Der Equal Pension Day wird in Graz und anderen österreichischen Städten begangen, um auf die Altersarmut von Frauen aufmerksam zu machen. In der Steiermark fällt dieser Tag heuer auf den 2. August, was bedeutet, dass Frauen bis zum Jahresende 150 Tage weniger Pension erhalten als Männer. Der durchschnittliche monatliche Pensionsbezug beträgt für Frauen 1.527 Euro, für Männer 2.599 Euro. Diese Differenz erklärt sich durch die häufige Übernahme von Familienarbeit und die dadurch bedingten Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit. Der Frauenausschuss des Österreichischen Städtebunds weist jährlich auf diesen Missstand hin. Das Team des Referats Frauen & Gleichstellung der Stadt Graz beteiligt sich mit "FRiTZi bringt's" an der Aufklärungsarbeit und fordert eine Anpassung des Pensionssystems.
Gegen Altersarmut von Frauen
Der Equal Pension Day ist der Tag, an dem Männer bereits so viel Pension erhalten haben, wie Frauen erst bis Jahresende bekommen werden. 2026 fällt dieser Tag in Österreich auf den 9. August.
In der Steiermark fällt dieser Tag sogar schon auf den 2. August. Hier beträgt der monatliche Pensionsbezug von Männern im Schnitt 2.599 Euro, der von Frauen lediglich 1.527 Euro. (Quelle: Pensionsversicherungs-Jahresstatistik, Berechnung: MA 23 - Wirtschaft, Arbeit und Statistik der Stadt Wien).
Und was bedeutet das konkret? Frauen bekommen in der Steiermark um rund 41,2 Prozent oder 150 Tage weniger Pension als Männer!
2015 war der Equal Pension Day in der Steiermark mit dem 21. Juli datiert, womit im Vergleich zu heuer 12 Tage "gewonnen" wurden.
Der Equal Pension Day wird heuer zum zwölften Mal vom Frauenausschuss des Österreichischen Städtebunds gemeinsam mit vielen Frauen- und Gleichstellungsreferaten in österreichischen Städten begangen.
Wir machen darauf aufmerksam!
Der Frauenausschuss des Österreichischen Städtebunds sowie alle österreichischen Landeshauptstädte weisen jährlich auf diesen Missstand hin. Auch in Graz macht das Team des Referats Frauen & Gleichstellung in Rahmen von "FRiTZi bringt's - Fraueninfo vor Ort" auf den Equal Pension Day aufmerksam.
Sehen Sie hier die Karte des Frauenausschusses des Österreichischen Städtebunds zum Equal Pension Day 2026.
Wie erfolgt die Berechnung?
Die Berechnung wird von der Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23) und dem Frauenservice (MA 57) der Stadt Wien für den Österreichischen Städtebund durchgeführt. Als Datenquelle dient die Pensionsversicherungsjahresstatistik.
Bei den Durchschnittspensionen handelt es sich um Bruttobeträge, also vor Abzug der Krankenversicherungsbeiträge und Steuern. Zur Berechnung herangezogen wird das arithmetische Mittel.

Klatschen reicht nicht
Unser Pensionssystem ist orientiert an lebenslanger Vollzeitbeschäftigung ohne Erwerbsunterbrechungen. Aber: Frauen verrichten den Großteil der Betreuungsarbeit und den Haushalt, gehen oft lange in Karenz und arbeiten häufiger in Teilzeit.
Das Ergebnis: Frauen haben durchschnittlich 10 Beitragsjahre weniger als Männer! Das führt zu niedrigen Einkommen und Lücken im Arbeitsleben, die wiederum geringe Pensionen verursachen.
Eine gerechtere Berechnung der Pensionen wäre daher dringend erforderlich.
Eine Gleichheit der Pensionen ist erst dann erreicht, wenn der Equal Pension Day am 31. Dezember liegt.

