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Gemeindewohnung: Ansuchen, Voraussetzungen

Wichtig zu wissen

Sie interessieren sich für eine Gemeindewohnung der Stadt Graz? Ob Sie für eine Gemeindewohnung in Frage kommen und welche Voraussetzungen Sie dafür erfüllen müssen, können Sie hier nachlesen.

So funktioniert es + Formular

Symbolbild: Haus GWS © Foto GWS
© Foto GWS

Wer kann um eine Gemeindewohnung ansuchen?
Österreichische StaatsbürgerInnen, EU-BürgerInnen, BürgerInnen des EWR oder der Schweiz  bzw. Personen, denen gem. Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz 2005 (NAG 2005) idgF der Titel "Daueraufenthalt-EU" verliehen wurde. 

Weitere Voraussetzungen:

  • Sie sind mindestens 18 Jahre alt.
  • Sie sind mündig und minderjährig und Mutter und/oder Vater eines Kindes, mit dem Sie im gemeinsamen Haushalt leben.
  • Sie haben seit mindestens 5 Jahren durchgehend oder seit 15 Jahren in Summe Ihren Hauptwohnsitz in Graz oder
  • Sie sind seit mindestens 5 Jahren ununterbrochen bzw. sind/waren 15 Jahre in Summe im Gemeindegebiet von Graz berufstätig.
  • Sie besitzen kein Vermögen, mit dem Sie sich selbst eine Wohnung leisten können.  
  • Das jährliche Netto-Haushaltseinkommen liegt unter den festgelegten Einkommensgrenzen:
1 Person       34.000 Euro
2 Personen 51.000 Euro
3 Personen 55.500 Euro
4 Personen 60.000 Euro
5 Personen 64.500 Euro
für jede weitere Person + 4.500 Euro


Zum Netto-Haushaltseinkommen gehören:
Arbeitseinkommen, Pension, Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Mindestsicherung, Wochengeld, Familienbeihilfe, Unterhaltsleistungen, Kinderbetreuungsgeld sowie sonstige Beihilfen aller in der Wohnung lebenden Personen. Für Studierende ist der Einkommensnachweis aus einem Beschäftigungsverhältnis erforderlich.

Unberücksichtigt bleiben Pflegegelder nach dem Bundespflegegeldgesetz und nach dem Stmk. Pflegegeldgesetz sowie die erhöhte Familienbeihilfe.

Miteinziehende Personen können nur dann berücksichtigt werden, wenn sie seit mindestens 2 Jahren mit Hauptwohnsitz im gemeinsamen Haushalt mit dem Wohnungssuchenden gemeldet und wohnhaft sind.

Wie reichen Sie Ihren Antrag ein?
Mit diesem Formular:
Ansuchen Gemeindewohnung 

Notwendige Unterlagen

  • Foto der/des Ansuchenden

Alle Unterlagen bitte in Kopie anschließen:

  • Staatsbürgerschaftsnachweis, Reisepass, Personalausweis oder den  Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt-EU" gem. Niederlassungs‐ u. Aufenthaltsgesetz - NAG, BGBL 100/2005  - mind. 5 Jahre - bitte von allen Personen die im gemeinsamen Haushalt leben werden.
    Zusätzlich müssen EU-BürgerInnen, BürgerInnen des EWR oder der Schweiz die Anmeldebescheinigung vorlegen und für Drittstaatsangehörige ist der Nachweis einer Integrationserklärung erforderlich.
  • Einkommensnachweise bitte von allen Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben
    werden:  Lohn‐ oder Gehaltszettel der letzten 3 Monate bzw.  Lehrlingsentschädigungsnachweis
    Pensionsnachweis, letzter Einkommenssteuerbescheid bei Selbständigen,
    Bezugsbestätigungen für Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Wochengeld, Kinderbetreuungsgeld, Krankengeld, Familienbeihilfe, Mindestsicherung, Alimentations‐ bzw. Unterhaltsleistungen, etc.
  • Mietvertrag bzw. sonstigen Nachweis über das derzeitige Miet‐ oder Benützungsverhältnis mit Angabe der Gesamtnutzfläche in m² der derzeitigen Wohnung
  • Bescheinigung über eine eventuelle Erwerbsminderung des Familienerhalters oder Familienerhalterin -
    punktewirksam ist nur eine mindestens 80%ige Erwerbsminderung.
  • Nachweis über eine eventuelle Behinderung oder Pflegebedürftigkeit des/der Ansuchenden oder einer zum Familienverband gehörenden Person, die auch in der zukünftigen Wohnung leben wird  - Bescheid des Bundessozialamtes, Magistrates Graz, der Pensionsversicherung über das Pflegegeld etc.
  • Scheidungsurteil oder Gerichtsbeschluss und Vergleichsausfertigung
  • Nachweis eines drohenden oder bereits eingetretenen unverschuldeten Wohnungsverlustes
  • für außerhalb von Graz wohnhafte und in Graz berufstätige Wohnungssuchende - Versicherungsdatenauszug der österreichischen Sozialversicherung
  • Schwangerschaftsbestätigung - Mutter‐Kind‐Pass
  • Nachweis aller Hauptwohnsitzmeldungen in Graz

Hinweis: Bitte achten Sie darauf, dass Sie die erforderlichen Unterlagen für Ihr Ansuchen bzw. Änderungen wie z.B. Adresse, Personenanzahl, Familienstand, Wohnungsverhältnisse, Einkommen, spätestens innerhalb von 4 Wochen dem Eigenbetrieb Wohnen Graz/Wohnungsmanagement bekannt geben.

Fristen + Termine: keine

Kosten: keine

Kontakt

Öffnungszeiten, Erreichbarkeit, Parken, barrierefreier Zugang

Tel.: +43 316 872-5407 - Gemeindewohnungen
Tel.: +43 316 872 5447 - Wohnungskontrolle (Heinz Baumgartner)
 
Öffnungszeiten, Ort:
Schillerplatz 4, 8011 Graz

  • Zentrale Annahmestelle für Ansuchen u. Unterlagen: Mo - Fr, 7 bis 15 Uhr / Parterre INFO-Point
  • Schlüsselausgabe: Mo - Fr, 7 bis 13 Uhr / Parterre INFO-Point
  • Ticketausgabe zur Vorsprache im Wohnungsmanagement: Di + Fr, 7 bis 9 Uhr / Tiefparterre (max. 60 Tickets/Tag)

ÖV3, 60, 63, 64  (Haltestelle/n Schillerplatz, Krenngasse)
Parken: Gebührenpflichtige Kurzparkzone, Behinderten-Parkplätze in der Herrandgasse
Barrierefreier Zugang: über Eingang Lift Herrandgasse (bitte läuten)

Was passiert mit meinem Antrag?

Ihr Antrag wird geprüft. Wenn Sie alle Unterlagen vorgelegt haben, verständigen wir Sie schriftlich, ob Sie für die Zuweisung einer Gemeindewohnung vorgemerkt werden oder nicht.

Im Falle einer positiven Erledigung kommen Sie persönlich ins Wohnungsmanagement von Wohnen Graz - siehe Öffnungszeiten.

Achtung: 
Sollten Sie 5 Ihren Verhältnissen entsprechend zumutbare Wohnungen ablehnen, ist erst nach 2 Jahren eine neuerliche Antragstellung auf eine Gemeindewohnung möglich.

Mindestpunkteanzahl

Um für eine Gemeindewohnung vorgemerkt werden zu können, muss eine Mindestpunkteanzahl erreicht werden.

1 Person 36 Punkte
2 Personen 89 Punkte
3 Personen 112 Punkte


Ab 2 Personen-Haushalte müssen die Punkte aus 2 oder 3 der Bereiche Wohnungsdefizite, Lebenslage, Erwerbslage, kommen.

Was wird bewertet?

Wohnungsdefizite: Unbewohnbarkeit, kein/e Wasser, WC, Bad oder Dusche,
Kellerwohnung, Gesundheitsschädlichkeit durch Feuchtigkeit - über 10 % sämtlicher Flächen der Wohnräume, Lärmbelastung nach Lärmstraßenkataster.

Lebenslage: Familiäre Umstände wie z.B. Kinder, für die Familienbeihilfe bezogen wird, AlleinerzieherInnen, Jungfamilie  unter 35 Jahren, Überbelag der Wohnung - Richtwert ist eine durchschnittliche Wohnfläche von 15 m² pro Person bzw. 1 Zimmer pro Person.

Erwerbslage: Einkommenssituation und persönliche Umstände wie z.B. Behinderung oder Pflegebedürftigkeit eines Familienmitgliedes, mindestens 80%ige Erwerbsminderung des/der Familienerhalters/in

Sonstiges: Wohnungssuchende, welche vom Zeitpunkt der Antragstellung rückwirkend mehr als 10 Jahre ununterbrochen mit Hautpwohnsitz in Graz gemeldet und wohnhaft sind, erhalten ab dem 10. Jahr für jedes weitere abgeschlossene Kalenderjahr 2 Punkte gedeckelt mit maximal 20 Punkten.

Ausgewählte freie Gemeindewohnungen ohne erforderliche Mindestpunkteanzahl

Wohnversorgung in Notfällen

In bestimmten Notsituationen wird vom Eigenbetrieb Wohnen Graz/Wohnungsmanagement eine Einzelfallprüfung vorgenommen.

Das Vorliegen der Notlage wird nach genau festgelegten Kriterien geprüft, jedoch darf das jährliche Gesamtnettoeinkommen das 1,5‐fache des ausgleichszulagenfähigen Einkommens nicht überschreiten.

Das ist derzeit für

1 Person 19.594 Euro
2 Personen 29.378 Euro
3 Personen 32.402 Euro
4 Personen 35.425 Euro
für jede weitere Person + 3.023 Euro

Mögliche Notsituationen sind:

  • Unbewohnbarkeit Ihrer derzeitigen Wohnung: Baupolizeiliches Benützungsverbot, zu geringe Raumhöhe, kein elektrisches Licht, keine stationäre Heizung (durch Rauchfangkehrer bestätigt), kein benutzbares WC im Nahbereich (muss außerhalb des Hauses liegen), kein benutzbarer Wasseranschluss im Nahbereich (z.B. Brunnen).
  • Private Notunterkunft: Aufgrund einer Notlage oder eines unverschuldeten Wohnungsverlustes wurde eine private Notunterkunft bezogen, z.B. bei Verwandten oder eine Schlafstelle bestimmter caritativer Einrichtungen.
  • Öffentliche Notunterkunft: Unterbringung in einer von der öffentlichen Hand organisierten Einrichtung (z.B. Übergangswohnung der Stadt Graz, Frauenhaus, Frauen‐und Männerwohnheim der Stadt Graz) oder einer privaten bzw. einer Einrichtung einer Sozialorganisation, die vom Eigenbetrieb Wohnen Graz als öffentliche Notunterkunft anerkannt wird.
  • Drohender Wohnungsverlust: Vorliegen einer Notlage (Einkommenseinbußen, Arbeitslosigkeit) oder unverschuldeter Wohnungsverlust.
  • Wohnungslosigkeit: Sie verfügen beispielsweise seit mindestens einem halben Jahr über keine fixe Schlafstelle und allenfalls nur über eine Postadresse.

Hinweis: Ein Wohnungsverlust nach Beendigung eines befristeten Mietverhältnisses oder durch einen Räumungsvergleich kann im Regelfall nicht als drohender Wohnungsverlust bzw. Notsituation gewertet werden.

Nicht für eine Gemeindewohnung vorgemerkt werden können

  • Allein‐ bzw. MiteigentümerInnen einer Wohnung, eines Hauses oder einer Liegenschaft im In- und Ausland.
  • Personen, die Vermögen haben und sich eine Wohnung leisten können.
  • MieterInnen einer von der Gemeinde zugewiesenen Wohnung - dies gilt auch für HausbesorgerInnen‐, SeniorInnen‐, Behinderten‐, StudentInnen‐ oder KünstlerInnenwohnungen.
  • MieterInnen, die aus eigenem Verschulden aus einer Gemeindewohnung gekündigt bzw. delogiert wurden - z.B. wegen unbefugter Weitergabe, wegen Nichtbenützung, wegen unleidlichen Verhaltens, etc.
  • Personen, die in ihrer Nichtgemeindewohnung einen Kündigungsgrund gesetzt haben gem. Punkt 9.4. der Richtlinien für die Zuweisung von Gemeindewohnungen der Stadt Graz.
  • WohnungswerberInnen, die verheiratet sind, eine Gemeindewohnung bewohnen und eine Trennung beabsichtigen, aber die Scheidungsklage nicht nachweislich eingereicht haben.
  • Personen, die durch wissentlich falsche Angaben eine ihnen nach den Richtlinien nicht zustehende Punkteanzahl tatsächlich erlangt oder auf diese Weise versucht haben, eine nicht gerechtfertigte Punkteanzahl zu erreichen oder eine Gemeindewohnung widerrechtlich bezogen haben.
  • Personen, die über einen oder mehrere Nebenwohnsitze verfügen. Ausgenommen sind Wohnungssuchende gem. Punkt 2.4. der Richtlinien für die Zuweisung von Gemeindewohnungen der Stadt Graz.

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