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#grazstehtauf: neue Gewaltschutzkampagne

29.11.2021
hinten, v.l.n.r.: Ines Abraham/Henx, Daniela Kerschbaumer/Referat Frauen & Gleichstellung, Nils Kaltschmidt/Henx; vorne, v.l.n.r.: Doris Kirschner/Referat Frauen & Gleichstellung, Bürgermeisterin Elke Kahr
hinten, v.l.n.r.: Ines Abraham/Henx, Daniela Kerschbaumer/Referat Frauen & Gleichstellung, Nils Kaltschmidt/Henx; vorne, v.l.n.r.: Doris Kirschner/Referat Frauen & Gleichstellung, Bürgermeisterin Elke Kahr© Stadt Graz/Kommunikation

Schau nicht weg. Gewalt gegen Frauen geht uns alle an.

Bei einer Online-Pressekonferenz präsentierten Bürgermeisterin Elke Kahr, ressortverantwortlich für Frauen & Gleichstellung, gemeinsam mit Doris Kirschner, Referatsleiterin Referat Frauen & Gleichstellung und Daniela Kerschbaumer, Projektverantwortliche für die Kampagne sowie Nils Kaltschmidt und Ines Abraham von Henx Filmproduktion die diesjährigen Gewaltschutzkampagne der Stadt Graz im Rahmen der am 25. November angelaufenen 16 Tage gegen Gewalt.

Unter dem Motto "Schau nicht weg. Gewalt gegen Frauen geht uns alle an.", startete am 25. November bereits die Social Media Posting-Kampagne auf den Kanälen des Referats Frauen & Gleichstellung auf Facebook und Instagram. 16 Tage, 16 Botschaften, die aufrütteln sollen, 3 Kinospots, die nach dem Lockdown auch in den Kinos und öffentlichen Verkehrsmitteln laufen werden, eine Neuauflage der Gewaltschutz-Broschüre "Selbst Sicher!" und Taschenalarme, die im Referat Frauen & Gleichstellung angefordert werden können, beinhalten die breit angelegte Kampagne.

Bürgermeisterin Elke Kahr: "Geschlechtsspezifische Gewalt an Frauen passiert häufig hinter verschlossenen Türen, im engsten Familienkreis, in Beziehungen. Sie findet in jeder Gesellschaftsschicht statt, auch in den sogenannten "besten Familien". Betroffene Frauen denken oft, sie seien selber schuld an ihrem Leid, schämen sich für die Demütigung, getrauen sich nicht, über das Thema zu sprechen, verharmlosen gewaltsame Übergriffe ihrer Partner, wissen nicht, wohin sie sich wenden können oder werden nicht ausreichend gehört". Deshalb muss die Gesellschaft die Anwaltschaft für diese Frauen übernehmen. "Dazu gehört das Hinschauen: Wir müssen potentielle Opfer schützen, bevor Morde passieren."

Gewalt an Frauen und Femizide - schockierende Zahlen

In diesem Jahr hat es österreichweit bereits 29 Frauenmorde gegeben. Durchschnittlich starben heuer pro Monat mehr als zwei Frauen durch ihre (Ex-)Partner. Jede fünfte Frau hat in Österreich seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren, jede dritte Frau hat sexuelle Belästigung erlebt. Häusliche Gewalt: 90 Prozent sämtlicher Gewalttaten gegen Frauen werden laut Schätzungen der Polizei in der Familie und im sozialen Nahraum verübt.

Bürgermeisterin Kahr kündigt an, in Graz Fraueneinrichtungen künftig besser zu fördern: "besonders Opfer von häuslicher Gewalt. Wir wollen weitere Übergangswohnungen für betroffene Frauen schaffen und die Männerberatung ausbauen."

#grazstehtauf - Kino-Spots und Kurzvideos

Ab 29. November und vorerst leider nur auf Social Media laufen die drei neuen Kinospots. Gestartet wird mit dem Kinospot, in dem die Schauspielerin Martina Poel die Schwester eine von psychischer Gewalt betroffenen Frau spielt, die einmal mehr nicht zu einem vereinbarten Treffen erscheint. Die Kinospots der diesjährigen Kampagne wurden von HENX Filmproduktion umgesetzt.

Am 4. Dezember und am 10. Dezember werden die beiden weiteren Kinospots an den Start gehen. Mit Gregor Seberg und Pia Hierzegger konnten zwei weitere Grazer Schauspieler:innen für die Kampagne gewonnen werden.

#grazstehtauf - Social Media

Täglicher Wechsel von Visual Statements mit Hilfe-Einrichtungen und Tipps, Kino-Spots, Taschenalarm, Gewaltschutz-Broschüre-Selbst Sicher! auf www.facebook.com/frauengraz und www.instagram.com/grazerin.jungundstark

Verstärkt wird die Social Media Kampagne durch die Video-Wall am Jakominiplatz und der Videowall bei der Messe Graz sowie auf den Screens im Grazer Rathaus.

#grazstehtauf: Kostenlose Taschenalarme

Um Hilfe zu rufen, braucht es aber ein lautes Signal. Jede Waffe, die man verwendet, kann den Angreifer:innen in die Hand fallen.

Mit einem kleinen Taschenalarm hat man für den Notfall ein lautstarkes Mittel und kann so andere Personen auf sich aufmerksam machen und Täter:innen abschrecken.

Einfach anfordern im Referat Frauen & Gleichstellung

Tel.: +43 316 872-4671
E-Mail: frauen.gleichstellung@stadt.graz.at

#grazstehtauf: Gewaltschutz-Broschüre "Selbst Sicher!"

Die veränderte dritte Auflage der Broschüre "Selbst Sicher!" informiert und beschreibt unterschiedliche Formen der Gewalt, gibt praktische Tipps, wichtige Hinweise und konkrete Hilfestellungen. Sie beinhaltet außerdem ein Verzeichnis der vielen Einrichtungen und Institutionen, denen sich Betroffene anvertrauen können und bei denen sie Unterstützung bekommen.

Die Broschüre ist erhältlich unter: frauen.gleichstellung@stadt.graz.at

Daniela Kerschbaumer

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