Große Anerkennung für die Gesundheitsdrehscheibe der Stadt Graz
Das innovative Angebot des Grazer Gesundheitsamtes wurde mit dem Steirischen Qualitätspreis Gesundheit „SALUS 2026" in der Kategorie Gesundheitsförderung ausgezeichnet. Der vom Gesundheitsfonds Steiermark vergebene Preis wurde in einem feierlichen Rahmen übergeben und würdigt Projekte, die mit nachhaltigen und qualitätsvollen Ansätzen zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung beitragen. Ein Dank an dieser Stelle den Kolleg:innen des Gesundheitsfonds für die organisation des würdigen Rahmens.
Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung einer Gesundheitsförderung, die über die Behandlung von Krankheiten hinausgeht. Im Sinne der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht es darum, Menschen zu stärken, ihre Selbstbestimmung über die eigene Gesundheit zu fördern und gesundheitliche Chancengerechtigkeit zu verbessern. Entscheidend sind dabei auch die sozialen Lebensbedingungen und der Zugang zu verständlicher Information und passender Unterstützung.
„Wer gesundheitliche Probleme hat, braucht rasch die richtige Unterstützung. Doch für viele Menschen ist es gar nicht so einfach, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden. Genau hier setzt die Gesundheitsdrehscheibe an: Sie hilft unbürokratisch, persönlich und kostenlos. Dass diese Arbeit nun mit dem SALUS ausgezeichnet wird, ist eine große Anerkennung für das gesamte Team und sein tägliches Engagement", freut sich Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer.

Die Gesundheitsdrehscheibe wurde 2023 als Teil des Grazer Gesundheitsamtes aufgebaut. Ihr Ansatz geht über die klassische Gesundheitsberatung hinaus: Gesundheit wird nicht allein als medizinische Frage verstanden, sondern auch im Zusammenhang mit den sozialen Lebensbedingungen betrachtet.
Ob Fragen zu chronischen Erkrankungen, Unterstützung bei der Suche nach passenden Angeboten oder Informationen zur Gesundheitsvorsorge: Die Gesundheitsdrehscheibe nimmt sich Zeit für die Anliegen der Menschen und hilft dabei, die richtigen Ansprechpartner zu finden. Mit mobilen Angeboten im Stadtgebiet geht das Team zudem gezielt dorthin, wo Menschen im Alltag erreicht werden können. Das multiprofessionelle Team berät kostenlos, vertraulich und unbürokratisch, hilft bei der Orientierung im Gesundheitssystem und vermittelt zu passenden medizinischen, sozialen und gesundheitsfördernden Angeboten.
Wie groß der Bedarf ist, zeigt die Entwicklung der vergangenen Jahre. Allein 2025 wurde die Gesundheitsdrehscheibe von 2.065 Personen kontaktiert, 853 Menschen wurden persönlich vor Ort beraten. Die Nachfrage nach dem Angebot ist seit seiner Eröffnung kontinuierlich gewachsen.
„Die Gesundheitsdrehscheibe steht für ein Gesundheitsverständnis, das den Menschen als Ganzes sieht. Wir verbinden medizinische, pflegerische und soziale Kompetenzen und bringen Gesundheitsförderung näher an den Alltag der Grazer. Der SALUS ist eine wichtige Bestätigung für diesen Weg und die engagierte Arbeit unserer Mitarbeiter:innen," freut sich Dr.in Eva Winter, Leiterin des Gesundheitsamtes Graz.
„Gesundheitsförderung bedeutet, Menschen darin zu bestärken, aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun und ihre Gesundheitskompetenz zu stärken. Unser Team gibt dafür jeden Tag sein Bestes und setzt sich mit großem Engagement für die Anliegen der Menschen ein. Der SALUS ist eine schöne Anerkennung für diesen täglichen Einsatz", ergänzt Angela Koch, Leiterin Gesundheitsdrehscheibe Graz.
Gesundheitsförderung braucht dauerhafte Strukturen
Für Gesundheitsstadtrat Krotzer ist die Auszeichnung auch ein Auftrag, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Die Gesundheitsdrehscheibe hat sich in den vergangenen Jahren durch Kooperationen mit Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens sowie durch internationale Projekte weiterentwickelt. Sie zeigt, welche Möglichkeiten eine Stadt hat, um Versorgungslücken zu verringern und gesundheitliche Chancengerechtigkeit zu stärken.
„Wir brauchen ein Gesundheitssystem, das nicht erst dann hilft, wenn Menschen schwer krank sind. Wir müssen früher ansetzen, vorbeugen und dafür sorgen, dass niemand mit seinen gesundheitlichen Problemen allein gelassen wird. Die Gesundheitsdrehscheibe zeigt, wie kommunale Gesundheitsförderung funktionieren kann. Mein Dank gilt allen Mitarbeiter:innen und unseren zahlreichen Kooperationspartner:innen", so Krotzer abschließend.

