Grippe-Statistik: Erkrankungen in Graz

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Das Gesundheitsamt verfügt über ein Grippeinformationsprogramm für die Stadt Graz. Der Beobachtungszeitraum erstreckt sich im Winterhalbjahr von Anfang Oktober bis Anfang April. Eine Trennung von echter Grippe (Influenza) und grippalen Infekten ist nur durch spezielle Laboruntersuchungen möglich, aus diesem Grund erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Virologischen Institut der Universität Wien. 

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Grippestatistik 2017/18

Grippeerkrankungen 2017/2018 © Statistik Austria
Grippeerkrankungen 2017/2018© Statistik Austria
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Was ist eine Grippewelle?

Für die Beurteilung eines Influenzaausbruches ("Grippewelle") ist die Beobachtung bemerkenswert, dass im Winterhalbjahr die Erkältungskrankheiten bzw. Gesamtkrankenstände in der Bevölkerung eine bestimmte Höhe innerhalb einer natürlichen Schwankungsbreite aufweisen.

Steigt jedoch die Zahl erheblich über den Basiswert an, so steigt dabei die Grippe überproportional an, dies bedeutet aber - vor allem mit einem positiven Laborbefund - das Vorliegen einer echten Grippeepidemie. Durch die leichte Übertragbarkeit (Tröpfcheninfektion) und kurze Ansteckungszeit (1-3 Tage) kann sich das Virus sehr schnell ausbreiten. Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Kreislaufschwäche führen vor allem zu Herz-Kreislaufbelastungen.

Wie funktioniert das Grippe-Überwachungsprogramm?

  • Am Grippeüberwachungsprogramm beteiligen sich Ärzte für Allgemeinmedizin und Kinderfachärzte, die die Zahl ihrer in der abgelaufenen Woche neuerkrankten PatientenInnen nach Altersgruppen gegliedert (0-14, 15-64, 65 und darüber), jeweils am Montag telefonisch bekanntgeben.
  • Auch der funkärztliche Bereitschaftsdienst sowie die Heeressanitätsanstalt beteiligen sich am Meldesystem.
  • Haupt- und Volksschulen sowie Kindergärten melden die Anzahl der krankheitsbedingt fehlenden Kinder.

Durch eine Hochrechnung wird dann eine Schätzung, der in der Grazer Bevölkerung vorkommenden Fälle von an Grippe/grippalen Infekten Erkrankten, vorgenommen. Mit einer mehr oder minder großen Dunkelziffer ist zu rechnen, da nicht alle Erkrankten auch einen Arzt aufsuchen.

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