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Hilfe auf der Hochschaubahn der Gefühle

Neue Broschüre des Selbsthilfevereins Achterbahn

04.04.2022
Robert Krotzer
Robert Krotzer© Antonia Renner

Psychische Erkrankungen befinden sich in ganz Österreich auf dem Vormarsch - darüber zu reden ist jedoch nach wie vor nicht selbstverständlich. Dieses Tabu zu brechen gelingt häufig dann besonders gut, wenn sich Betroffene untereinander austauschen. Dafür benötigen sie jedoch Unterstützung, etwa Orte, um sich in einem geschützten Rahmen zu treffen, vor allem aber Kontakte und Informationen. Hier setzt die neue Broschüre der Selbsthilfeorganisation Achterbahn an. Sie bietet umfassende Informationen, Adressen und Kontaktdaten sowie Erfahrungsberichte rund um das Thema Depression.

Sorgen und Zukunftsängste

Gruppe
© Pixabay

„Reden bringt die Menschen zusammen. Gespräche mit Menschen, die ähnliche gesundheitliche Beschwerden haben, führen oft zu der wichtigen Erkenntnis, dass man nicht alleine ist. Das ist vielfach schon der erste Schritt zur Besserung", so Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer (KPÖ). Depressionen, depressive Verstimmungen und viele andere psychische Erkrankungen sind leider Begleiterscheinungen der Corona-Pandemie und betreffen immer mehr Menschen in Österreich. Auslöser können unter anderem Einsamkeit, Zukunftsängste, Sorge um die Gesundheit und soziale Notlagen sein. Um diese drohende psychosoziale Pandemie in den Griff zu bekommen, braucht es gerade jetzt starke Netzwerke der gesellschaftlichen Solidarität und Unterstützung für betroffene Menschen.

Verein Achterbahn

Eine Organisation, die sich hier besonders positiv hervortut, ist der Verein Achterbahn Steiermark. Achterbahn ist eine niederschwellige Selbsthilfeorganisation für Menschen mit unterschiedlichsten psychischen Problemen und Erkrankungen. Für die Teilnahme an den einzelnen Selbsthilfegruppen in Graz und zehn steirischen Bezirken ist keine ärztliche Diagnose erforderlich, es wird auch keine Auskunft darüber verlangt, welche psychische Erkrankungen die Teilnehmer:innen haben. Der Hauptfokus liegt auf dem Erfahrungsaustausch unter Betroffenen im Rahmen eines umfassenden Selbsthilfe-, Kreativ und Freizeitangebots.

Weiterführende Informationen

Die Broschüre kann direkt hier heruntergeladen sowie über den Verein Achterbahn bestellt werden.

Peter März

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