Würdigung herausragender Frauen und Projekte

Der Grazer Frauenpreis hat zum Ziel, Initiativen und Persönlichkeiten zu würdigen, die feministische und frauenpolitische Anliegen vertreten und die Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit verfolgen. Damit wird ganz bewusst frauen- und gesellschaftspolitisches Engagement und Handeln hervorgehoben und öffentlich anerkannt.
Die Stadt Graz zeichnet herausragende Projekte von und für Frauen mit der Verleihung des Grazer Frauenpreises aus. Der mit einem Preisgeld in der Höhe von 6.000 Euro dotierte Projekt-Preis wird jährlich an ein Projekt vergeben. Als sichtbares Symbol der Würdigung wird eine Trophäe mit dem Motiv der „Superwoman" überreicht.
Darüber hinaus wird auch der Frauenpreis für herausragendes Engagement verliehen. Ausgezeichnet wird eine verdiente Grazerin, die sich mit großem persönlichen Einsatz für Mädchen- und Frauenarbeit, den feministischen und frauenpolitischen Diskurs sowie für die Förderung von Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit engagiert. Die Preisträgerin des Persönlichkeitspreises "herausragendes Engagement" erhält als besondere Anerkennung ein exklusives Schmuckstück, gestaltet von einer Grazer Künstlerin.
Aus dem Kreis der nominierten Frauen für „herausragendes Engagement" kann die Jury auch den Preis für das Lebenswerk vergeben.
Frauenpreis für herausragende Projekte (Richtlinien) | Frauenpreis für herausragendes Engagement (Richtlinien) | Preisträgerinnen 2025 | Historie der Superwoman
Ab 19. Jänner bis inkl. 15. März sind Einreichungen für den Grazer Frauenpreis für herausragende Projekte 2026 und Nominierungen für den Graz Frauenpreis für herausragendes Engagement 2026 mittels Online-Formular möglich.
Die Verleihung der Preise erfolgt am 2. Juni auf der Schloßbergbühne Kasematten.
Grazer Frauenpreis für herausragende Projekte
Die Richtlinien für die Vergabe des Grazer Frauenpreises für herausragende Projekte enthalten alle wichtigen Kriterien unter anderem detaillierte Informationen zu den Teilnahmebedingungen, Urheber:innenrechten oder Zusammensetzung der Jury etc.
Der Grazer Frauenpreis richtet sich an Vereine, Non-Profit-Organisationen, NGOʼs bzw. Projektinitiativen, Arbeitsgruppen oder Netzwerkkooperationen aus Graz, sowie an Einzelpersonen, die durch Geburt, Wohnsitz oder ihr Schaffen in besonderer Weise mit der Stadt Graz verbunden sind.
Die eingereichten Projekte sollen sich durch herausragende Aktivitäten und Engagement nachweislich für Mädchen und Frauen auszeichnen und feministische und frauenpolitische Anliegen vertreten. Insbesondere werden folgende Aspekte begutachtet und bewertet:
- Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit und Verwirklichung von Geschlechterdemokratie
- Sensibilisierung und/oder Beseitigung von Diskriminierung auf Grund des Geschlechts und der geschlechtlichen Identität
- Pionierinnenarbeit in einem frauenpolitischen Tätigkeitsbereich
- Eintreten für die Auflösung einschränkender stereotyper Rollenbilder
- Aufzeigen des Potenzials von Frauen und deren Entwicklungsmöglichkeiten abseits stereotyper Lebensformen
- Gesellschaftliches Engagement zur Verwirklichung von Menschen- und Frauenrechten
- Entwicklung und Umsetzung von Empowerment-Strategien
- Schaffung von Beteiligungsprozessen mit geschlechtssensiblem Blick bzw. spezielle Berücksichtigung von Frauen in Beteiligungsprozessen
- Aufzeigen von Sexismen
- Sensibilisierung gegen Gewalt an Frauen und Unterstützung von Frauen mit Gewalterfahrungen
Die Jury besteht aus dem für Frauenangelegenheiten zuständigen Mitglied des Stadtsenates (Vorsitz) und aus je einer weiblichen Mandatarin jeder anderen im Gemeinderat vertretenen Partei. Den Parteien - ausgenommen jener, welche das für Frauenangelegenheiten zuständige Mitglied des Stadtsenates stellt - kommt dabei ein Entsendungsrecht zu. Parteien, die keine weibliche Mandatarin im Grazer Gemeinderat aufweisen können, entsenden eine in Graz wohnhafte Vertreterin für die Partei. Die Leiterin des Referates Frauen & Gleichstellung ist mit beratender Stimme Mitglied der Jury.
Die Jury für den Grazer Frauenpreis schlägt jenes Projekt vor, welches im jeweiligen Jahr den Grazer Frauenpreis verliehen bekommt. Die formale Vorprüfung der eingereichten Projekte bezüglich der Voraussetzungen für die Einreichung übernimmt das Referat Frauen & Gleichstellung.
Am 2. Juni findet die Verleihung des Grazer Frauenpreises auf den Kasematten statt. Erst da wird das Geheimnis gelüftet, für welches Projekt sich die Jury entschieden hat.
Grazer Frauenpreis für herausragendes Engagement
Die Richtlinien für die Vergabe des Grazer Frauenpreises für herausragendes Engagement enthalten alle wichtigen Kriterien unter anderem detaillierte Informationen zu den Teilnahmebedingungen, Urheber:innenrechten oder Zusammensetzung der Jury etc.
Der Grazer Frauenpreis für herausragendes Engagement richtet sich an Frauen, die für ihr frauenspezifisches Engagement ausgezeichnet werden.
Frauen können sich mittels einer Einreichung selbst nominieren oder von anderen nominiert werden. Im Falle einer Nominierung durch andere (Fremdnominierung) wird das Einverständnis der nominierten Frau vom Referat Frauen & Gleichstellung eingeholt, erst dann wird die Nominierung für die Bewertung durch die Jury anerkannt.
Nominierte, verdiente Frauen sollen sich durch herausragendes Engagement nachweislich für Mädchen und Frauen einsetzen oder eingesetzt haben und feministische und frauenpolitische Anliegen vertreten. Insbesondere werden folgende Aspekte begutachtet, bewertet und in die Entscheidung der Expertinnen-Jury einbezogen:
- Engagement bei der Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit und Verwirklichung von Geschlechterdemokratie
- Einsatz für die Sensibilisierung und/oder Beseitigung von Diskriminierung auf Grund des Geschlechts und der geschlechtlichen Identität
- Pionierinnenarbeit in einem frauenpolitischen Tätigkeitsbereich
- Eintreten für die Auflösung einschränkender stereotyper Rollenbilder
- Aufzeigen des Potenzials von Frauen und deren Entwicklungsmöglichkeiten abseits stereotyper Lebensformen
- Gesellschaftliches Engagement zur Verwirklichung von Menschen- und Frauenrechten
- Entwicklung und Umsetzung von Empowerment-Strategien
- Schaffung von Beteiligungsprozessen mit geschlechtssensiblem Blick bzw. spezielle Berücksichtigung von Frauen in Beteiligungsprozessen
- Aufzeigen von Sexismen
- Sensibilisierung gegen Gewalt an Frauen und Unterstützung von Frauen mit Gewalterfahrungen
Die Expertinnen-Jury setzt sich aus Vertreterinnen von Institutionen (Universitäten, Kammern, Kirchen, Wirtschaft usw.) mit einem eigenen Fachbereich für Frauenangelegenheiten und Gleichstellung, Vertreterinnen aus dem Gleichbehandlungsbereich, Vertreterinnen aus Kunst und Kultur, Vertreterinnen von Frauenorganisationen und Vertreterinnen der Medien zusammen und besteht aus mindestens 5 Personen. Die Leiterin des Referates Frauen & Gleichstellung ist mit beratender Stimme Mitglied der Jury.
Die Jury für den Grazer Frauenpreis für herausragendes Engagement schlägt jene Grazerin vor, die den Grazer Frauenpreis für herausragendes Engagement im jeweiligen Jahr erhalten soll. Die formale Vorprüfung der Nominierungen bezüglich der Voraussetzungen für die Nominierung übernimmt das Referat Frauen & Gleichstellung.
Am 2. Juni findet die Verleihung des Grazer Frauenpreises für herausragendes Engagement auf den Kasematten statt. Erst da wird das Geheimnis gelüftet, für welche Person sich die Jury entschieden hat.
Preisträgerinnen 2025
Der Grazer Frauenpreis 2025 und der Grazer Frauenpreis für herausragendes Engagement wurden am 3. Juni auf der Schloßbergbühne Kasematten verliehen. Organisiert und veranstaltet wird der Grazer Frauenpreis vom Referat Frauen & Gleichstellung der Stadt Graz.
Mit dem Grazer Frauenpreis 2025 wurde das Projekt „24/7 Care Kaufladen", eingereicht von Luise Höggerl und Marie Waser ausgezeichnet.
Dabei handelt es sich um eine interaktive Ausstellung, in der symbolische Produkte für Care-Arbeit „eingekauft" werden können. Besucher:innen erhalten eine Rechnung, die den Wert dieser oft unsichtbaren Tätigkeiten sichtbar macht. Das Projekt soll sensibilisieren und Denkanstöße für Gespräche im eigenen Umfeld geben.
Mit dem Grazer Frauenpreis für herausragendes Engagement 2025 wurde Maryam Mohammadi ausgezeichnet. Mohammadi ist Fotokünstlerin, Kuratorin, Kunsthistorikerin und psychosoziale Beraterin.
Sie engagiert sich in all ihren Tätigkeitsfeldern für Geschlechtergerechtigkeit und das Empowerment von Frauen. Ihre Arbeiten beleuchten weibliche Lebensrealitäten und feministische Perspektiven. In Projekten wie DIVAN und Pop-Up Chai der Caritas unterstützt sie gewaltbetroffene Frauen - insbesondere mit Migrationshintergrund - durch kreative und beratende Ansätze zur Förderung von Gleichstellung.
Zur Überraschung aller wurde auch heuer aus dem Kreis der Nominierten ein Preis für das Lebenswerk vergeben. Die Expertinnen-Jury entschied sich für Heide Cortolezis.
Seit ihrer Jugend setzt sich Heide Cortolezis für Frauenrechte und Gleichstellung ein. Die Mitgründerin der Frauenberatungsstelle Graz (heute Verein Frauenservice Graz) und des Vereins „nowa" ist Pionierin innovativer Arbeitsmarktpolitik. Mit nowa nahm sie eine Vorreiterrinnen-Rolle in der Beratung und Ausbildung von Frauen in Kooperation mit der regionalen Wirtschaft ein. Sie gilt als ausgesprochene Gender Mainstreaming-Expertin, hat zahlreiche EU-Projekte umgesetzt und den überparteilichen Verein FELIN mitbegründet.
Mehr erfahren:
- Grazer Frauenpreis 2025: Viele Wege, ein gemeinsames Ziel
- Grazer Frauenpreis 2025 in Bildern





35 Einreichungen, 23 Nominierungen
Für den Frauenpreis 2025 wurden 35 Projekte eingereicht. 27 Projekte wurden nach einer formalen Prüfung gemäß den Richtlinien für die Vergabe des Grazer Frauenpreises zugelassen und werden von der Jury bei der Jury-Sitzung bewertet werden.
Für herausragendes Engagement wurden 23 Frauen nominiert. Davon wurden 15 Nominierungen - wobei es hier eine Dreifachnominierung gab - nach einer formalen Prüfung gemäß den Richtlinien für die Vergabe des Frauenpreises für herausragendes Engagement zugelassen und werden von der Jury bewertet werden.























