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FAQ Laimburggasse

Warum benötigt es eine Fahrradstraße in der Laimburggasse und der Vogelweiderstraße? Warum ist das Vorhaben wichtig?

Laimburggasse und Vogelweiderstraße sind bereits heute wichtige Radverbindungen mit mehreren tausend Radfahrer:innen täglich. Ziel ist es, sicheres Radfahren für alle Altersgruppen - von 8 bis 80 Jahren - zu ermöglichen. Besonders relevant ist dies angesichts zahlreicher Bildungseinrichtungen entlang der Strecke (Volksschulen, Mittelschule, Gymnasium, Hochschule, Kindergarten). Hier besteht klares Verbesserungspotenzial, insbesondere im Hinblick auf sichere Schulwege. Daher wurde das Projekt im Masterplan Radoffensive als auch Leuchtturmprojekt definiert.

Die geplante Fahrradstraße ergänzt bestehende Radrouten wie den Murradweg und die in der Körösistraße. Durch die Anbindung an den Geh- und Radweg in der Wickenburggasse entsteht eine durchgängige Verbindung. Wie beim Autoverkehr ist auch für den Fuß- und Radverkehr ein dichtes, lückenloses Netz entscheidend.

Der Gemeinderat hat in den letzten Jahren mehrere Strategien zur nachhaltigen Stadtentwicklung und Förderung aktiver Mobilität beschlossen - viele davon einstimmig. Das Projekt in der Laimburggasse unterstützt zentrale Ziele dieser Strategien, etwa des Klimaschutzplans, des Mobilitätsplans Graz 2040 und des Masterplans Radoffensive.

 

Welchen Nutzen hat eine Fahrradstraße in der Laimburggasse/Vogelweiderstraße?

Konkret zur Fahrradstraße: Radfahrer:innen dürfen in einer Fahrradstraße nebeneinander fahren und weder gefährdet, noch behindert werden. Dies erhöht die Sichtbarkeit und damit die Sicherheit für Radfahrer:innen. Gleichzeitig ist das Projekt Laimburggasse weit mehr als eine reine Fahrradstraße. Es geht um eine gesamthafte Aufwertung des öffentlichen Raums und Maßnahmen gegen Hitze durch Entsiegelung und Begrünung. Davon profitieren Anrainer:innen wie Besucher:innen. Dies entspricht auch den Ergebnissen der Bürger:innenbeteiligung, die gezeigt hat, dass es zahlreiche Bedürfnisse und Wünsche gibt, die mit einer neuen Gestaltung des Straßenraumes erfüllt werden können. Zum Beispiel wurde oftmals der Wunsch nach mehr Grünraum, nach mehr Platz für Fußgänger:innen und mehr für Schulkinder - Stichwort Elterntaxis und sichere Schutzwege - geäußert.

 

Warum kostet das Vorhaben 800.000 Euro?

Da die Planungen der Fahrradstraße noch nicht abgeschlossen sind, stehen die exakten Kosten auch noch nicht fest. Fest steht: das Projektgebiet (Laimburggasse und Vogelweiderstraße im Abschnitt Wickenburggasse bis Heinrich-Caspar-Gasse) erstreckt sich auf einer Länge von rund 800 Metern und umfasst 10 Kreuzungen bzw. Straßeneinmündungen. Daher summieren sich die Kosten.

Folgende Kostenpunkte wurden auf Basis allgemeiner Planungsüberlegungen betrachtet:

  • Baumaßnahmen zur Sicherung der Schulwege: 215.000 Euro (z.B., Gehsteigverbreiterungen oder -absenkungen zur Barrierefreiheit, Baumscheiben, Errichtung von Radbügeln etc.)
  • Baumpflanzungen: 50.000 Euro (z.B. mehrere Bäume nach dem Stockholm-Prinzip)
  • Gestaltung: 50.000 Euro (z.B. Sitzbänke, Trinkbrunnen, ...)
  • Markierungsarbeiten: 50.000 Euro
  • Kreuzungsausbauten: 375.000 Euro (z.B. Änderungen an Ampelanlagen, Gehsteigvorziehungen bzw. „Ohrwascherl")

Je weiter die Planungen sind, desto konkreter können die Kosten angegeben werden. Derzeit ist es ein Kostenrahmen, der von Fragen abhängig ist wie „Wie viele Bäume sollen gepflanzt werden?" oder „Welche Maßnahmen sind an den Kreuzungen tatsächlich notwendig?".

Wichtig ist: Viele der Maßnahmen (Gehsteigvorziehungen zur Sicherung der Schulwege, Begrünung, Baumpflanzungen,) sind nicht zwingend für eine Fahrradstraße notwendig. Damit sollen aber die Wünsche der Bevölkerung aus dem Beteiligungsprozess nach mehr Begrünung, mehr Schatten, mehr Verkehrssicherheit, etc. erfüllt werden.

 

Warum müssen dafür Parkplätze entfallen?

Die Basis für alle Planungen sind die aktuell gültigen Bundesgesetze, Richtlinien und Normen. Im Zuge der 33. StVO-Novelle gab es eine Änderung (§23 Abs. 1) nach der Fahrzeuge nicht mehr in Verkehrsflächen, die dem Fußgängerverkehr oder dem Fahrradverkehr vorbehalten sind, hineinragen dürfen. Deswegen müssen die Parkplätze abschnittsweise anders angeordnet werden.

Derzeit gibt es noch keine finalen Pläne, es liegen mehrere Varianten vor. Es kann daher noch nicht gesagt werden, wie viele Stellplätze entfallen würden. Es wird versucht, möglichst viele zu erhalten. Die unterschiedlichen Interessen werden vom Planerteam ausgewogen berücksichtigt. Weiterführende Informationen zur StVO finden Sie hier: https://www.ris.bka.gv.at/

 

Welche Verfahren werden für das Projekt durchgeführt?

Die Bau- und Anlagenbehörde ist in ihrer Beurteilung zu dem Schluss gekommen, dass ein straßenrechtliches Verfahren durchgeführt werden sollte. Derzeit werden die Unterlagen für die Einreichung vorbereitet.

 

Wie geht es weiter?

Die im Beteiligungsprozess gesammelten Ideen, Anregungen und Anliegen wurden von den städtischen Abteilungen und den beauftragten Planungsbüros geprüft und erste Pläne ausgearbeitet. Aufgrund der zahlreichen Rückmeldungen auch nach Ende des Beteiligungsprozesses (mit Befragungen und Workshops) wird weiterhin an dem Planentwurf gearbeitet. Zusätzlich werden derzeit die Unterlagen für eine straßenrechtliche Einreichung erarbeitet. Die Einreichung ist für Anfang 2026 geplant, nach Abschluss des Verfahrens wird die Umsetzung im Sommer oder Herbst 2026 erfolgen.


Warum verzögert sich die Umsetzung?

Aufgrund der zahlreichen Rückmeldungen auch nach dem Ende des Beteiligungsprozesses sowie der großen Anzahl an Änderungswünschen und der damit verbundenen Anpassungen im gesamten Straßenquerschnitt, ergibt sich die Notwenigkeit eines straßenrechtlichen Verfahrens. Die dafür notwendigen Unterlagen werden aktuell erarbeitet. Die Einreichung ist im Frühjahr 2026 geplant und aufgrund der Dauer des Verfahrens ist eine Umsetzung erst im Herbst 2026 möglich.   

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