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Kinderspielplätze ab heute rauchfrei

23.07.2020

„Seit ich Jugend- und Familienstadtrat sein darf, ist mir diese Thematik besonders wichtig", leitet Stadtrat Kurt Hohensinner ein, „seit Jahren wurde darüber diskutiert, vor allem zwischen den Juristen. Gleichzeitig haben sich unzählige Eltern und Kinder, sowie auch das Kinderbüro an mich gewandt. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass mit dem heutigen Tag die Grazer Kinderspielplätze rauchfrei werden." Das Rauchverbot wurde gestern im Amtsblatt der Stadt Graz kundgemacht und tritt damit heute in Kraft. Es gilt für alle öffentlich zugänglichen Kinderspielplätze und -flächen, die im Eigentum der Stadt Graz stehen oder von dieser verwaltet werden. Die Kontrolle erfolgt durch die Ordnungswache. Beim ersten Vergehen werden Organstrafen von 30 Euro verhängt. Bei wiederholten Verstößen droht ein Verfahren und Geldstrafen bis zu 1.000 Euro sind möglich. Das Rauchverbot wurde in der Gemeinderatssitzung vom 9. Juli einstimmig beschlossen.

Jugend- und Familienstadtrat Kurt Hohensinner und das Grazer Kinderbüro informieren über das neue Rauchverbot auf Grazer Kinderspielplätzen. © Stadt Graz/FischerGrazer Kinderspielplätze werden rauchfrei. © Stadt Graz/Fischer

Informationskampagne zum Start

In den kommenden Wochen werden nun entsprechende Hinweisschilder aufgestellt bzw. die Aschenbecher auf den Spielplätzen demontiert. In Kooperation von Stadt Graz und Kinderbüro wurden außerdem Informationskarten gedruckt. Diese werden ab sofort auf den Grazer Spielplätzen verteilt, um die Familien auf das neue Rauchverbot aufmerksam zu machen. Das Kinderbüro war von Anfang an eine treibende Kraft für die rauchfreien Spielplätze. Unter anderem wurde im vergangenen Jahr dazu eine Zigarettenstummel-Zählaktion im Stadtpark-Spielplatz durchgeführt. Nach nur kurzer Zeit hatten die Kinder 1.001 Zigarettenstummeln aufgesammelt. „Es geht hier nicht nur um das Rauchen an sich, sondern vor allem auch um die Zigarettenreste", erklärt Kinderparlament-Projektleiterin Heidi Richter-Jursitzky, „Kinder ahmen die Großen nach und stecken sich die Kippen in den Mund. In diesen stecken dann bis zu 250 unterschiedliche Giftstoffe." Tabakvergiftungen zählen zu den häufigsten Vergiftungen im Kindesalter. Außerdem: Bis ein weggeworfener Zigarettenstummel zersetzt ist, vergehen in der Regel 10 bis 15 Jahre.

Michael Wildling

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