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Neue Schmiedgasse stellt alles in den Schatten

13 zusätzliche Bäume für die Fußgängerzone

10.09.2020
Waren bei der Baumpflanzung dabei: Bürgermeister Sigfried Nagl, Stadtbaudirektor Bertram Werle, Bezirksvorsteherin innere Stadt Ludmilla Haase und Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio (v. l.). © Stadt Graz/FischerDie Erde stand am Donnerstag für künftige grüne Akzente bereit. © Stadt Graz/FischerDie Baumarten wurden ausgewählt, weil sie mit innerstädtischen Temperatur- und Wasserverhältnissen gut zurechtkommen.  © Stadt Graz/Fischer

Wer die letzten warmen Sommertage in der Innenstadt genießen will, kann das bestenfalls in der neu gestalteten Schmiedgasse tun. Für Abkühlung ist dort nun nämlich gesorgt. 13 Bäume, die am heutigen Donnerstag eingepflanzt wurden, werden künftig an heißen Tagen kühlenden Schatten spenden. Auch der attraktive Bodenbelag kann sich sehen lassen. Somit erstrahlt nach einem halben Jahr Bauzeit die Schmiedgasse zwischen Hauptplatz und Landhaushof ebenso in neuem Glanz wie die Landhausgasse zwischen Herrengasse und Raubergasse. Gemeinsam mit dem bereits im Vorjahr neu gestalteten Bereich der Landhausgasse zwischen Herrengasse und Schmiedgasse sowie zwischen Raubergasse und Neutorgasse steht nun ausgiebigem Flanieren nichts mehr im Wege.  

Sieben Amerikanische Eschen „Summit" in der Schmiedgasse, vier Kugeleschen in der Landhausgasse und zwei Schnurbäume vor dem Landes-Amtshaus sollen künftig Grün und Schatten in die City bringen. Bürgermeister Sigfried Nagl, sein Stellvertreter Mario Eustacchio, Bezirksvorsteherin innere Stadt Ludmilla Haase und Stadtbaudirektor Bertram Werle waren bei der Verpflanzung der vier bis fünf Meter hohen Bäume dabei. "Mit den Bäumen sorgen wir erstmals auch in der Innenstadt für grüne Akzente, die noch dazu für das Mikroklima wichtig sind. Damit leisten wir einen Beitrag, dass sich die Menschen in unserer historischen Altstadt noch wohler fühlen können", sieht das Grazer Stadtoberhaupt darin eine gelungene Neugestaltung.

Die Baumarten wurden ausgewählt, weil sie mit innerstädtischen Temperatur- und Wasserverhältnissen gut zurechtkommen. In der Schmiedgasse wurden die Amerikanischen Eschen mit dem sogenannten „Stockholm System" verbunden, mit dem die städtische Abteilung für Grünraum und Gewässer seit einiger Zeit gute Erfahrungen macht: Dabei werden die Bäume in eine Art unterirdischen Schwamm eingepflanzt, der Gieß- oder Regenwasser nicht nur aufnimmt und so vor kleinräumigen Überschwemmungen schützt, sondern das wertvolle Nass auch für die Bewässerung der Bäume speichert.

Barrierefreies Flanieren

"2017 erfolgte der Startschuss, die Schmiedgasse zur Fußgängerzone umzugestalten. Mit den nunmehr vollendeten Umbauarbeiten hat diese ein ansehnliches Gesicht bekommen, welches die Grazer Innenstadt weiter aufwertet", schwärmt auch Bürgermeister-Stellvertreter Eustacchio. Zum gemütlichen Flanieren tragen wohl auch die Bodenbeläge in der neugestalteten Fußgängerzone Schmiedgasse/Landhausgasse bei: Diese sind für Menschen mit Behinderung ebenso gut zu nutzen wie für Eltern mit Kinderwägen oder Flaneurinnen mit Stöckelschuhen.

Als Material wurden optisch wie funktional attraktive Platten mit Hartberger Granit sowie Granitkleinsteine verwendet, die aus niederösterreichischem Abbau stammen. Rund 2.400 Quadratmeter wurden mit Granit gestaltet. Bewusst gespart wurde mit Asphalt, der sich lediglich auf 600 Quadratmeter im Kreuzungsbereich der Landhausgasse mit der Raubergasse findet. "Wenn nächste Woche noch die Sitzgelegenheiten geliefert werden, ist die Aufenthaltsqualität in dieser attraktiven Fußgängerzone optimal", betont Stadtbaudirektor Werle. Die hochwertige Ausführung bezeichnet er als "beispielhaft für weitere Neugestaltungen im Weltkulturerbe".

Zwei Millionen für kühlen Komfort

Auch die Corona-Situation versetzte der Neugestaltung der Fußgängerzone Schmiedgasse/Landhausgasse keinen Dämpfer – im Gegenteil: Die Baustelle wurde sogar zwei Monate früher als geplant abgeschlossen. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. Dieses umfasste die Neugestaltung der Straßen- und Gehwegoberflächen, im Bereich der Fußgängerzone kam man ohne Gehsteigkanten aus.

Zudem stehen im Leistungsbericht die Errichtung der 13 neuen Baumstandorte, die Sitzgelegenheiten, die Abbrucharbeiten von Oberflächen des vormaligen Bestands, die Adaptierung der Oberflächenentwässerung, der Einbau von Trinkbrunnen und Verkehrsleitsystemen, Infrastrukturmaßnahmen, die Vorbereitung für künftige Gastgärten, die Errichtung von Leitsystemen für blinde und sehbehinderte Menschen sowie die Verkehrsführung während der Bauarbeiten.

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