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Neue Klimaförderungen für alle GrazerInnen

19.04.2021
Aus dem Klimaschutzfonds wird unter anderem die Dachbegrünung gefördert.
Aus dem Klimaschutzfonds wird unter anderem die Dachbegrünung gefördert.© Adobe Stock/miss_mafalda

Sonnige Zeiten für den Klimaschutz: Bürgermeister Siegfried Nagl, sein Stellvertreter Mario Eustacchio und Umweltstadträtin Judith Schwentner bringen mit einem Beschluss im kommenden Gemeinderat den GrazerInnen Photovoltaik und Begrünungen noch näher. Und zwar direkt in die Häuser und Wohnungen, konkret auf die Balkone und Dächer der Stadt. Gleich vier neue Förderungen wurden von der Klimaschutzarbeitsgruppe aus Stadtbaudirektion und Umweltamt erarbeitet, um GrazerInnen dabei zu unterstützen, einen Beitrag für den Klimaschutz und die Klimawandelanpassung zu leisten.

Klimaschutzfonds-Förderpaket 2021-2022

  • Photovoltaik-Anlagen („SolarEnergieDach"): Mindestleistung der Anlage muss 3kWp betragen. Gefördert wird bis zu einer Leistung von maximal 100 kWp pro Gebäude. Je nach Anlage sind Förderungen von 120 bis 200 Euro pro kWp möglich.
  • Photovoltaik-Kleinstanlagen für Balkone: Werden bis zu einer Maximalleistung von 800 Wp zu 60 Prozent gefördert. Höchstens jedoch mit 600 Euro. Inkludiert ist damit auch die Unterstützung für die fachmännische Inbetriebnahme der Anlage.
  • Intensive Dachbegrünung: Davon spricht man, wenn die Aufbauhöhe mindestens 15 Zentimeter beträgt. Somit können Gräser, Stauden, Sträucher, aber auch Bäume gepflanzt werden. Die begrünte Fläche muss mindestens 15 m2 groß sein. Gefördert wird mit 6 Euro pro m2, und cm durchwurzelbarer Aufbauhöhe ab dem 12. anrechenbaren Zentimeterdie Maximalsumme beträgt pro Objekt 20.000 Euro.
  • Kombination aus Photovoltaik und Begrünung am Dach („SolarGrünDach"): Unter einem „SolarGrünDach" wird die kombinierte Nutzung von Photovoltaikanlage mit extensiver Dachbegrünung verstanden. Die Photovoltaikanlage befindet sich dabei unmittelbar über der extensiven Dachbegrünung. Diese hat eine maximale Aufbauhöhe von 10 Zentimetern. Die Mindestleistung der Anlage beträgt 3 kWp. Die maximal geförderte Anlagengröße beträgt 100 kWp pro Gebäude. Je nach Leistung der Anlage sind das zwischen 240 und 320 Euro je kWp.

Alle Förderungen können nur für Neuanlagen innerhalb des Grazer Stadtgebiets beantragt werden. Es besteht kein Rechtsanspruch. Anlagen und Projekte können nur solange gefördert werden, wie es finanzielle Mittel gibt. Ab 30. April kann man unter www.digitalestadt.graz.at einen Förderantrag stellen.

Statements der Politik

„Heuer und nächstes Jahr haben wir jeweils 561.000 Euro dafür reserviert. In Summe also 1,12 Millionen Euro, die aus den Mitteln des Klimaschutzfonds jenen Grazerinnen und Grazern zugutekommen, die ganz bewusst Verantwortung übernehmen und auf Photovoltaik oder Dachbegrünung setzen", rechnet Bürgermeister Siegfried Nagl vor. „Sie leisten damit auch einen wichtigen Beitrag für die Allgemeinheit. Das wollen wir als Stadt honorieren."

Auch Vizebürgermeister Mario Eustacchio unterstützt diese Maßnahmen: „Als Stadt Graz haben wir die Verpflichtung, mit unseren natürlichen Ressourcen schonend umzugehen. Das Klimaschutzförderpaket ist ein wichtiger Schritt, um unsere Heimat auch für kommende Generationen zu bewahren."

Für Umweltstadträtin Judith Schwentner, über deren Umweltamt es bereits etablierte Förderschienen gibt, ist sich sicher, dass sich dieses weitere Invest der Stadt lohnt: „Mit den neuen Förderungen wollen wir unser breites Angebot abrunden und die Grazer*innen dazu motivieren, mehr Grün auf ihre Dächer zu bringen. Vom Schloßberg aus kann man sehen, wieviel Potenzial wir da noch haben. Jeder einzelne Quadratmeter Grünfläche ist ein nächster Schritt zur Klimawende. Ich bin zuversichtlich, dass wir die mit all unseren Anstrengungen gemeinsam schaffen werden."

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Ihre Kommentare (2)

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  • Franz Huber, 21.04.2021,
    Klimaschutz

    Guten Tag
    Was der Herr Leskey schreibt ist voll und ganz die Wahrheit. Auf das kann die Stadtregierung nicht Stolz sein. Das ist echt eine Lachnummer. Würde mal nachdenken über Klimaschutz.
  • Franz Leskey , 21.04.2021,
    Klimaschutz

    Das ist mir nur ein Lacher wert. Erst alles zubetonieren und dann für den Klimaschutz die Dächer und Wände begrünen. Hat die Grazer Stadtregierung noch mehr solche Witze auf Lager.