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Menschenrechtsbeirat weiter unter weiblichem Vorsitz

Einstimmige Wiederwahl, neue Köpfe und Abschiede

23.09.2026

Der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz hat sich nach er Gemeinderatswahl neu formiert. Elke Lujansky-Lammer bleibt Vorsitzende. Anna Majcan bleibt ihre Stellvertreterin. Beide wurden einstimmig wiedergewählt. Der Menschenrechtsbeirat setzt sich für die Menschenrechte in Graz ein. Er berät die Stadt und macht auf wichtige Themen aufmerksam. Bürgermeisterin Elke Kahr bedankte sich bei allen Mitgliedern für ihren Einsatz.

Der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz ist zu seiner ersten Sitzung nach der Gemeinderatswahl vom 28. Juni  zusammengekommen. Dabei wurde auch der Vorsitz des Beirates neu gewählt: Elke Lujansky-Lammer vom Institut für Frau und Familie wurde einstimmig als Vorsitzende wiedergewählt. Ebenfalls einstimmig in ihrer Funktion bestätigt wurde Anna Majcan vom Grazer Frauenrat als stellvertretende Vorsitzende.

Als Fraktion im Beirat neu bzw. wieder vertreten ist die FPÖ (anstelle KFG). Ausgeschieden sind das langjährige Mitglied Karl-Heinz Herper sowie Hannes Graf, für den AMS-Geschäftsstellenleiter Christian Namor nachgerückt ist. Den Platz von Wolfgang Wehap, entsendet vom Amt der Bürgermeisterin und demnächst im Ruhestand, wird künftig Georg Fuchs einnehmen.

Auch Bürgermeisterin Elke Kahr nahm an der Sitzung teil und bedankte sich bei den Mitgliedern für ihre Arbeit: „Ich möchte mich bedanken bei allen, die hier im Beirat mitgewirkt haben und mitwirken. Menschenrechte sind immer nur so viel wert, wie man sie auch lebt. Wir prüfen jeden Tag in unserer Arbeit, ob wir dem gerecht werden. Vielen Dank für euren Einsatz."

Zahlreiche Themenfelder

Nach einem erläuternden Bericht der Bürgermeisterin zum Thema Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge gab es aus den Arbeitsgruppen einen Überblick über die aktuellen Themenfelder sowie ein Resümee über das Wahlkampf-Monitoring. Ein - ob der 100-prozentigen Beteiligung der Abteilungen positiven - Forcast betraf den Menschenrechtsbericht 2026 sowie die Jugendplattform "Kenne Deine Rechte", deren Redaktion gerade neu zusammengestellt worden ist. Dazu kamen Informationen zu Überlegungen hinsichtlich der KI-Strategie sowie zu geplanten und in Umsetzung befindlichen Projekten anlässlich des Jubiläums "25 Jahre Menschenrechtsstadt Graz".

Kritischer Begleiter der Menschenrechtsstadt

Der Menschenrechtsbeirat wurde 2007 eingerichtet und begleitet seither die Entwicklung der Menschenrechtsstadt Graz. Seine Mitglieder aus Politik, Verwaltung, Justiz, Exekutive und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen sind ehrenamtlich tätig.

Der Beirat versteht sich als „Kompass" auf dem Weg der Menschenrechtsstadt. Zu seinen zentralen Aufgaben zählen die Beratung von Bürgermeisterin, Stadtregierung und Gemeinderat in Menschenrechtsfragen sowie die jährliche Erstellung des Grazer Menschenrechtsberichts. Darüber hinaus kann der Beirat zu aktuellen menschenrechtlich relevanten Entwicklungen Stellung nehmen und die Öffentlichkeit informieren.

Mit seiner Arbeit trägt der Menschenrechtsbeirat dazu bei, menschenrechtliche Entwicklungen in Graz kritisch zu begleiten, Handlungsbedarf sichtbar zu machen und den Austausch zwischen Stadt, Institutionen und Zivilgesellschaft zu stärken, wobei auch der internationale Austausch gesucht und gepflegt wird. Als Geschäftsstelle fungiert das Europäische Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie ETC mit Sitz an der Universität Graz.

Der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz.Elke Kahr mit Elke Lujansky-Lammer und Anna MajcanEine produktive Sitzung.Wolfgang Wehap mit Klaus Starl (Geschäftsstelle des Menschenrechtsbeirats) und Elke Lujansky-Lammer.

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