Zur Person
Wan Jie Chen wurde am 6. Mai 1963 in Wenzhou in der Volksrepublik China geboren. Von 1980 bis 1984 studierte er Sportwissenschaften an der Beijing Sporthochschule und war dort im Anschluss als Lektor tätig. Auf Einladung seines Professors, Dekan Günter Bernhard, kam Wan Jie Chen als Staatsmeister im chinesischen Kampfsport 1986 nach Österreich, wo er als erster Lehrbeauftragter für Wushu an den Universitäten Graz und Wien tätig war und 1998 an der Universität Graz promovierte. Nebenbei absolvierte er u. a. Universitätslehrgänge für Export und Internationale Wirtschaft. Er ist geprüfter Unternehmensberater für kleine und mittlere Unternehmen, international tätige Konzerne sowie Non-Profit-Organisationen und akkreditierter Exportberater.
Wan Jie Chen ist Eigentümer der SINOplex Handels- und Beratungsgesellschaft m. b. H., die er 1999 gründete und deren Hauptaufgabe die Beratung, Verbindung und Kooperation zwischen steirischen und chinesischen Unternehmen, Universitäten und medizinischen Einrichtungen ist. Außerdem ist er Übersetzer und Dolmetscher in technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Fachbereichen. Er wurde zum Gastprofessor der School of Management der Universität Jiangsu sowie zum Consultant on International Affairs of the Center for Technology Transfer der Universität Shanghai berufen, außerdem zum Präsidenten des European China Business Club und zum Obmann-Stellvertreter des Bundesgremiums Außenhandel der Wirtschaftskammer Österreich gewählt.
Sein Wirken verbindet Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und internationale Zusammenarbeit und unterstützt bilaterale Kooperationen zwischen China und Österreich, insbesondere mit Bezug auf Graz und die Steiermark.
Wan Jie Chen ist Mitbegründer und Direktor des Konfuzius-Instituts der Universität Graz. Nachdem die Universität Graz 2009 an ihn herangetreten war, begleitete er die Errichtung des Instituts von der Konzeptphase bis zur Eröffnung im Oktober 2010. Das Institut verfügt neben Sprach- und Kulturvermittlung auch über einen wirtschaftlichen Schwerpunkt, der weltweit nur in wenigen Konfuzius-Instituten vertreten ist, und dient als interkulturelle Plattform zwischen Österreich bzw. Europa und China.
2021 gründete er die Global Young Leaders Union, die junge Führungskräfte und Talente fördern und unterstützen soll und als deren Präsident er fungiert. 2014 wurde ihm das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark verliehen. 2018 erhielt er gemeinsam mit seiner Frau, Eva Märzendorfer-Chen, den Josef Krainer Heimatpreis für Völkerverständigung.

