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Ein Museum für Robert Stolz

Generationenübergreifend wird das Museum in das GGZ-Pflegeheim integriert

09.03.2020

Stolz mit ganzem Stolz präsentieren

Präsentierten heute das Konzept des neuen Museums für Robert Stolz: Andreas Salfellner, Ingrid Frisch, Jörg Ehtreiber, Siegfried Nagl, Kurt Hohensinner und Gerd Hartinger (v. l.). © Stadt Graz/Fischer
Präsentierten heute das Konzept des neuen Museums für Robert Stolz: Andreas Salfellner, Ingrid Frisch, Jörg Ehtreiber, Siegfried Nagl, Kurt Hohensinner und Gerd Hartinger (v. l.).© Stadt Graz/Fischer

Stolz auf Robert Stolz (1880 bis 1975) ist man seitens der Stadt Graz schon lange. Nun hat sich auch ein adäquater Ort für ein modernes Museum gefunden. Einer nämlich, der schon lange den Namen des berühmten Grazer Dirigenten und Komponisten trägt: das Robert-Stolz-Pflegeheim, Tageszentrum und Wohnoase der Geriatrischen Gesundheitszentren (GGZ) in der Theodor-Körner-Straße.

An diesem Standort wird bis Ende 2021 ein generationenverbindendes Museum entstehen, das gleichzeitig Begegnungszone und Veranstaltungsraum ist - lichtdurchflutet und in der warmen Jahreszeit zum Park hin offen. Dieser spielt eine zentrale Rolle innerhalb des Konzepts: Der Zaun, der die Grünoase derzeit noch von der Straße trennt, wird entfernt und durch Sitzgelegenheiten ersetzt. So kann man auch von außen eine Sichtbeziehung aufbauen und der Musik lauschen.

Gut sichtbar und erlebbar

Museum und Begegnungszone  - hell und freundlich. Das neue Robert Stolz Museum wird Ende 2021 eröffnen. © Architektursalon
Museum und Begegnungszone - hell und freundlich. Das neue Robert Stolz Museum wird Ende 2021 eröffnen.© Architektursalon

Bürgermeister Siegfried Nagl präsentierte das Museum für den "König der Melodien" heute im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam mit Stadtrat Kurt Hohensinner, GGZ-GF Gerd Hartinger, Jörg Ehtreiber, GF und Intendant des Grazer Kindermuseums FRida & freD sowie Andreas Salfellner vom Architektursalon und Ingrid Frisch, Projektkoordinatorin im Referat Hochbau der Stadtbaudirektion.

"Wir möchten Stolz mit Stolz zeigen und ihm verstärkt Aufmerksamkeit widmen. Es gab ja am Standort des Pflegeheims, dem alten Unfallspital, bereits ein kleines Museum. Nun haben wir aber ein Konzept vorliegen, das Dank der Mitarbeit des Kindermuseums generationenübergreifend ist und das gesamte Viertel miteinbezieht. Das ist eine große Freude", verkündete Nagl.

Auch für Stadtrat Kurt Hohensinner stellt das neue Museum ein Highlight dar: "Meine drei Bereiche sind allesamt im Projekt involviert. Ein besonders Anliegen ist es mir, dass die Erinnerung an Robert Stolz auch für die nachkommenden Generationen bewahrt wird."

"Hausherr" Gerd Hartinger lobt die Wahl des Standorts und erklärte: "Die Bewohnerinnen und Bewohner, das sind rund 200 Personen, lieben Robert Stolz, zudem ist ein Kindergarten vorhanden, die Infrastruktur passt." Der Geschäftsführer der GGZ unterstrich schließlich einen ganz wichtigen Punkt: "Musik ist Therapie. Sie bringt Freude, lässt Leidensdruck kurzzeitig vergessen und wirkt verbindend."

Sichtbarmachung und Öffnung nach außen

Geöffnet nach außen hin: Der Zaun, der den herrlichen Park von der Straße abgegrenzt hat, wird weichen. Moderne Sitzgelegenheiten folgen. © Architektursalon
Geöffnet nach außen hin: Der Zaun, der den herrlichen Park von der Straße abgegrenzt hat, wird weichen. Moderne Sitzgelegenheiten folgen.© Architektursalon

Für Jörg Ehtreiber und sein Team von FRida & freD ist die Konzeption des Robert Stolz Museums eine neue, spannende Herausforderung: "Wir freuen uns über das Vertrauen, das uns damit entgegen gebracht wird und versuchen, ein innovatives Vermittlungskonzept umzusetzen." Viele Fragen spielen da natürlich hinein. Wichtige Partnerin bei der Konzeption ist Luise Kloos, die sich eingehend mit dem Ausnahmemusiker beschäftigt hat und deren Wissen als Basis dient. Weiters weiß Ehtreiber mit Clemens Anton Klug einen weiteren Experten an Bord. "Wir werden jetzt in Workshops mit den Kolleginnen und Kollegen in den GGZ arbeiten", berichtet Ehtreiber über die nächsten Schritte.

Sowohl Architekt Salfellner, der den Wettbewerb klar für sich entscheiden konnte, als auch Frisch von der Stadtbaudirektion unterstreichen die Sichtbarmachung des Haupteingangs wie generell die Öffnung des Areals nach außen hin. Man wird künftig von der Straßenbahnhaltestelle direkt ins Museum gelangen. Für das Museum sowie das Pflegewohnheim gibt es dort einen Empfang im großzügigen Foyer.

Der Kostenrahmen für Stadt und GGZ beträgt rund drei Millionen Euro. Zwei davon für die Bauinfrastruktur und eine Million für die Inneneinrichtung.

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