Graz wird Teil des Global Network for Age-friendly Cities and Communities
Die Stadt Graz ist dem Global Network for Age-friendly Cities and Communities beigetreten und setzt damit einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen, inklusiven und generationenübergreifend lebenswerten Stadt. Das internationale Netzwerk wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen und vereint Städte und Gemeinden weltweit, die sich aktiv dafür einsetzen, die Lebensbedingungen älterer Menschen zu verbessern - zum Nutzen aller Generationen.
Verantwortung im demografischen Wandel

Der demografische Wandel stellt Städte vor neue Herausforderungen: Die Bevölkerung wird älter, Lebensentwürfe vielfältiger und die Anforderungen an Infrastruktur, Mobilität, Wohnen und soziale Teilhabe steigen. Graz begegnet diesen Entwicklungen mit einer klaren Strategie. Der Beitritt zum WHO-Netzwerk unterstreicht den politischen Willen, Alter nicht als Defizit, sondern als integralen Bestandteil urbaner Lebensqualität zu verstehen.
„Eine altersfreundliche Stadt ist eine Stadt für alle", lautet ein zentrales Prinzip des Netzwerks. Maßnahmen, die älteren Menschen zugutekommen - etwa barrierefreie Wege, gut erreichbare Dienstleistungen oder soziale Begegnungsräume - verbessern das Leben aller Bewohner:innen, unabhängig vom Alter.
Was bedeutet Altersfreundlichkeit konkret?
Das Global Network for Age-friendly Cities and Communities orientiert sich an acht zentralen Handlungsfeldern. Dazu zählen unter anderem:
- Öffentlicher Raum und Gebäude: sichere, barrierefreie und gut gestaltete Plätze
- Mobilität: leistbare, zugängliche und verlässliche Verkehrssysteme
- Wohnen: altersgerechte, leistbare und flexible Wohnformen
- Soziale Teilhabe: Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben
- Respekt und soziale Inklusion
- Bürgerschaftliches Engagement und Beschäftigung
- Kommunikation und Information
- Gemeindenahe Gesundheits- und Unterstützungsangebote
Mit dem Beitritt verpflichtet sich Graz, bestehende Angebote zu analysieren, weiterzuentwickeln und neue Maßnahmen gemeinsam mit der Bevölkerung - insbesondere mit älteren Menschen - zu erarbeiten.
