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Fachleute mit Engagement fürs Grazer Klima

06.12.2019
Sieben Fachleute aus unterschiedlichen Fachbereichen umfasst der neue Fachberat für Klimaschutz, der heute nach seiner Konstituierung im Rathaus von Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl und dessen Stellvertreter Mag. (FH) Mario Eustacchio wollkommen geheißen wurde. © Stadt Graz/Fischer
Sieben Fachleute aus unterschiedlichen Fachbereichen umfasst der neue Fachberat für Klimaschutz, der heute nach seiner Konstituierung im Rathaus von Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl und dessen Stellvertreter Mag. (FH) Mario Eustacchio wollkommen geheißen wurde.© Stadt Graz/Fischer

Sieben anerkannte Persönlichkeiten sind ab heute engagiert für das Klima in Graz im Einsatz: Der Fachbeirat für Klimaschutz hat sich im Rathaus konstituiert.

                                                                                                                                

Als unabhängiges interdisziplinäres Expertengremium, das die Stadt Graz bei der Umsetzung von Maßnahmen und Projekten für eine integrierte und nachhaltige Stadtentwicklung berät, wurde heute der Fachbeirat für Klimaschutz im Grazer Rathaus offiziell konstituiert. Sieben anerkannte Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Fachbereichen werden künftig Themen und Umsetzungsmaßnahmen zum Klimaschutz vorschlagen, fachliche Empfehlungen zu Vorhaben der Stadt Graz abgeben und klimaschutzrelevante Projekte sowie Förderanträge begutachten.

TU-Rektor als Vorsitzender

Der Fachbeirat für Klimaschutz ist prominent besetzt: Vorsitzender ist der Rektor der Technischen Universität (TU) Graz, Univ.-Prof. DI Dr. Harald Kainz. Ihm zur Seite stehen Ing. MBA Bernhard Puttinger vom Green Tech Cluster, Univ.-Prof. DI Dr. Helmut Eichlseder vom Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik der TU Graz, Mag. Andrea Gössinger-Wieser vom Referat Energietechnik und Klimaschutz des Landes Steiermark, DI BSc Karl Friedrich von der Montanuniversität Leoben, BSc Florian Maringer vom Dachverband Erneuerbare Energie Österreich und Mag. Franz Maier vom Umweltdachverband. Die ExpertInnen sehen ihre Rolle als wichtigen Schritt, um Graz bei den Bemühungen zur Entwicklung einer energieeffizienten, ressourcenschonenden und emissionsarmen Stadt mit höchster Lebensqualität zu entwickeln.

Gemeinsam mit relevanten Führungskräften aus Stadt und Holding Graz diskutierten die ExpertInnen des neuen Fachbeirats für Klimaschutz unter Vorsitz von Bürgermeister und Vizebürgermeister die künftige Vorgangsweise. © Stadt Graz/Fischer
Gemeinsam mit relevanten Führungskräften aus Stadt und Holding Graz diskutierten die ExpertInnen des neuen Fachbeirats für Klimaschutz unter Vorsitz von Bürgermeister und Vizebürgermeister die künftige Vorgangsweise.© Stadt Graz/Fischer

Freude bei Bürgermeister und Stellvertreter

Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl und sein Stellvertreter Mag. (FH) Mario Eustacchio freuten sich heute über so viel geballte Kompetenz als Hilfe auf dem Weg, Graz zur klimafreundlichsten Stadt Österreichs zu machen. Nagl: „Der Klimawandel findet statt und ist auch in Graz bereits mess- und spürbar. Genauso vielfältig wie die Ursachen dieses Wandels sollen auch die Strategien zum Schutz des Klimas!" Mit Unterstützung der anerkannten ExpertInnen aus unterschiedlichsten Bereichen und des dank Landeshilfe mit 60 Millionen Euro gefüllten Klimafonds sowie eines Augenmerks auf den Klimaschutz bei allen Entscheidungen der Stadt wolle man „eine Stadt entwickeln, die auch meinen Enkelkindern noch in allen Bedeutungen des Wortes ein lebenswertes Kima bietet". Dem Fachbeirat unter dem Vorsitz von Rektor Kainz dankte Nagl bereits im Vorfeld für sein Engagement und die Unterstützung.

Diesem Dank schloss sich auch Eustacchio an, der hinzufügte: „Maßnahmen zum Klimaschutz sind nur dann wirksam, wenn sie von der Bevölkerung auch gelebt werden. Ich halte nichts von einseitigen Verboten und neuen Steuern, sondern setze auf Bewusstseinsbildung. Jeder von uns kann nämlich viel zum Schutz der Umwelt beitragen!" Als Marktreferent forciert Eustacchio dabei etwa den Einkauf saisonaler Waren von regionalen Produzenten, wie man sie auf den Grazer Bauernmärkten finde. Der Griff zu heimischen Produkten sei in fast allen Lebensbereichen ein Beitrag zu aktivem Klima- und Umweltschutz.

Werle und Drage für Maßnahmenpaket

Inhaltlich wurde der Klimaschutz in der Stadtbaudirektion angesiedelt, wo mit Dr. Thomas Drage auch ein städtischer Klimaschutzbeauftragter installiert wurde. Für Stadtbaudirektor DI Mag. Bertram Werle ist das ein logischer Schritt: „Klimaschutz ist eine Querschnittmaterie, die auch sehr viel mit Stadtentwicklung zu tun hat. Mit qualitätsvoller Nachverdichtung im Bestand und Entwicklung von Brachflächen statt der Neuausweisung von Bauland, der Forcierung dichter Bebauungsstrukturen in Gegenden mit guter öffentlicher Verkehrs- und Infrastruktur, einem Nutzungsmix in einer Stadt der kurzen Wege mit allen notwendigen Einrichtungen des täglichen Lebens in fußläufiger Entfernung zum Wohnort sowie der Sicherung und Schaffung attraktiven öffentlichen Raums, vor allem Grünraums, haben wir da schon einiges für einen nachhaltigen Klimaschutz vorgedacht!"

Klimaschutzbeauftragter Thomas Drage ergänzte: „Wir müssen Klimaschutz global denken und lokal handeln - also Strategien verknüpfen und Maßnahmen umsetzen, um unsere Ziele zu erreichen. Maßnahmen sind etwa die Förderung umweltfreundlicher Mobilität wie Öffentlicher Verkehr, Radfahren oder Zu-Fuß-Gehen, die Vermeidung von Flächenversiegelungen, die Schaffung schattiger Aufenthaltsbereiche für Hitzetage, Fassaden- und Dachbegrünungen oder Photovoltaik und Wärmeschutz an Gebäuden!"

Wolfgang Maget

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