Das Gesundheitsamt ...
... verfügt über ein Grippeinformationsprogramm für die Stadt Graz. Der Beobachtungszeitraum erstreckt sich im Winterhalbjahr von Anfang Oktober bis Anfang April. Eine Trennung von echter Grippe (Influenza) und grippalen Infekten ist nur durch spezielle Laboruntersuchungen möglich, aus diesem Grund erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Virologischen Institut der Universität Wien.
Was ist eine Grippewelle?
Eine Grippewelle bezeichnet den saisonalen, überproportionalen Anstieg echter Influenza-Infektionen im Winterhalbjahr.
Während sich die allgemeinen Erkältungskrankheiten üblicherweise innerhalb einer normalen Schwankungsbreite bewegen, spricht man bei einem signifikanten Anstieg über diesen Basiswert - gestützt durch positive Laborbefunde - von einer echten Epidemie.
Aufgrund der leichten Übertragbarkeit per Tröpfcheninfektion und einer kurzen Inkubationszeit von nur ein bis drei Tagen breitet sich das Virus sehr schnell in der Bevölkerung aus.
Das klinische Bild ist geprägt von akutem Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie einer ausgeprägten Kreislaufschwäche, was zu einer erheblichen Belastung des Herz-Kreislauf-Systems führt.
Wie funktioniert das Grippe-Überwachungsprogramm?
- Am Grippe-Überwachungsprogramm beteiligen sich Allgemeinmediziner:innen und Kinderfachärzt:innen, die jeden Montag die Daten zur aktuellen Infektionslage liefern. Die neu erkrankten Patienten:innen werden präzise nach Altersgruppen gegliedert (0-14, 15-64, 65 und darüber).
- Auch die Heeressanitätsanstalt beteiligen sich am Meldesystem.
- Ergänzt wird das Lagebild durch die Fehlzeitenmeldungen von Schulen sowie Kindergärten.
Aus diesen gesammelten Daten wird per Hochrechnung die voraussichtliche Gesamtzahl der Erkrankten in der Grazer Bevölkerung geschätzt. Da jedoch nicht jede betroffene Person medizinische Hilfe in Anspruch nimmt, beinhaltet die finale Statistik stets eine gewisse Dunkelziffer.



