an das Amt für Jugend und Familie der Stadt Graz:

Mag.a Sabine Neubauer                          
Tel.: +43 316 872-3136
E-Mail: sabine.neubauer@stadt.graz.at

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