Mit dem Schulbeginn am 14. September öffnen die Grazer Volksschulen wieder ihre Türen. Damit alles reibungslos funktioniert, sind die Schulwart:innen im Vorfeld aktiv. Sie kontrollieren die Gebäude und Außenanlagen, um sicherzustellen, dass alle Räume in Ordnung sind. Ihr Tag beginnt früh, um die ersten Schüler:innen empfangen zu können.
Die Schulwart:innen verstehen ihre Rolle als mehr als nur technische Betreuung. Sie schaffen ein angenehmes Lernumfeld, indem sie für Sicherheit und Struktur sorgen. Dabei sind sie auch Ansprechpartner für die Kinder und unterstützen sie bei ihren Anliegen. Durch ihre vielfältigen Aufgaben und den direkten Kontakt zu Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern gestalten sie den Schulalltag mit. Für die 2.722 neuen Schüler:innen an den 39 städtischen Volksschulen steht ein guter Start bevor.

Ruhe vor dem Sturm. So könnte man die Situation in den Grazer Schulen vor dem 14. September am besten beschreiben. Doch für eine Berufsgruppe war es in den Sommerferien gar nicht so ruhig und sie hatte auch nicht durchgehend frei: Die Schulwart:innen mussten in ihrer Funktion ordentlich mithelfen, dass pünktlich zu Schulstart wieder alles bereit ist.
Im Morgengrauen
Und der Dienst von Andrea Wagner, Siegfried Greiner und David Kleinschuster sowie all ihren Kolleg:innen in der Stadt Graz beginnt schon frühmorgens um 6 Uhr - und läuft bei allen ziemlich gleich ab: „Ich gehe rund ums Gebäude und schaue, ob alles in Ordnung ist, der Sturm vielleicht ein Fenster beschädigt hat oder sonst was passiert ist. Dann geht es ins Gebäude. Auch dort kontrolliere ich alle Räumlichkeiten. Um 7.45 Uhr sperre ich das Schultor auf", erzählt Andrea Wagner. Davor warten schon die ersten Kinder.
Viel Abwechslung
Die zweifache Mutter ist seit einem Jahr Schulwartin in der VS Gösting und genau dort angekommen, wo sie immer hinwollte: „Ja, in dieser Funktion kann ich mein handwerkliches Talent gut einbringen, habe jede Menge soziale Kontakte und bin viel an der frischen Luft", schmunzelt sie. Der allergrößte Vorteil ihrer Tätigkeit ist jedoch, dass sie extrem abwechslungsreich ist: „Kein Tag ist wie der andere und immer gibt es neue Herausforderungen, die wir gemeinsam mit den Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern meistern", sind sich die drei Schulwart:innen einig. Bisher ist es ihnen ganz gut gelungen, zu einem halbwegs harmonischen Umfeld und einer guten Atmosphäre einen Beitrag zu leisten. „Ich spüre durchaus Respekt, der mir entgegengebracht wird. Ich muss auch zwischendurch mal den Bösen spielen. Aber grundsätzlich ist es mir ein Anliegen, den Kindern Werte zu vermitteln und für sie da zu sein, wenn sie mich brauchen, gerne auch mal als Seelentröster", schmunzelt David Kleinschuster von der VS Rosegger.
Wohlfühlen, Regeln und die Kraft des Gesprächs

Sehr ähnlich sieht es sein Kollege Siegfried Greiner, der seit neun Jahren in der Volksschule Bertha von Suttner am Grieskai tätig ist: „Wir möchten hier ein Umfeld mit Sicherheit und Struktur bieten. Alle sollen gerne kommen und sich in der Schule wohlfühlen. Natürlich gibt es auch Regeln", erzählt der Vater zweier erwachsener Kinder. Aus seiner Erfahrung weiß er: „Man muss nicht alles immer so ernst nehmen." So schlüpft Greiner im Dezember schon mal ins Nikolauskostüm oder seilt sich im Fasching als Batman ab.
Im Gespräch bleiben
Das Gespräch mit den Schulwart:innen suchen auch viele Mädchen und Buben, wenn sie Vertrauen gefasst haben. „Ein Bub, der nie zuvor mit mir gesprochen hat, kam nach bestandener Fahrradprüfung zu mir gelaufen, ganz stolz mit seiner Urkunde", erinnert sich David Kleinschuster an ein schönes Erlebnis zurück. Der 32-Jährige ist seit einem Jahr in der VS Rosegger tätig. Doch das war gar nicht so geplant: „Ich habe am Ende meiner Schulzeit gesagt: ‚Nie mehr Schule!‘ Aber heute macht mir meine Aufgabe viel Freude." Ganz genauso ergeht es Andrea Wagner, die bei ihrer Berufsentscheidung tatkräftig von ihrer Familie unterstützt wurde.
Die Schulwart:innen sind auch untereinander gut vernetzt. Gegenseitige Unterstützung wird großgeschrieben.
Ins neue Schuljahr gehen sie mit einem positiven Gefühl: Es wird so gut weiterlaufen wie bisher. Mehr über ihren Alltag erfahren Sie in der aktuellen Folge des Podcasts Grazgeflüster:
graz.at/podcast
Die gesamte Geschichte finden Sie übrigens in der September-Ausgabe Ihrer Bürger:inneninformation Graz, der BIG!

Übrigens: 2.722 Mädchen und Buben starten am Montag, 14. September 2026 ihre schulische Laufbahn an einer der 39 städtischen Volksschulen.
Wir wünschen allen Tafelklassler:innen einen wunderschönen Schulbeginn!
