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Tag der Wiederbelebung: Jede Minute zählt

Die Initiative "Drück mich!" zeigt, wie man bei plötzlichem Herzstillstand erste Hilfe leistet.

16.10.2026

Wenn das Herz plötzlich stehen bleibt, zählt jede Sekunde. Wer im Notfall richtig reagiert, kann Leben retten. Genau darauf möchte die Initiative „Drück Mich!" aufmerksam machen. Unter dem Motto „Rufen - Drücken - Schocken" sind am Samstag, 17. Oktober 2026, von 8 bis 18 Uhr mehr als 150 Studierende der MedUni Graz und der Gesundheitsstudiengänge der FH JOANNEUM in ganz Graz im Einsatz. An rund 35 Standorten zeigen mobile Teams den Passant:innen, wie sie bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand mit einfachen, lebensrettenden Sofortmaßnahmen helfen können, und laden zum gemeinsamen Üben ein. Das ambitionierte Ziel dieses Jahr: 3.000 Menschen für ein Wiederbelebungstraining zu animieren.

Ermöglicht wird die Aktion durch die Arbeitsgemeinschaft für Nottfallmedizin mit Unterstützung der Ärztekammer Steiermark, der Stadt Graz und natürlich der zahlreichen engagierten Studierenden. 

Die Grazer Stadtregierung frischte ihr Wissen für den Notfall am Tag der Wiederbelebung auf.Unter dem Motto "Rufen - Drücken - Schocken" zeigt die Initiative Drück mich, wie die Wiederbelebung im Notfall richtig funktioniert.

Rund um Tag der Wiederbelebung am 16. Oktober finden österreichweit Aktionen und Übungsangebote statt. Zu diesem Anlass frischten auch Mitglieder der Grazer Stadtregierung ihr Wissen für den Notfall auf. Unter der Anleitung von Michael Eichinger und Klemens Heinz, von der Arbeitsgemeinschaft für Notfallmedizin, konnten sie an Reanimationspuppen üben, wie die Herzdruckmassage korrekt ausgeführt wird. 

Im Ernstfall erste Hilfe zu leisten, ist ganz einfach, wie Michael Furtmüller, von der Initiative „Drück mich!", erklärt:
"In Österreich erleidet etwa jede Stunde ein Mensch einen Herzstillstand, meistens zu Hause. Ob dieser Mensch überlebt, hängt wesentlich davon ab, ob jemand in den ersten Minuten den Mut hat, zu handeln. Und das ist einfacher, als viele denken. Herzstillstand - rufen - drücken - schocken. Genau diesen Mut wollen wir mit ‚Drück mich!' wecken. Denn falsch machen kann man nur eines: nichts zu tun."

Jede:r kann Leben retten

Anleitung zur Wiederbelebung.
Anleitung zur Wiederbelebung.© AGN/Drück mich

Bei einem plätzlichen Herzstillstand, gilt es folgende Schritte zu beachten:

  1. Rufen: Sofort den Notruf 144 wählen.
  2. Drücken: Beide Hände übereinanderlegen und kräftig, schnell und regelmäßig in die Mitte des Brustkorbs drücken - mindestens 100 Mal pro Minute.
  3. Schocken: Falls ein Defibrillator (AED) in der Nähe ist, einschalten und den Anweisungen folgen. Ist kein Gerät vorhanden, die Herzdruckmassage fortsetzen, bis Hilfe eintrifft.

Warum jede Minute zählt

Rund alle 80 Minuten erleidet in Österreich ein Mensch einen plötzlichen Herzstillstand. Treffen kann es dabei jede und jeden, jederzeit - ungeachtet des Alters. Nur jede zehnte Person davon überlebt. Bereits seit 2014 hat sich die Initiative „Drück mich!" zum Ziel gesetzt, möglichst vielen Menschen die Wiederbelebung beizubringen. Dadurch könnten jedes Jahr zusätzlich 1.000 Leben in Österreich gerettet werden. Wer den richtigen Rhytmus für die Herzdruckmassage sucht, kann sich am Radetzky-Marsch, Stayin' Alive von den Bee Gees oder (für die jüngere Generation) an dem Lied Baby Shark orientieren.

Defibrillatoren in Graz – Hilfe in Reichweite

In der Stadt Graz gibt es zahlreiche öffentlich zugängliche Defibrillatoren, die im Notfall Leben retten können. Alle Standorte sind im interaktiven Sicherheitsstadtplan der Stadt unter graz.at/sicherheitsstadplan zu finden.

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