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Wirtschaftsministerin zu Gast in Graz

Margarete Schramböck besucht Grazer Traditionskaufhaus

15.05.2020
Auftritt vor der Presse mit Abstand: Bürgermeister Siegfried Nagl, Ministerin Margarete Schramböck, Kastner & Öhler-GF Martin Wäg sowie WKO-Stmk-Präsident Josef Herk (v. l.). © Stadt Graz/Fischer
Auftritt vor der Presse mit Abstand: Bürgermeister Siegfried Nagl, Ministerin Margarete Schramböck, Kastner & Öhler-GF Martin Wäg sowie WKO-Stmk-Präsident Josef Herk (v. l.).© Stadt Graz/Fischer

Am ersten Tag an dem die Gastronomie nach der Krise wieder geöffnet hatte, stellte sich bereits "hoher Besuch" aus Wien ein. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck war der Einladung von Kastner & Öhler-Chef Martin Wäg gefolgt und stattete dem Traditionskaufhaus einen Besuch ab. Beim vorangehenden Pressegespräch im Restaurant "Freiblick" waren Bürgermeister Siegfried Nagl und WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk dabei.

Zusammenhalt und Unterstützung

Marketingoffensive der Stadt Graz. © Stadt Graz
Marketingoffensive der Stadt Graz.© Stadt Graz

Die Ministerin dankte für die Möglichkeit, nach regelmäßigen Telefongesprächen sich nun auch vor Ort ein Bild machen zu können und gab sich realistisch: "Wir befinden uns in einer Wirtschaftskrise, die die ganze Welt betrifft und bewegen uns nun Schritt für Schritt wieder heraus." Dabei sei es so wichtig, gerade den Handel und das Gewerbe im Auge zu haben. "Ich stand in den vergangenen Wochen mit etwa 500 Unternehmen im Kontakt, kenne ihre Nöte und was für sie nun wichtig ist."

Mit dem 38-Milliarden-Euro-Schutzschirm für die Österreichische Wirtschaft wolle der Staat helfen. Wichtig sei, dass Handel und Konsum wieder funktionieren - physisch wie psychisch. "Man muss und soll nicht bei Amzon und Co. kaufen. Es gilt jetzt heimische Plattformen und Unternehmen zu unterstützen." Die Zusammenarbeit sei gerade jetzt besonders wichtig, von Seiten des Staates würden eben die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen.

"Offen für euren Besuch" und "EinkaufspatriotInnen"

Auch Bürgermeister Nagl bedankte sich bei der Ministerin für ihren Besuch in Graz. Das Stadtoberhaupt unterstrich die Bedeutung des Handels und jene von so traditionellen Häusern wie Kastner & Öhler: "Es gibt kein vergleichbares Unternehmen in Österreich. Wir werden mithelfen, wo wir können und beginnen mit einer Marketingoffensive, deren Ziel es ist, die regionalen Strukturen zu stärken." Der Titel der Kampagne lautet "Offen für euren Besuch". Auch Nagl appellierte an die KundInnen, sie mögen nicht den unfairen Wettbewerbsgiganten den Vorzug geben, sondern ganz klar den heimischen AnbieterInnen.

So sieht es auch der WKO-Steiermark-Präsident: "Die vergangenen Wochen waren sehr schwierig, mit jeder einzelnen verlor die steirischen Wirtschaft rund 70 Millionen Euro. Das ist kein gutes Gefühl, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht. Wir brauchen jetzt EinkaufspatriotInnen."

Verlust und Loyalität

Es geht wieder aufwärts: Martin Wäg auf der Fahrt nach oben mit Ministerin Schramböck.  © Stadt Graz/Fischer
Es geht wieder aufwärts: Martin Wäg auf der Fahrt nach oben mit Ministerin Schramböck. © Stadt Graz/Fischer

Für den heutigen Gastgeber Martin Wäg und sein Unternehmen geht es nun langsam wieder zurück, auch wenn die Normalität noch lange nicht erreicht ist. "Die ersten Tage an denen wir aufgesperrt hatten, zeigten erfreuliche Umsatzzahlen, auch der Onlinehandel entwickelte sich sehr positiv. Dennoch haben wir 26 Millionen Euro Umsatz nicht gemacht und werden einen Riesenverlust hinnehmen müssen." Bei all den unerfreulichen Tatsachen der zurückliegenden Wochen, war die zu bemerkende Loyalität der KundInnen zum Haus ein erfreulicher Lichtblick, vergaß Wäg nicht, einen Dank auszusprechen.

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