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Gemeindewohnung: Ansuchen, Voraussetzungen

Wichtig zu wissen

Über städtisches Wohnen in Graz

Die Gemeindewohnungen der Stadt Graz bieten höchste Wohnqualität zu leistbaren Mieten - provisionsfrei und unbefristet!

Haben Sie gewusst, dass ...

  • ... Sie bis zu 40.800 € netto pro Jahr verdienen dürfen, um Anspruch auf eine Gemeindewohnung zu haben?
  • ... zahlreiche Gemeindewohnungen Neubauten sind, in moderner Holzbau-Architektur oder im Grünen, mit einer guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr.
  • ... Gemeindewohnungen nach einem Mieterwechsel, wenn es notwendig ist,  umfassend saniert werden?
  • ... wir kostengünstige Studentenwohnungen anbieten?
  • ... wir auch seniorengerechte und barrierefreie Wohnungen anbieten?

Interesse an einer Gemeindewohnung? Dann haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Sie suchen allgemein für eine Gemeindewohnung an. Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, schlagen wir für Sie passende Wohnungen vor, aus denen Sie wählen können.
  2. Sie klicken sich online durch unsere Datenbank an freien Gemeindewohnungen. Diese Wohnungen sind sofort beziehbar. Dann suchen Sie für eine Gemeindewohnung an und teilen uns die Wohnung mit, die Ihnen gefallen hat. 
    Hier geht´s zur Online-Datenbank unserer ausgewählten, freien Gemeindewohnungen!

So funktioniert es + Formular

Wer kann um eine Gemeindewohnung ansuchen?

  • Österreichische StaatsbürgerInnen
  • EU-BürgerInnen
  • BürgerInnen des EWR
  • SchweizerInnen
  • Personen mit dem Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt-EU" gem. NAG 2005 idgF

Welche Voraussetzungen müssen Sie noch erfüllen:

  • Sie sind mindestens 18 Jahre alt.
  • Sie sind mündig und minderjährig und Mutter und/oder Vater eines Kindes, mit dem Sie im gemeinsamen Haushalt leben.
  • Sie haben seit mindestens 5 Jahren durchgehend oder 15 Jahre in Summe Ihren Hauptwohnsitz in Graz gehabt oder
  • Sie sind seit mindestens 5 Jahren ununterbrochen bzw. sind/waren 15 Jahre in Summe in Graz berufstätig.
  • Sie besitzen kein Vermögen, mit dem Sie sich selbst eine Wohnung leisten könnten.
  • Ihr jährliches Nettohaushaltseinkommen liegt unter den festgelegten Einkommensgrenzen.
  • Alle miteinziehenden Personen sind seit mind. 2 Jahren (bzw. seit der Geburt) mit Hauptwohnsitz bei Ihnen (AntragsstellerIn) gemeldet und wohnhaft.

 

1 Person       40.800 Euro
2 Personen 61.200 Euro
3 Personen 66.600 Euro
4 Personen 72.000 Euro
5 Personen 77.400 Euro
für jede weitere Person + 5.400 Euro


Was zählt zum  Netto-Haushaltseinkommen?

Das Nettohaushaltseinkommen ist die Summe der Einkommen (inkl. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) aller Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben werden.

Zum Einkommen gehören:

  • Arbeitseinkommen (Lohn, Gehalt)
  • Einkommen bei Selbständigkeit
  • Pension
  • Lehrlingsentschädigung
  • Arbeitslosengeld
  • Notstandshilfe
  • Mindestsicherung
  • Wochengeld
  • Krankengeld
  • Kinderbetreuungsgeld
  • Familienbeihilfe
  • Unterhaltsleistungen
  • Alimentationszahlungen
  • sonstige Beihilfen

Unberücksichtigt bleiben Pflegegelder nach dem Bundes- und Steiermärkischen Pflegegeldgesetz und die erhöhte Familienbeihilfe. 

Wie reichen Sie Ihren Antrag ein?
Mit diesem Formular:
Ansuchen Gemeindewohnung 

Notwendige Unterlagen

  • Zusätzlich zum ausgefüllten Antragsformular benötigen wir folgende Unterlagen in Kopie:

    • Foto der/des Ansuchenden
    • Staatsbürgerschaftsnachweis, Reisepass, Personalausweis oder den Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt-EU" gem. Niederlassungs- u. Aufenthaltsgesetz - NAG, BGBL 100/2005 (mind. 5 Jahre)
    • Anmeldebescheinigung von EU-BürgerInnen, BürgerInnen des EWR und der Schweiz
    • Nachweis einer Integrationserklärung von Drittstaatsangehörigen
    • Einkommensnachweise von allen Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben werden:
      - Lohn- oder Gehaltszettel der letzten 3 Monate
      - Lehrlingsentschädigungsnachweis
      - letzter Einkommenssteuerbescheid bei Selbständigkeit
      - Pensionsnachweis
      - Bezugsbestätigung für Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Mindestsicherung, Wochengeld, Krankengeld, Kinderbetreuungsgeld, Familienbeihilfe
      - Alimentations- und Unterhaltsleistungen, etc.
    • Mietvertrag bzw. sonstigen Nachweis über das derzeitige Miet- oder Benützungsverhältnis mit Angabe der Gesamtnutzfläche in m² der derzeitigen Wohnung
    • Bescheinigung über eine mögliche Erwerbsminderung des/der Familienerhalters/in
    • Nachweis über eine eventuelle Behinderung oder Pflegebedürftigkeit des/der Ansuchenden oder einer zum Familienverband gehörenden Person, die auch in der zukünftigen Wohnung leben wird (Bescheid des Bundessozialamtes, Magistrates Graz, der Pensionsversicherung über das Pflegegeld und dergleichen)
    • gegebenenfalls Scheidungsurteil oder Gerichtsbeschluss und Vergleichsausfertigung
    • Nachweis eines drohenden oder bereits eingetretenen unverschuldeten Wohnungsverlustes
    • für außerhalb von Graz wohnhafte und in Graz berufstätige Wohnungssuchende - Versicherungsdatenauszug der österreichischen Sozialversicherung
    • Schwangerschaftsbestätigung (Mutter-Kind-Pass)
    • Nachweis aller Hauptwohnsitzmeldungen in Graz

    Hinweis:
    Bitte achten Sie darauf, dass Sie alle erforderlichen Unterlagen für Ihr Ansuchen innerhalb von 4 Wochen nach Einlangen Ihres Ansuchens an das Wohnungsmanagement übermitteln und  Änderungen wie z.B. Adresse, Personenanzahl, Familienstand, Wohnungsverhältnisse, Einkommen, ebenfalls innerhalb von 4 Wochen dem Eigenbetrieb Wohnen Graz/Wohnungsmanagement  bekanntgeben.

 

Fristen + Termine: keine

Kosten: keine

Kontakt

Erreichbarkeit, Parken, barrierefreier Zugang

Ort: Schillerplatz 4, 8011 Graz

ÖV3, 60, 63, 64  (Haltestelle/n Schillerplatz, Krenngasse)
Parken: Gebührenpflichtige Kurzparkzone, Behinderten-Parkplätze in der Herrandgasse
Barrierefreier Zugang: über Eingang Lift Herrandgasse (bitte läuten)

Was passiert mit meinem Antrag?

Ihr Antrag wird geprüft. Wenn Sie alle Unterlagen vorgelegt haben, verständigen wir Sie schriftlich, ob Sie für die Zuweisung einer Gemeindewohnung vorgemerkt werden können oder nicht.

Bezüglich Wohnungsangebote nehmen Sie bitte innerhalb der nächsten 3 Monate mit uns Kontakt auf. Zwecks Terminvereinbarung bitten wir um telefonische Rückmeldung unter der Tel.Nr. Tel: +43 316 872-5417.

Persönliche Vorsprachen sind ausschließlich mit Termin möglich.

Achtung: 
Sollten Sie fünf Ihren Verhältnissen entsprechend zumutbare Wohnungen ablehnen, ist erst nach 2 Jahren eine neuerliche Antragstellung auf eine Gemeindewohnung möglich.

Wohnversorgung in Notfällen

In bestimmten Notsituationen wird vom Eigenbetrieb Wohnen Graz/Wohnungsmanagement eine Einzelfallprüfung vorgenommen.

Das Vorliegen der Notlage wird nach genau festgelegten Kriterien geprüft, jedoch darf das jährliche Gesamtnettoeinkommen das 1,5‐fache des ausgleichszulagenfähigen Einkommens nicht überschreiten.

Das ist derzeit für

1 Person 20.300 Euro
2 Personen 30.912 Euro
3 Personen 34.044 Euro
4 Personen 37.176 Euro
für jede weitere Person + 3.132 Euro

Mögliche Notsituationen sind:

  • Unbewohnbarkeit Ihrer derzeitigen Wohnung: Baupolizeiliches Benützungsverbot, zu geringe Raumhöhe, kein elektrisches Licht, keine stationäre Heizung (durch Rauchfangkehrer bestätigt), kein benutzbares WC im Nahbereich (muss außerhalb des Hauses liegen), kein benutzbarer Wasseranschluss im Nahbereich (z.B. Brunnen).
  • Private Notunterkunft: Aufgrund einer Notlage oder eines unverschuldeten Wohnungsverlustes wurde eine private Notunterkunft bezogen, z.B. bei Verwandten oder eine Schlafstelle bestimmter caritativer Einrichtungen.
  • Öffentliche Notunterkunft: Unterbringung in einer von der öffentlichen Hand organisierten Einrichtung (z.B. Übergangswohnung der Stadt Graz, Frauenhaus, Frauen‐und Männerwohnheim der Stadt Graz) oder einer privaten bzw. einer Einrichtung einer Sozialorganisation, die vom Eigenbetrieb Wohnen Graz als öffentliche Notunterkunft anerkannt wird.
  • Drohender Wohnungsverlust: Vorliegen einer Notlage (Einkommenseinbußen, Arbeitslosigkeit) oder unverschuldeter Wohnungsverlust.
  • Wohnungslosigkeit: Sie verfügen beispielsweise seit mindestens einem halben Jahr über keine fixe Schlafstelle und allenfalls nur über eine Postadresse.

Hinweis: Ein Wohnungsverlust nach Beendigung eines befristeten Mietverhältnisses oder durch einen Räumungsvergleich kann im Regelfall nicht als drohender Wohnungsverlust bzw. Notsituation gewertet werden.

Nicht für eine Gemeindewohnung vorgemerkt werden können

  • Allein‐ bzw. MiteigentümerInnen einer Wohnung, eines Hauses oder einer Liegenschaft im In- und Ausland.
  • Personen, die Vermögen haben und sich eine Wohnung leisten können.
  • MieterInnen einer von der Gemeinde zugewiesenen Wohnung - dies gilt auch für HausbesorgerInnen‐, SeniorInnen‐, Behinderten‐, StudentInnen‐ oder KünstlerInnenwohnungen.
  • MieterInnen, die aus eigenem Verschulden aus einer Gemeindewohnung gekündigt bzw. delogiert wurden - z.B. wegen unbefugter Weitergabe, wegen Nichtbenützung, wegen unleidlichen Verhaltens, etc.
  • Personen, die in ihrer Nichtgemeindewohnung einen Kündigungsgrund gesetzt haben gemäß Punkt 9.4. der Richtlinien für die Zuweisung von Gemeindewohnungen der Stadt Graz.
  • WohnungswerberInnen, die verheiratet sind, eine Gemeindewohnung bewohnen und eine Trennung beabsichtigen, aber die Scheidungsklage nicht nachweislich eingereicht haben.
  • Personen, die durch wissentlich falsche Angaben eine ihnen nach den Richtlinien nicht zustehende Punkteanzahl tatsächlich erlangt oder auf diese Weise versucht haben, eine nicht gerechtfertigte Punkteanzahl zu erreichen oder eine Gemeindewohnung widerrechtlich bezogen haben.
  • Personen, die über einen oder mehrere Nebenwohnsitze verfügen. Ausgenommen sind Wohnungssuchende gemäß Punkt 2.4. der Richtlinien für die Zuweisung von Gemeindewohnungen der Stadt Graz.

Mindestpunkteanzahl keine erforderlich

Die lt. den Richtlinien für die Zuweisung von Gemeindewohnungen geforderten Mindestpunkte sind derzeit nicht erforderlich.

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