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Immer in Bewegung

Grazer Sportressort: Bilanz und Ausblick

28.01.2018
Sportstadtrat Kurt Hohensinner beim Bezirksschulsporttag 2017. © Stadt Graz/Fischer
Sportstadtrat Kurt Hohensinner beim Bezirksschulsporttag 2017.© Stadt Graz/Fischer

Die Grazer Sportlandschaft ist in Bewegung. Vor allem konnte in den vergangenen Jahren die Infrastruktur immens weiterentwickelt werden. Nicht zuletzt der Neubau der Eishalle, die Ballsporthalle Hüttenbrennergasse und der Aus- und Neubau des ASKÖ Zentrums sind Beweise dafür. Neben der Erhaltung und dem Ausbau der Sportinfrastruktur hat sich das Sportressort vor allem dem Jugendsport verschrieben. Im vergangenen Jahr wurden über 8.500 jugendliche Vereinsmitglieder in mehr als 300 Grazer Sportvereinen subventioniert.

Über 100 Millionen Euro wurden in den vergangenen zehn Jahren in die Grazer Sportinfrastruktur investiert. „Der Grazer Sportstandort hat sich in den vergangenen Jahren massiv weiter entwickelt. Auch durch die Hilfe des Landes konnten wir großartige Projekte, wie das neue Eisstadion realisieren. Mit der Internationalen Ballsporthalle Hüttenbrennergasse erwartet uns im Jahr 2018 ein neuerliches Highlight. Für den Herbst ist die Eröffnung geplant", erklärt Sportstadtrat Kurt Hohensinner, „auch die Realisierung des lang ersehnten ASKÖ Mitteltrakt ist ein wichtiger Meilenstein für den Sportstandort Graz." Neben den Großprojekten wurde im Jahr 2017 aber auch im Kleinen für die Sportinfrastruktur gearbeitet. So ist das Sportamt für die Instandhaltung und Betreuung von 28 Bezirkssportplätzen, einer Eisfläche in Mariatrost und den beiden Langlaufloipen in Thal und Andritz verantwortlich. Im vergangenen Jahr wurde zusätzlich ein neuer Pumptrack auf den Eustacchio-Gründen eröffnet und ein Tischtennis-Tisch bei St. Vinzenz aufgestellt. Zusätzlich wurde ein neuer Streetworkout Park im Volksgarten realisiert.

Hauptschwerpunkt Jugendsport

Eine der wesentlichen Säulen des Grazer Sportressorts, ist es die Jugend für den Sport zu begeistern. Deshalb wurde vor einigen Jahren die Grazer Sportförderung dahingehend abgeändert, dass sie allein auf die Jugendgruppen bzw. -sportler abstellt. Diese wird seitdem nach entsprechenden transparenten Kriterien vergeben. So werden bei Einzelsportarten pro Kopf 85 Euro ausgeschüttet, sofern an Meisterschaften teilgenommen wird, und 45 Euro, wenn nur trainiert wird. Bei Mannschaftssportarten gibt es pro Jugendgruppe 1.100 Euro. Über diese Jugendförderung wurden im Jahr 2017 über 300 Vereine unterstützt. In diesen betreiben mehr als 8.500 jugendliche Mitglieder Sport. Budgetär wurden rund € 750.000,- ausgegeben. Daneben werden für die Kinder- und Jugendsportkurse jedes Jahr rund 250.000 Euro aufgewendet. Insgesamt stellt das Sportamt damit rund 7.000 Sportkursplätze für die Jugend zur Verfügung. Addiert man das alles und rechnet noch diverse Zuzahlungen für Schülerspiele, EM- und WM-Teilnahmen etc. dazu, werden rund 2/3 des Gesamtbudgets für den Jugendsport ausgegeben.

Mietförderung auch für 2018 gesichert

„Neben der Instandhaltung und dem Ausbau der Infrastruktur, ist es uns auch besonders wichtig, dass diese für die Vereine leistbar ist und bleibt", so Hohensinner. Um dies sicherzustellen wurde im Jahr 2016 unter großer finanzieller Mithilfe von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer die Mietförderung für den Nachwuchssport ins Leben gerufen. „Insgesamt werden pro Jahr rund 1,1 Millionen Euro für Mieten im Jugendsport ausgegeben. Im Rahmen der Mietförderung stellen wir den Vereinen bis zu 285.000 Euro zur Verfügung. Damit stützen wir rund ein Viertel der tatsächlichen Mietkosten im Jugendsport", erklärt der Sportstadtrat. Diese Förderung wird zusätzlich zur Sportförderung ausbezahlt. Ursprünglich als zeitlich begrenzte Aktion gedacht, ist es gelungen die Mietförderung auch für das aktuelle Jahr im Sportbudget zu verankern. Damit ist diese wichtige Unterstützung gesichert und kann um diese bereits beim Sportamt angesucht werden. „Mein großer Dank gilt unserem Landeshauptmann, dem der Grazer Sport ein besonderes Anliegen ist. Dies nicht nur in puncto Infrastruktur, sondern auch durch die Ermöglichung dieses tollen Angebots für unseren Jugend- und Nachwuchssport", freut sich Hohensinner.

Veranstaltungen als sportliche Trägerraketen

Die dritte Säule des Grazer Sportressorts betrifft den Veranstaltungsbereich. „Groß- und Nachwuchsveranstaltungen sind oftmals wichtige Trägerraketen. Sie machen Sport populär und begeistern die Bevölkerung für Bewegung. Großes Highlight im vergangenen Jahr waren hier natürlich die Special Olympics. Graz hat sich hier als einzigartiger und hervorragender Gastgeber präsentiert. Die positive Stimmung dieser Spiele wird uns allen noch lange im Gedächtnis bleiben", so Sportstadtrat Kurt Hohensinner. Auch das Sportamt kann jedes Jahr mit seinen Veranstaltungen punkten, sei es der Bezirksschulsporttag mit über 1.000 Kindern, der Grazer Laufcup oder im letzten Jahr erstmals eine Veranstaltung zum Thema Mädchen in den Sport. Daneben ist man Mitveranstalter bei zahlreichen Events, etwa der Grazer Winterwelt, dem Graz-Marathon, Schlossbergman oder Österreich-Radrundfahrt. Ebenso beschickt man jedes Jahr die internationalen Schülerspiele, letztes Jahr in Kaunas (Litauen). Auch zum Feiern gab es genügend Gründe: 26 Personen wurde das Ehrenzeichen der Stadt Graz für Verdienste um den Sport verliehen und 69 österreichischen StaatsmeisterInnen (davon 12 im Behindertensport) sowie 78 österreichischen JugendmeisterInnen konnte gratuliert werden.

Michael Wildling

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