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Ein Platz für Margarete Hoffer

14.10.2020
Mit Margarete Hoffer wurde in der Synagoge eine mutige Frau posthum ausgezeichnet. © Stadt Graz/Fischer
Mit Margarete Hoffer wurde in der Synagoge eine mutige Frau posthum ausgezeichnet.© Stadt Graz/Fischer

Seit April 2020 trägt der Platz zwischen Grüne Gasse und Wiener Straße im Bezirk Lend einen Namen. Patin für den neu benannten Margarete-Hoffer-Platz ist eine Grazerin, die in der NS-Zeit ihr Leben aufs Spiel setzte, um jüdische MitbürgerInnen zu retten.

1938 zog die evangelische Theologin Margarete Hoffer aus ihrer Heimatstadt aus, um nach Deutschland zu gehen. In Baden-Württemberg war sie Teil eines christlichen Netzwerks, das bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs tatkräftig mithalf, verfolgte Jüdinnen und Juden zu versorgen und zu verstecken - teils in ihrem eigenen Haus. Vor nunmehr acht Jahren wurde die Grazerin als „Gerechte unter den Völkern" ausgezeichnet. Ein Ehrentitel, den neben ihr weltweit nur rund 27.000 Menschen, darunter 110 ÖsterreicherInnen, tragen.

Posthume Ehrung

Nachdem sich der Gemeinderat einstimmig dazu bekannt hatte, Margarete Hoffer mit der Platzbenennung posthum zu würdigen, wurde die 1991 verstorbene Theologin nun Mitte September auch in der Grazer Synagoge geehrt. „Möge sie in Zeiten, in denen der Antisemitismus wieder Einzug gehalten hat, allen als Beispiel dienen, dass bloßes Reden allein nicht genügt sondern wir alle an unseren Taten zu messen sind", betonte der Präsident der Israelischen Kultusgemeinde Graz, Elie Rosen.

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