Das nennt man eine gute Verbindung, die auch nicht alle Tage zustande kommt: Heute wurde das rund 280 Tonnen schwere Tragwerk des neuen Pongratz-Moore-Stegs spektakulär über die Bäume gehoben, zur Mur bewegt und in seine endgültige Position gedreht.
Pünktlich um 7 Uhr früh starteten die Vorbereitungen für den wohl spektakulärsten Arbeitsschritt beim Neubau des Pongratz-Moore-Stegs, der künftig nicht nur den Rad- und Fußverkehr über die Mur bringt, sondern auch alle wichtigen Versorgungsleitungen sicher beherbergt. Ein 1.000-Tonnen-Raupenkran der Firma Felbermayr hob das rund 68 Meter lange Stahltragwerk zunächst etwa 20 Meter in die Höhe. Anschließend wurde es rund 40 Meter in Richtung Mur bewegt und im schwebenden Zustand um 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht. So entstand tatsächlich der Eindruck: Hier kommt eine Brücke geflogen.
Selbst für erfahrene Fachleute ist ein Hub dieser Größenordnung außergewöhnlich. Die größte Herausforderung war für die ARGE Granit-Klöcher, die Örtliche Bauaufsicht, die Kranfirma Felbermayr und die Projektleitung der Stadtbaudirektion die Drehung des Tragwerks im schwebenden Zustand und das „Einfädeln" unter der 110 KV-Leitung, die für die Bauarbeiten auch abgeschaltet wurde.
Außerdem musste sichergestellt werden, dass die Brücke den rund 80 Meter langen Kranausleger zu keinem Zeitpunkt berührt. Zwei Teleskoplader mit Seilwinden führten und sicherten das Tragwerk während des Manövers.
Von dieser alles andere als alltäglichen Kraftanstrengung machten sich direkt am Baufeld auch Bürgermeisterin Elke Kahr, Vizebürgermeisterin Judith Schwentner und Stadtbaudirektor Bertram Werle ein Bild und zeigten sich von der Dimension und Präzision beeindruckt.