
Die Stadt Graz setzt seit vielen Jahren ein deutliches Zeichen für die Sichtbarkeit von Frauen, die durch ihre Leistungen gesellschaftliche Entwicklungen geprägt haben. Mit der Pionierinnengalerie wird ihr Beitrag zur Stadtgeschichte dauerhaft gewürdigt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Pionierinnengalerie im Rathaus
Seit 2015 würdigt die Pionierinnengalerie im 3. Stock des Rathauses Frauen, die durch herausragende Leistungen die Stadtgeschichte mitgestaltet haben. Ihre Porträts und Biografien machen ihr Wirken sichtbar. Die Weiterentwicklung der Galerie und der Website pionierinnengalerie-graz.at erfolgt in Zusammenarbeit zwischen dem städtischen Referat Frauen & Gleichstellung und dem Graz Museum.
Digitale Erweiterung
Da die räumlichen Möglichkeiten im 3. Stock des Rathauses begrenzt sind, wurde ein eigener Touchscreen eingerichtet. Damit wird auch Platz für laufende Erweiterungen geschaffen. Der Touchscreen wird exklusiv mit der neu gestalteten Pionierinnengalerie-Website pionierinnengalerie-graz.at bespielt. Neue Würdigungen werden weiterhin analog über eine Tafel ergänzt. Bereits aufgenommene Persönlichkeiten wechseln im Rotationsprinzip zwischen analogem und digitalem Raum.
Jährliche Aufnahme einer neuen Pionierin
Einmal im Jahr wird eine neue Pionierin in die Galerie aufgenommen. Eine bestehende Tafel weicht dabei vorübergehend und wandert in den digitalen Bereich. Über die Aufnahme entscheidet ein Gremium, dem die Frauensprecherinnen der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen angehören sowie ein Mitglied des Grazer Frauenrats.
Für die Erweiterung im nächsten Jahr können Vorschläge bis zum 19. Juli 2026 eingebracht werden. Vorschläge bitte an die E-Mail-Adresse frauen.gleichstellung@stadt.graz.at senden. Die Präsentation der neuen Pionierin erfolgt rund um den Internationalen Frauentag 2027.
Kriterien für die Aufnahme
Eine Pionierin muss:
- einen klaren Graz-Bezug aufweisen
- als Erste eine besondere oder frauenfördernde Leistung erbracht haben
- aus vielfältigen Bereichen stammen
Ausgeschlossen sind:
- amtierende Politikerinnen
- inhaltliche Wiederholungen
- undemokratische oder extremistische Positionen


